WM-Abfahrt

09. Februar 2019 15:32; Akt: 09.02.2019 15:33 Print

Feuz verpasst Medaille bei schwierigen Bedingungen

Die Norweger feiern einen Doppelsieg. Beat Feuz verpasst das Podest bei dieser umstrittenen Abfahrt um elf Hundertstel.

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Die norwegischen Routiniers schlagen in der WM-Abfahrt in Are zu. Kjetil Jansrud gewinnt vor Teamkollege Aksel Lund Svindal, derweil Beat Feuz eine Medaille knapp verpasst.

In einem von Schneefall und Nebel begleiteten Rennen mit schlechter Sicht war die Erfahrung ganz besonders gefragt. Und diesbezüglich bringen Jansrud und Svindal sehr viel mit. Beide hatten am Mittwoch im Super-G eine kapitale Niederlage bezogen. Svindal als 16., Jansrud als 22. Doch in der Abfahrt, deren Start wegen des schlechten Wetters lange unwahrscheinlich schien, schlugen die Norweger zurück.

Der 33-jährige Jansrud, der Super-G-Olympiasieger von 2014, sicherte sich erstmals einen WM-Titel, indem er seinen Kollegen Svindal um 2 Hundertstel hinter sich liess. Svindal bestritt das allerletzte Rennen seiner grossartigen Karriere. Nach zwei Olympiasiegen und drei WM-Titeln darf er mit einer 13. Medaille an Grossanlässen abtreten.


Beat Feuz regt sich im Liveinterview auf. (Quelle: SRF)

Enttäuschung bei Feuz

Pech hatte indes Beat Feuz, der sich aufgrund seiner langen Verletzungsgeschichte bei so schwierigen Verhältnissen wohl etwas schwerer tut als andere. Um 11 Hundertstel verpasste der Emmentaler als Vierter die Bronzemedaille, die ihm der Österreicher Vincent Kriechmayr wegschnappte. Kriechmayr errang in Are seine zweite Medaille, nachdem er im Super-G Zweiter geworden war.

Einer wie Feuz, der saisonübergreifend in 10 der 11 letzten Weltcup-Abfahrten auf dem Podium vertreten war, hätte sich zweifellos mehr verdient. Der Berner konnte sich hinterher keinen Vorwurf machen, dass es mit der erfolgreichen Titelverteidigung nicht klappte: «Ich habe alles gegeben, und einer muss ja Vierter werden.»

Entscheidung nicht nachvollziehbar

Dass aber überhaupt gestartet worden war, sorgte bei ihm für leichte Verstimmung: «WM-würdig war das nicht. Als nach einstündiger Verschiebung gestartet wurde, war der Schneefall genauso stark wie eine Stunde zuvor. So wurde das Ganze zur Lotterie.»

Feuz wollte sich aber recht verstanden wissen: «Die drei auf dem Podest sind alle absolute Weltklasse - darüber muss man nicht diskutieren. Das ändert aber nichts daran, dass das Rennen nicht fair war.»

Die übrigen Schweizer konnten nicht in den Medaillenkampf eingreifen. Der mit der ungünstig frühen Nummer 3 gestartete Mauro Caviezel wurde Neunter, Niels Hintermann, Carlo Janka und Gilles Roulin landeten ausserhalb der Top 20.

Resultate WM-Abfahrt der Männer: 1. Kjetil Jansrud (NOR) 1:19,98. 2. Aksel Lund Svindal (NOR) 0,02 zurück. 3. Vincent Kriechmayr (AUT) 0,33. 4. Beat Feuz (SUI) 0,44. 5. Matthias Mayer (AUT) 0,65. 6. Dominik Paris (ITA) 0,74. 7. Benjamin Thomsen (CAN) 0,75. 8. Aleksander Kilde (NOR) 0,82. 9. Mauro Caviezel (SUI) und Bryce Bennett (USA), je 0,83. Ferner: 21. Niels Hintermann (SUI) 1,47. 35. Carlo Janka (SUI) 2,40. 36. Gilles Roulin (SUI) 2,41. - 58 Fahrer gestartet, 57 klassiert.

Wintersport

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Müller, Y. am 09.02.2019 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    von wegen Aufregung

    Alle hatten schlechte Bedingungen, nicht nur Feuz !

  • Pu am 09.02.2019 14:00 Report Diesen Beitrag melden

    Unwürdige WM

    Jede Weltcupabfahrt wäre abgesagt worden aber an der WM drückt man das Rennen durch?!

  • Hin Du am 09.02.2019 16:34 Report Diesen Beitrag melden

    Die Bedingungen waren absolut okay

    Ski fahren findet draussen statt. Die Bedingungen waren gut genug. Den Sieger hats nicht gestört, der hat sich auch nicht über miese Bedingungen beschwert.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Heinz am 09.02.2019 17:07 Report Diesen Beitrag melden

    Voll daneben

    Das ist verantwortungslos von der FIS bei solchen verhältnisen das Rennen durch zu führen.

  • Hin Du am 09.02.2019 16:34 Report Diesen Beitrag melden

    Die Bedingungen waren absolut okay

    Ski fahren findet draussen statt. Die Bedingungen waren gut genug. Den Sieger hats nicht gestört, der hat sich auch nicht über miese Bedingungen beschwert.

  • Müller, Y. am 09.02.2019 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    von wegen Aufregung

    Alle hatten schlechte Bedingungen, nicht nur Feuz !

  • Sina Anis am 09.02.2019 15:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sieger

    Ist nicht so schlimm, Beätu, wir kennen Dich, wir fanen für Dich und es kommen noch weitere Siege...

  • jc. heusser am 09.02.2019 14:34 Report Diesen Beitrag melden

    Irrigulär für eine WM!

    Die Verhältnisse sind irrigulär und einer WM nicht würdig, besonders Beat Feuz "ist der Lackierte"! Schande!