Snowboard

21. Dezember 2018 08:13; Akt: 21.12.2018 17:39 Print

Podladtchikov stürzt schwer – die Diagnose

Der Schweizer Snowboarder kehrt nach elf Monaten zurück in die Halfpipe – und wird mit dem Rettungsschlitten abtransportiert.

Aufprall auf der Kante und dann mit dem Kopf voran in die Pipe: Iouri Podladtchikovs Comeback missglückt im Final. (Video: SRF)
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Snowboarder Iouri Podladtchikov wird die Verletzungshexe nicht los. Elf Monate nach dem schweren Sturz an den X-Games in Aspen, der ihn den Olympiastart kostete, schlug Podladtchikov auch beim Comeback in China gleich wieder hart auf.

Es passierte im ersten Lauf des Finals beim vierten Trick. Der 30-jährige Zürcher, Olympiasieger 2014 in Sotschi, wurde von einer starken Windböe aus der Halfpipe getrieben. Iouri Podladtchikov landete mit den Füssen ausserhalb der Pipe, daraufhin schlug er mit dem Oberkörper hart auf. Podladtchikov versuchte noch aufzustehen, musste aber mit dem Rettungsschlitten abtransportiert werden.

Podladtchikov zog sich genau die gleichen Verletzungen zu wie am 28. Januar 2018 in Aspen: Nasenbeinbruch, Gehirnerschütterung, ausserdem Prellungen an der Hüfte und der linken Schulter. Für weitere Untersuchungen kehrt er umgehend in die Schweiz zurück.

«2018 wollte mir noch eine gebrochene Nase verpassen.» Podladtchikov nimmts mit Humor. Bild: Instagram

Zum dritten Mal innerhalb von 21 Monaten stürzte Iouri Podladtchikov schwer. Vor dem Unfall an den X-Games verletzte er sich Ende März 2017 in der Sierra Nevada. Der Kreuzbandriss stellte schon damals die Olympiavorbereitung in Frage. Doch Podladtchikov kämpfte sich bravourös zurück: Am 20. Januar 2018, einen Monat vor dem Olympia-Event, feierte er in Laax den letzten Weltcupsieg. In China startete Podladtchikov seither erstmals wieder im Weltcup.

Und trotz seines Sturzes vergisst er den Sieger des Springens nicht. Bild: Instagram

Podladtchikovs Verletzung überschattete den ersten Weltcupsieg des 24-jährigen Jan Scherrer vom Skiclub Davos. Scherrer hatte schon am Mittwoch in der Qualifikation die Bestnote erreicht. Gewonnen hatte der Ostschweizer zuvor nur im Europacup, zuletzt im März 2018 in Laax. Im Weltcup schaffte es Scherrer zum dritten Mal aufs Podest, wobei die ersten beiden Topklassierungen vier und sieben Jahre zurückliegen. «Mein Ziel war das Podest», so Scherrer. «Bereits im Training gelangen mir Tricks wie noch nie. Da wusste ich, wie viel drin liegen kann, wenn ich meinen Run stehe.»

Scherrer, Neunter im Februar an den Winterspielen von Pyeongchang, bewies mentale Stärke. Denn Iouri Podladtchikov startete und stürzte unmittelbar vor Scherrers erstem Finaldurchgang. Das sei keine einfache Situation gewesen. «Ich musste versuchen, wegzustecken, was Iouri (Podladtchikov) direkt vor mir passiert ist. Es gelang mir, alles auszublenden.»

Bei den Frauen musste sich Verena Rohrer nur der Chinesin Xuetong Cai geschlagen geben. Für die 22-jährige Schwyzerin war es der erste Weltcup-Podestplatz der Karriere.

Podladtchikov stürzt schwer

Wintersport

(mro)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bixy am 21.12.2018 08:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles Gute!

    "Alles Gute Podi!" Sieg und Ruhm sind zweitrangig, viel wichtiger ist, dass hoffentlich keine schwerwiegende Verletzungen und keine Folgen auftreten.

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  • Abi Hess am 21.12.2018 09:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann ist Schluss?

    Gute Genesung Podi! Hoffentlich ist das Pech endlich vorbei!

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  • Paul am 21.12.2018 08:49 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Besserung

    wenigstens hat er 90.- beim tanken gespart. Spass beiseite: gute besserung!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • frankyBoy am 24.12.2018 16:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    "noch besser+härter"

    Jetzt wirst Du noch härter, mit viel Zuversicht. Gute Besserung.. komm bald zurück. Wir drücken Dir die Daumen.

  • B.Urton am 22.12.2018 06:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    OMG

    Er ist ein unglaublicher Kämpfer und Sportsmann, und jeder hatte sich für ihn gefreut, als es hiess, dass er zurück in die Tour und in die Pipe konnte...und dann das...!!! Schrecklich !!! ... Alles Gute Juri

  • Streichler am 22.12.2018 05:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich kann es mir nicht mehr ansehen

    Hoffentlich hört er auf zu Snowboarden! Jedesmal diese Fernsehreportagen wo der danach Ruhezeit verordnet bekommt und man bei Interviews sieht dass er immernoch müde und erschöpft ist und ein Jahr später zerschlägt er sich schon wieder den Kopf! Er wollte doch immerschon Musik machen!

  • Könu am 21.12.2018 21:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Respekt

    Ich frage mich immer, wie übt man solche Sprünge, da bricht man sich doch hundertmal das Genick. Nichts für mich, aber trotzdem gute Besserung!

    • bilou am 21.12.2018 23:17 Report Diesen Beitrag melden

      verschieden

      in laax hat es einen kicker wo man auf einer mit luft gefüllten matte landet, dann gibt es noch mit rampe ins wasser oder mit trampolin in schaumstoff-klötze

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  • EGAL am 21.12.2018 21:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    das Leben

    Wie sagt man so schön ein Unglück kommt selten allein, Pech für Podi ist nun mal so , hat alles seine Gründe und das muss er akzeptieren, wünsche ihm die beste Genesung , kommt schon wieder Kopf hoch!!!