Super-G Lake Louise

02. Dezember 2018 19:13; Akt: 02.12.2018 20:55 Print

Shiffrin in eigener Liga, Gut-Behrami überzeugt

Mikaela Shiffrin gewinnt erstmals einen Super-G und schafft Historisches. Lara Gut-Behrami gelingt eine Reaktion auf die schlechten Abfahrten.

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Mikaela Shiffrin hat ein weiteres Stück Skigeschichte geschrieben. Die erst 23-jährige Amerikanerin gewann in Lake Louise den Super-G und hat damit als siebte Athletin in den fünf klassischen Alpin-Disziplinen triumphiert.

Shiffrin, die erst seit letzter Saison regelmässig Speeddisziplinen bestreitet, gelang eine nahezu perfekte Fahrt. Sie setzte sich im dritten Rennen innert drei Tagen im kanadischen Skiort mit deutlichem Vorsprung vor der Norwegerin Ragnhild Mowinckel und der Deutschen Viktoria Rebensburg durch. Die Reserve bei ihrem 46. Weltcupsieg betrug 77 Hundertstel und mehr. In Lake Louise hatte Shiffrin vor einem Jahr schon in der Abfahrt ihren ersten Sieg realisiert.

Gut-Behrami fehlen 15 Hundertstel aufs Podest

Die Schweizerinnen schnitten relativ bescheiden ab. Beste Swiss-Ski-Fahrerin war Lara Gut-Behrami als Achte. Der dreifachen Super-G-Siegerin von Lake Louise und Vorjahreszweiten gelang damit eine deutliche Steigerung nach den mässigen Abfahrten, in denen sie sich mit den Plätzen 14 und 32 hatte begnügen müssen. Zum Podest fehlten der Tessinerin 15 Hundertstel. Mehr als diese kleine Hypothek handelte sie sich weit oben ein, als sie eine Welle übersah.

Michelle Gisin wurde nach den beiden Abfahrts-Podestplätzen an den Vortagen Vierzehnte. Die Engelbergerin befand sich im oberen Teil noch auf Podestkurs, büsste unten wegen eines zu weit geratenen Sprungs Tempo und Zeit ein. Corinne Suter und Joana Hählen folgten auf den Plätzen 19 und 21. Punkte gab es auch noch für Jasmine Flury (26.) und Priska Nufer (29.).

Lindsey Vonns Erbin?

Mit ihrem ersten Sieg im Super-G schloss Shiffrin in den illustren Kreis der besten Allrounderinnen auf. Vor der immer vielseitiger werdenden Slalom-Dominatorin hatten erst Petra Kronberger, Pernilla Wiberg, Janica Kostelic, Anja Pärson, Lindsey Vonn und Tina Maze das Kunststück fertig gebracht, in Slalom, Riesenslalom, Super-G, Abfahrt und Kombination zu gewinnen. Shiffrin gewann zusätzlich auch bereits in den Disziplinen Parallelslalom und City Events, die in Zukunft im Weltcup-Kalender auch forciert werden sollen.

In Lake Louise könnte die Amerikanerin angesichts ihrer immer stärkeren Leistungen in den Speeddisziplinen das Erbe von Lindsey Vonn antreten. In Abwesenheit ihrer verletzten Landsfrau feierte Shiffrin auf der Frauenstrecke, die künftig «Lake Lindsey Way» heisst, ihren zweiten Sieg. Zwar dürfte Vonns Marke von 18 Siegen an ihrem Lieblingsort schwer zu erreichen sein. Während sich die 34-jährige Rekordsiegerin im nächsten Jahr an dieser Stelle von der Weltcup-Bühne verabschieden wird, hat die elf Jahre jüngere Shiffrin aber noch eine lange Zeit vor sich, sofern sie gesund bleibt und die Lust nicht verliert.

Wintersport

(var/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Leandro am 02.12.2018 20:14 Report Diesen Beitrag melden

    Gut wie immer nicht gut genug

    Wenn man bei einer Fahrerin titelt "Gut-Behrami überzeugt" und es sich dabei um deren Spezialdisziplin handelt und sie dann auch nur gerade mal aktuell 10. ist, dann muss man sich schon fragen ob das noch Journalismus oder gekaufte Werbung des Gut-Teams ist! Das ist komplettes Versagen. Sogar Nachwuchsfahrerinnen sind viel weiter vorne.

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  • Linda die Echte am 02.12.2018 20:03 Report Diesen Beitrag melden

    Überzeugt?

    Ich weis nicht wo diese da überzeugt hat, wenn man ungefähr 1 Sekunde auf die erste verliert, ist das eher nicht möglich.

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  • j.h. am 02.12.2018 20:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    super Mika

    Super Mikaela Shiffrin. Wow, Siege in allen Disziplien. Einfach genial wie sie auf den Skiern steht. Unglaublich das Geschrei in den Medien weil Lara Gut Behrami in die top 10 fuhr. Es war der erste SuperG und im Gegensatz zu ihr sind die Gegnerinnen am kommen

Die neusten Leser-Kommentare

  • frankyBoy am 04.12.2018 19:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    "MissSuperSki"

    Ein Sympathisches Ausnahmetalent. Sie wird noch einiges erreichen in den kommenden Jahren. SUPER Mikaela.!

  • Ara am 03.12.2018 19:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sie ist die beste....

    Solch ein Ausnahme Talent zu sein wie Shiffrin, davon träumen unsere Schweizerinnen!

  • mm am 03.12.2018 17:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leistungsdichte

    Ohne die Leistung von Shiffrin zu schmälern, denn dies ist ohnehin eine fantastische Leistung, habe ich das Gefühl das die Leistungsdichte bei den Frauen um einiges tiefer ist als bei den Männern. Schade das es diese Tendenz gibt. Somit ist es für Shiffrin auch einfacher in verschiedenen Disziplinen zu den schnellsten zu gehören.

  • Kein Druck! am 03.12.2018 13:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Plätzli gesucht:

    Wäre GUT bei den Österreicher, müsste sie die Resultate bringen oder weg vom Fenster wäre sie nach diesen 5 Rennen. Dort drücken andere 10 Athleten auf einen Platz, aber in der Schweiz hat man immer ein warmes Plätzli. Dass sie nicht im Allgemein-Team sich arrangieren kann, zeigt ja ihre Team-Unfähigkeit!

  • Linda die Echte am 03.12.2018 09:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was mich erstaunt

    ist das LG mehrheitlich mit ihrem Vater trainiert und nicht mit der Mannschaft. Warum akzeptiert das der Verband und spricht da nicht ein Machtwort. Immer diese extra Zügli der Familie Gut.

    • Margirt Aegerter am 03.12.2018 10:23 Report Diesen Beitrag melden

      Eigenständigkeit

      SwissSki ist ein Haifischbecken und wirklich nicht gut für jede AthletIn. Für SwissSki braucht es immer noch Vitamin B und das bringt die LG momentan zuwenig. LG wird aus Neid und aber auch wegen ihrer Divenhaftigkeit nur akzeptiert, solange sie wirklich topResultate liefert. Wenn sie das Geld hat für eigenes Training, soll ihr das auch erlaubt sein. So kann sie auch zickig bleiben, wie sie mag. Es gibt Sportler, die ohne starres Korsett von SwissSki grösser geworden wären. Aber den Meisten fehlten die Mittel.

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