Party in Are

12. Februar 2019 11:11; Akt: 12.02.2019 13:36 Print

Lindsey Vonn feiert wild ihr Karriere-Ende

von A. Klein, Are - Gleich nach dem Rücktritt lässt es Lindsey Vonn krachen. Und sie sagt, dass sie sich vor der Zeit nach dem Profisport nicht fürchtet.

Lindsey Vonn freut sich auf die Zeit nach der Profikarriere. (Video: heute.at)
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Beats von Beyoncé, Jay-Z und Eminem wummern aus den Boxen. Auf dem Dancefloor des Country Club in Are wird getanzt, als gäbe es kein Morgen. Lindsey Vonn packt bei ihrer Abschiedsparty trotz kaputten Knien ihre gewagten Moves aus. Bei «Macarena» geht Vonn tief in die kaputten Knie. Sie halten – auf der Tanzfläche genauso wie neun Stunden zuvor bei ihrer Bronzemedaille in der Abfahrt.


Video: heute.at

«Ich wollte nur nicht wie im Super-G im Zaun enden», verriet sie. «Es war ein Kampf mit mir zwischen Risiko und Angst.» Vonn war am Limit. Wieder einmal. «Jeder kennt meine Mentalität. Ich riskiere immer alles. Das ist der Grund, warum ich so viel gewonnen habe, so oft gestürzt bin und so oft verletzt war.»

«Jetzt bin ich wieder jung»

«Ich hatte beim Fahren das Gefühl, dass meine Knochen aufeinander reiben.» Gold trauerte sie bei der Party keine Sekunde nach. «Und es fällt mir schwer, das zu sagen», sagte Vonn. «Aber mein Körper erlaubt es mir nicht mehr, so zu fahren, wie ich will. Was ich in der Abfahrt gezeigt habe, ist das Beste, was ich tun konnte. Ich bin dankbar.»

Vor der Zeit nach der Ski-Karriere fürchtet sie sich nicht. «Ich habe mich lange vor einem Leben ohne Ski gefürchtet», gab sie offen zu. «Jetzt bin ich glücklich und nicht nervös, sondern einfach aufgeregt. Das Schönste ist, in der echten Welt bin ich noch ziemlich jung. Im Sport habe ich mich zuletzt schon alt gefühlt. Jetzt bin ich wieder jung.»

Eine Botschaft für ihre Ex-Rivalinnen hatte sie noch. «Es geht nicht nur um Erfolg, sondern darum, alles zu tun, um ihn zu promoten. Das ist der Job als Athlet.» Lindsey ist positiv gestimmt: «Der Sport wird ohne mich nicht solche Probleme haben wie die Leichtathletik ohne Usain Bolt.»

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