Der Horror geht weiter

26. Februar 2011 11:34; Akt: 27.02.2011 12:35 Print

Nadja Kamers fürchterlicher Sturz

Und wieder ein Horror-Unfall bei einem Ski-Weltcuprennen. Nadja Kamer fädelte in voller Fahrt in einem Sicherheitsnetz ein, flog meterweit durch die Luft und schlug brutal auf der harten Piste auf.

Kamers Horrorsturz (Video: SF)
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Glück und Unglück liegen im Skisport so nahe beieinander. Mit Startnummer 16 ging Nadja Kamer ins Rennen und legte eine beste Zwischenzeit hin – Sekunden später sind alle sportlichen Belange vergessen und Zuschauer wie Betreuer bangen nur noch um die Gesundheit der 24-Jährigen.

In einer Linkskurve wurde Kamer von einer Bodenwelle überrascht, die sie von der Strecke beförderte. Erst sah es danach aus, als könnte sich die Schwyzerin zurück auf die Piste retten, dann aber doch noch der Einfädler im Sicherheitsnetz. Der Rest ist blanker Horror: Meterweit fliegt die junge Schweizerin durch die Luft, knallt brutal auf die Piste – zum Glück lösten sich die Sicherheitsbindungen sofort. Minutenlang liegt Kamer regungslos im Auffangnetz. Medizinisches Personal kümmert sich um sie.

In der Folge musste die zuvor in dieser Saison beste Schweizer Abfahrerin mit dem Rettungsschlitten abtransportiert werden. Kamer erlitt eine leichte Gehirnerschütterung, multiple Prellungen sowie eine kleine Schnittverletzung unterhalb des rechten Knies. Darüber hinaus verspürte sie Schmerzen im linken Handgelenk. Die Röntgenuntersuchung im Spital in Are ergab, dass sich Kamer eventuell am Handwurzelknochen verletzt haben könnte, weshalb sie zum Ruhigstellen eine Schiene erhielt. Weitere Abklärungen erfolgen nach der Rückkehr in die Schweiz.

In diesem Jahr verunfallte der Österreicher Hans Grugger im Training zur Kitzbühel-Abfahrt schwer. Tagelang wurde er im künstlichen Koma gehalten. Er befindet sich heute auf dem Weg der Besserung.

Das schwedische Aare scheint den Schweizern kein Glück zu bringen. Im letzten Dezember wurden bei einem Verkehrsunfall mit dem Teambus drei Trainer des Schweizer Ski-Nationalkaders zum Teil schwer verletzt, darunter der ehemalige Weltcupfahrer Steve Locher.

(tog/sda)