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18. Februar 2011 11:58; Akt: 18.02.2011 17:58 Print

Kellner wollte Berthods Wohnmobil

von Herbie Egli, Garmisch - Der Schweizer Marc Berthod will sich Ende Saison von seinem fahrbaren Untersatz trennen. An der Ski-WM hatte er für sein temporäres Zuhause ein Angebot bekommen.

Marc Berthod möchte sich Ende Saison von seinem temporären Zuhause trennen. (Video: 20 Minuten Online)
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Vor eineinhalb Jahren schlug Marc Berthod einen neuen Weg ein. Weil er seine Rückenprobleme nicht in den Griff bekam und das Hotelleben im Ski-Zirkus satt hatte, kaufte sich der St. Moritzer in Deutschland ein Wohnmobil für rund 100 000 Schweizer Franken. Seither zieht er so von Ort zu Ort. Die Schlafkoje ist mit einer Spezialmatratze, die nicht zu hart und nicht zu weich ist, ausgestattet. Dank dieser bekam Berthod seine Rückenprobleme in den Griff. Immer dabei ist auch sein Privattrainer Guido Suter. Bis heute sogar als Fahrer, weil Berthod die nötige Lastwagenprüfung nicht hat.

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Nun ist der Schweizer Riesenslalomspezialist wieder vermehrt mit der Mannschaft unterwegs und logiert im Hotel. Daher will er sich von seinem Gefährt trennen, wenn er einen Abnehmer findet. Ein erstes Angebot ging an der Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen ein. «Ein Kellner des Swiss-Ski-House hat mich gefragt, wie viel ich für das Wohnmobil möchte», sagt Berthod zu 20 Minuten Online. Der Preis war jedoch zu hoch und der Deal kam nicht zu stande. «Er möchte lieber ein älteres Wohnmobil, das billiger ist.»

Findet Berthod einen Käufer für sein Wohnmobil, muss er den Deal wohl oder übel ohne finanziellen Gewinn abwickeln. «Ein kleiner Abschreiber ist sicher drauf. Aber es hat schon noch etwas Wert.» Bis er sein Wohnmobil verkauft hat, wünschen wir dem Engadiner Gute Fahrt.