Federica Brignone

21. Februar 2020 07:42; Akt: 21.02.2020 11:05 Print

Italiens Skistar kämpft für den Umweltschutz

von Philipp Rindlisbacher - Skifahrerin Federica Brignone ist Umweltaktivistin – und vielleicht bald Gesamtweltcupsiegerin.

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Alle sprechen von Mikaela Shiffrin, manche noch über deren Slalom-Duell mit Petra Vlhova. Aber kaum einer von Federica Brignone. Dabei ist die Italienerin drauf und dran, Grosses zu erreichen.

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Brignone liegt im Gesamtweltcup auf Platz 2, nur noch 113 Punkte hinter Shiffrin, die nach dem Tod ihres Vaters auch die Rennen in Crans-Montana (21.-23. Februar) auslässt. Die vierfache Saisonsiegerin Brignone dürfte nach den zwei Abfahrten und der Kombination im Wallis vorne liegen.

Mit ihren Erfolgen ist Brignone selbst in italienischen Medien ein Thema geworden, in welchen nach Fussball vor allem Fussball, Fussball und Fussball dominieren. Den Bekanntheitsgrad will sie nutzen, um die Gesellschaft wachzurütteln.

In Skimontur ins Meer

Die 29-Jährige setzt sich für den Umweltschutz ein, hat mit «Traiettorie Liquide» ein Projekt initiiert, dessen Ziel es ist, Menschen für den Wert von sauberem Wasser zu sensibilisieren. Mehrmals sprang sie in Skimontur ins Meer, mit den Bildern will sie aufzeigen, wie Meerestiere wegen des Abfalls am Plastik ersticken. «Wir sind verpflichtet, die Schönheit der Ozeane zu bewahren», sagt Brignone. «Die Zerbrechlichkeit des Planeten und die Nachhaltigkeit der Umwelt hängen zunehmend von Entscheiden ab, die wir treffen.»

Die Olympia-Dritte von Pyeongchang im Riesenslalom hält Vorträge an Schulen, hilft bei Strandsäuberungen und tauchte schon in den Gardasee um Abfall zu sammeln. Wobei Brignone damit umgehen kann, wenn ihr Doppelmoral vorgeworfen wird. Der Skiweltcup mit all seinen Begleiterscheinungen ist nicht eben umweltfreundlich.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter Müller am 21.02.2020 09:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Umweltschutz

    Frau Brignone schwimmt nun ebenfalls auf (hier unter) der Welle unserer Skigirls. Irgendwie verständlich, bringt es doch gutes Geld. Etwas störend ist der Umstand, dass es ausgerechnet Sportlerinnen sind, die eine Sportart ausüben, welche enorm Recourcen verbrauchen. So müssen So müssen Pisten mit riesigen Energieaufwand hergerichtet werden, die Sportlerinnen fliegen mit dem ganzen Tross von Ort zu Ort. Da kommen mir die Aktionen doch mehr als heuchlerisch und kommerziellen vor.

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  • Toni T. am 21.02.2020 09:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erinnerungen werden wach

    Erinnert mich stark an die TV-Werbung von Wendy Holdener. Die Filmcrew mitsamt Wendy werden mit Hubschrauber auf einen Gletscher gefolgen. Von dort oben teilt sie uns dann mit, dass wir doch alle die Natur retten sollen. Gut gemeint, ist das Gegenteil von gut gemacht.

  • Peter S. am 21.02.2020 10:26 Report Diesen Beitrag melden

    Heuchlerin

    Skirennfahrerin und Klimaaktivstin schliessen sich gegenseitig aus. Hier macht eine auf Heuchelei, für das Klima sein aber doch noch sehr viel Geld mit einer sehr klimaschädlichen Sportart verdienen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Grande Largo Botanico en las pantalones am 21.02.2020 14:49 Report Diesen Beitrag melden

    Hm. Mit der würde ich

    auch mal Skifahren. Auch wenn es nur Wasserskifahren wäre.

  • abartig am 21.02.2020 14:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Heuchlerei

    Doppelmoral pur. So kommen Prominente und Möchtegern-Prominente in die Medien. Selbst aber die grüssten Umweltbelaster. Es gibt sehr viele solche Heuchler.

  • Patrick am 21.02.2020 12:35 Report Diesen Beitrag melden

    Soll das ein Witz sein?

    Für den Skiweltcup, inkl. Begleittross, um die Welt fliegen, und dafür im Gegenzug ein bisschen für weniger Plastik einstehen? Ich lach mich schlapp.

  • Sony am 21.02.2020 12:27 Report Diesen Beitrag melden

    irgendwie schitzophren

    Wie viele Wälder mussten für Pisten drauf gehen...

  • Ephraim Lercher am 21.02.2020 11:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    fragen

    Heisst das, in Zukunft werden Ski wieder aus Holz gemacht und die Zuschauer reisen zu Fuss an die Sportveranstaltungen?

    • Fragezeichen am 21.02.2020 12:07 Report Diesen Beitrag melden

      @ephraim

      ja klar, heute können wir ja nur noch übertreiben und müssen ja radikal sein oder?

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