Männer-Chef

17. März 2011 22:49; Akt: 17.03.2011 22:49 Print

Rufener zum Abschied reich beschenkt

von Marcel Allemann - Die letzten Funksprüche, das letzte Mal an vorderster Front. Nach sieben Jahren nimmt Männer-Chef Martin Rufener (52) an diesem Wochenende den Hut.

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Männer-Cheftrainer Martin Rufener hebt künftig mit Swiss Jet ab. (Key)

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Es werde am Ende sicher auch Wehmut im Spiel sein, sagt Rufener: «Aber ich konnte mich etappenweise darauf vorbereiten, wusste an jeder Weltcupstation, dass es nun das letzte Mal sein wird.» Im Dezember 2010 wurde bekannt, dass Rufener seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängert und stattdessen Geschäftsführer beim Flugunternehmen Swiss Jet wird. Die Trennung erfolgte nicht ohne Nebengeräusche. Zwischen ihm und Urs Lehmann, dem Präsidenten von Swiss Ski, ging es via Medien phasenweise hoch zu und her, bevor man sich schliesslich wieder zu einer Interessengemeinschaft bis zum Saisonende zusammenraufte.

Fakt ist: Mit Rufener verliert Swiss Ski einen charismatischen Macher, sein Nachfolger Osi Inglin begibt sich in sehr grosse Fussstapfen. Rufener kam 2004, als das Männerteam am Boden war, und leitete eine erfolgreiche Zeit mit den Höhepunkten WM 2009 in Val d’Isère (4 Männer-Medaillen) und Olympia 2010 in Vancouver (Gold für Défago und Janka) ein. «Ich würde nie behaupten, dass ich perfekt war, aber ich habe stets versucht, meinen Job perfekt auszuüben», sagt Rufener über sich.

Für seinen Abschied hatte sich der Berner Oberländer beim Weltcup-Finale auf der Lenzerheide «ein gutes Abschneiden» gewünscht. Und er wurde einmal mehr reich beschenkt von Didier Cuche, der sich nach der kleinen Kristallkugel in der Abfahrt kampflos auch die kleine Kristallkugel im Super-G sicherte.

Es waren die letzten beiden grossen Highlights, die auch abschliessend dafür sorgen, dass die Ära Rufener als Erfolgsgeschichte in Erinnerung bleibt.