Triumph in der Heimat

10. März 2019 10:34; Akt: 10.03.2019 12:36 Print

Schweizer Schaulaufen im Engadin

Am 51. Engadin Skimarathon gibt es durch Dario Cologna und Nathalie von Siebenthal bei den Männern und den Frauen Schweizer Siege.

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Dario Cologna setzte einen Tag vor seinem 33. Geburtstag in seiner Heimat ein weiteres Markenzeichen. Der vierfache Olympiasieger gewann den Engadin Skimarathon zum vierten Mal. Mit Ausnahme der ersten Kilometer über die Oberengadiner Seen hielt sich der Münstertaler stets in den vordersten Positionen auf. So trug er massgeblich dazu bei, dass sich eine Achtergruppe im Stazerwald atypisch früh vom grossen Feld lösen konnte.

Weil die Spitzengruppe fortan hervorragend harmonierte, machte das Oktett auf den letzten paar hundert Metern den Sieg unter sich aus. «Aufgrund der Zusammensetzung rechnete ich mir im Sprint gute Chancen aus», sagte Cologna. Seinem Antritt im Anstieg zur Zielkurve und seinem Beschleunigungsvermögen auf der ebenen Zielgeraden war niemand gewachsen.

Cologna siegte drei Zehntel vor dem Franzosen Jean-Marc Gaillard und fünf vor dem Norweger Anders Glöersen, dem Sieger von 2014. Hinter Clément Parisse, einem weiteren der starken Franzosen, holte der junge Davoser Cédric Steiner den 5.Platz. Sie alle waren innert einer Sekunde klassiert. Mit den 1:22:23 Stunden verbesserte Cologna den Streckenrekord des Olympiasiegers von 2002 und ehemaligen Schweizer Nationaltrainers Tor Arne Hetland um knapp zwei Minuten.

«Ein schnelles Rennen war mir wichtig und kam mir entgegen», erklärte Cologna. Aufgrund der eisigen Unterlage auf der zweiten Streckenhälfte war diese Voraussetzung gegeben. Cologna wäre dies fast zum Verhängnis geworden. Bei einem Sturz bei Kilometer 35 erlebte er einen kurzen Schreckmoment. Seiner Routine verdankte er sein schnelles Umstellen auf die neue Situation: «Ich verstand es, ruhig zu bleiben und die Nerven nicht zu verlieren.» Rasch war er zurück in der Gruppe und damit schnell wieder der klare Favorit.

Von Siebenthals perfektes Rennen

Im Vergleich zu den bisherigen Austragungen starteten in diesem Jahr die Elite-Frauen fünf Minuten vor den Männern. Nur Vorteile sahen darin aber weder sie noch die Männer. «Das Rennen wurde unruhiger», stellte Cologna fest und beschrieb den Augenblick des Zusammenschlusses just beim Anstieg zur Sprungschanze in St. Moritz. Die WM-Siebte Nathalie von Siebenthal pflichtete ihm bei: «Es wurde hektisch, weil das Tempo anzog.»

Von Siebenthal verstand es aber bestens, damit umzugehen. Im Männersog verabschiedete sie sich im Stazerwald von der Konkurrenz. Als sie aber in der Ebene um Samedan den Anschluss an die Männergruppe einbüsste, war sie wieder allein. Die Norwegerin Astrid Öyre Slind schloss praktisch wieder auf. Dank eines «weiteren Männer-Schnellzugs» konnte sie aber wieder wegziehen. Im Ziel verfügte sie über einen beruhigenden Vorsprung von 59 Sekunden. «Ein toller Erfolg mit grossem Prestige, ein perfektes Rennen», kommentierte die Berner Oberländerin ihre Engadiner-Premiere.

Wintersport

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ara am 10.03.2019 11:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratulation

    Gratulation, immerhin noch den Engadiner gewonnen.

  • Tom2937 am 10.03.2019 11:19 Report Diesen Beitrag melden

    Gratulation

    Swiss Power am Engadiner - Super gemacht!

  • Spaniel am 10.03.2019 11:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herzlichen Glückwunsch

    Gratulation den beiden Sportlern.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Rester am 10.03.2019 18:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Umwelt?

    14000 Leute im hintersten Ecken der Schweiz. Solche Veranstaltungen sollten in Zeiten von Freitagsdemos Ersatzlos gestrichen werden. Irgendwo muss man ja anfangen.

    • Marathonläuferin am 10.03.2019 19:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Rester

      Dann waren Sie noch nie dabei!!!

    einklappen einklappen
  • Bringt Mal am 10.03.2019 16:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was richtig tolles

    Doppel-Olympiasieger Friedrich rast im Eiskanal von Rekord zu Rekord - trotz Verletzung. Mit seinem WM-Titel im Viererbob ist er seit 2017 ungeschlagen. Nun schafft er als erster Pilot der Welt den Hattrick mit drei Doubles in Serie.

  • Fritzli am 10.03.2019 13:40 Report Diesen Beitrag melden

    Super Resultat!

    Besonders freut es mich für Nathalie von Siebenthal, sie hatte nicht unbedingt eine befriedigende Saison. Heute hat sie gezeigt, dass sie Weltspitze ist. Auch für Dario Cologna war es eine Superleistung und auch er gehört zu den besseren!

  • Lang Lauf am 10.03.2019 13:32 Report Diesen Beitrag melden

    Gratulation

    den Spitzenläufern - aber dabei all diejenigen nicht vergessen, die unter der Woche einem « gewöhnlichen » Beruf nachgehen und nicht Profisportler sind und trotzdem Spitzenzeiten vorzuweisen haben! Der Engadiner ist in erster Linie ein Volkslauf.

  • Barbara am 10.03.2019 13:22 Report Diesen Beitrag melden

    am 11. März geborene

    haben nicht immer die gleichen Chancen. Er gewinnt den Engadiner-Marathon und ich muss viel üben, damit ich wieder alleine spazieren kann. Die Motivation ist doch dieselbe, dass man mit innerer Kraft etwas schafft. Herzliche Gratulation.