Slalom in Lienz

29. Dezember 2011 09:32; Akt: 29.12.2011 15:19 Print

Marlies Schild - wer sonst?

Slalomkönigin Marlies Schild gewinnt auch im Stangenwald von Lienz - vor Tina Maze und Mikaela Shiffrin. Denise Feierabend klassiert sich auf Platz 15.

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Auch im Tiroler Ski-Ort Lienz eine Klasse für sich: Marlies Schild. (Bild: Reuters/Leonhard Foeger)

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Schild lag bereits nach dem ersten Lauf deutlich vor der Slowenin, die schon vor Wochenfrist im Slalom von Flachau als Dritte auf dem Podest gestanden hatte. Für Schild war es der bereits 33. Weltcup-Sieg, der 31. im Slalom. Damit fehlen der Slalom-Weltmeisterin von Garmisch-Partenkirchen nur noch drei Erfolge, um Rekordsiegerin Vreni Schneider einzuholen. In einer anderen Statistik nun schon überholt hat Österreich die lange Zeit führende Schweiz: Das ÖSV-Team weist nun 77 Weltcupsiege in Frauen-Slaloms auf, einen mehr als Schneider, Erika Hess und Co.

Überraschend auf dem Podest stand neben Schild und Maze die Amerikanerin Mikaela Shiffrin. Mit Laufbestzeit schaffte es das erst 16-jährige Talent aus dem US-Team noch vom 12. Zwischen- auf den 3. Schlussrang. Der Slalom in Lienz war für Shiffrin erst das achte Weltcup-Rennen, das fünfte in dieser Disziplin. Shiffrin hatte allerdings schon Ende November beim Heimrennen in Aspen (USA) als Achte erstmals für Aufsehen gesorgt.

Feierabends starker erster Lauf

Aus Schweizer Sicht sorgte Denise Feierabend für den einzigen Lichtblick (15. Platz). Die 22-Jährige aus Engelberg konnte sich als einzige Schweizerin für den zweiten Durchgang qualifizieren. Und wie: Als Neunte mit 1,39 Sekunden Rückstand auf die Halbzeit-Führende Marlies Schild sorgte sie am Morgen für einen veritablen Exploit. Damit nahm die WM-Sechste von 2009 Kurs auf ihr bestes Slalom-Resultat im Weltcup.

Doch mit einem «defensiven» Finaldurchgang (nur 25. Laufzeit) fiel die Innerschweizerin noch um sechs Positionen zurück. Damit hat der 13. Rang von Mitte November 2008 in Levi (Fi) weiterhin Bestand als Feierabends bestes Ergebnis zwischen den Stangen. In diesem Winter hatte Feierabend schon zuletzt in den Slaloms von Flachau (22. Platz) und zuvor Courchevel (17.) Punkte geholt.

Weniger gut lief es Feierabends Teamkolleginnen. Lara Gut, die noch vor der ersten Zwischenzeit ausschied, konnte sich auch im vierten Slalom des Winters nicht für den zweiten Lauf qualifizieren. Wendy Holdener, in dieser Saison bisher 14. in Courchevel und 19. in Aspen (USA), verpasste mit über drei Sekunden Rückstand wie zuletzt in Flachau die Top 30. Priska Nufer, Corinne Suter und Nadja Vogel verloren gar über vier Sekunden auf Schild.

Lienz (Ö). Weltcup-Slalom der Frauen. Schlussklassement: 1. Marlies Schild (Ö) 1:51,42. 2. Tina Maze (Sln) 0,79 zurück. 3. Mikaela Shiffrin (USA) 1,30. 4. Christina Geiger (De) 1,33. 5. Kathrin Zettel (Ö) 1,44. 6. Manuela Mölgg (It) 1,73. 7. Maria Pietilä-Holmner (Sd) 1,79. 8. Veronika Zuzulova (Slk) 1,86. 9. Maria Höfl-Riesch (De) 1,99. 10. Michaela Kirchgasser (Ö) 2,07. 11. Therese Borssen (Sd) 2,15. 12. Emelie Wikström (Sd) 2,34. 13. Tanja Poutiainen (Fi) 2,52. 14. Marie-Michèle Gagnon (Ka) 2,58. 15. Denise Feierabend (Sz), Frida Hansdotter (Sd) 2,76.

Nicht für den 2. Lauf qualifiziert: 41. Wendy Holdener (Sz) 3,18. 50. Marina Nigg (Lie) 4,11. 53. Priska Nufer (Sz) 4,33. 57. Corinne Suter (Sz) 4,75. 60. Nadja Vogel (Sz) 4,98. - Ausgeschieden: u.a. Lara Gut (Sz), Julia Mancuso (USA), Nastasia Noens (Fr).

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • carmen diaz am 29.12.2011 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    ich bin da jetzt mal...

    ....ganz ehrlich. aber von lara gut kann man, abgesehen von diversen inszenierten auftritten im bezug auf kleidung und vorschriften des verbandes, kaum noch sportliche höchstleistungen erwarten. wer es vier mal nicht schafft sich für einen zweiten lauf zu qualifizieren sollte wirklich nicht im A-Kader fahren...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • carmen diaz am 29.12.2011 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    ich bin da jetzt mal...

    ....ganz ehrlich. aber von lara gut kann man, abgesehen von diversen inszenierten auftritten im bezug auf kleidung und vorschriften des verbandes, kaum noch sportliche höchstleistungen erwarten. wer es vier mal nicht schafft sich für einen zweiten lauf zu qualifizieren sollte wirklich nicht im A-Kader fahren...

    • Michael Müller am 29.12.2011 15:51 Report Diesen Beitrag melden

      Gang ehrlich

      Dann hätte Swiss-Ski schon lange keine Slalom-Fahrerinnen mehr, zudem ist Gut auch keine Slalom-Spezialistin und nicht mal die schaffen es in einen 2. Lauf

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