Riesenslalom in Adelboden

11. Januar 2020 13:19; Akt: 11.01.2020 18:58 Print

Und wieder ein Schweizer Debakel

Die Schweizer Riesenslalom-Fahrer enttäuschen in Adelboden schwer. Es siegt der Slowene Zan Kranjec.

Hier vergibt Loïc Meillard das erste Schweizer Podest in Adelboden seit 2008: Er fällt im Riesenslalom vom dritten auf den 17. Schlussrang zurück. (Quelle: SRF)
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Und wieder nichts. Und wieder ein Debakel. Und wieder eine schallende Ohrfeige. Adelboden ist, wenn die Schweizer hinterherfahren. Und wie sie das taten im Riesenslalom: 17. Loïc Meillard, 20. Daniele Sette, 22. Cédric Noger, 24. Justin Murisier. Die Stimmung nach Meillards Fahrt war im zweiten Lauf in etwa so, als hätte jemand dem DJ an einer Party den Stecker gezogen. Dabei hatte Meillard nach halbem Pensum noch auf Rang 3 gelegen, mit gerade mal 11 Hundertsteln Rückstand auf den Führenden Luca de Aliprandini, den Freund von Michelle Gisin.

Geschlagene Schweizer im Riesenslalom von Adelboden

Wie den Schweizern war letztlich aber auch de Aliprandini zum Heulen zu Mute. Weil er im zweiten Lauf mit bester Zwischenzeit ausrutschte und leer ausging. Auf dem Podest standen vier andere: Der Slowene Zan Kranjec siegte vor Filip Zubcic aus Kroatien sowie den zeitgleichen Henrik Kristoffersen (NOR) und Victor Muffat-Jeandet (FRA). Kranjec ist die Konstante schlechthin in dieser Saison: In vier Riesenslaloms ist er nie schlechter als Vierter geworden. Er führt nun auch die Disziplinenwertung an. «Es war immer mein Traum, diesen Klassiker einmal zu gewinnen», meinte Kranjec, «wahrscheinlich bin ich in der Form meines Lebens».

Hundertstel-Krimi im ersten Lauf

Spektakulär verlaufen war der erste Lauf. Fünf Fahrer mit Nummern über 50 qualifizierten sich für die Endausmarchung, die Piste hielt ausgezeichnet, was doch überraschte. Noch am Freitag hatte Murisier die Strecke respektive deren Zustand heftig kritisiert. Nicht zuletzt wegen der vergleichsweise einfachen Kurssetzung waren die Abstände gering, gleich 19 Fahrer klassierten sich innert einer Sekunde, die ersten 5 lagen innert 13 Hundertsteln. Eine grosse Chance verpasste Gino Caviezel: Der formstarke Bündner schied im ersten Durchgang mit bester Zwischenzeit drei Tore vor dem Ziel aus.

Resultate: 1. Zan Kranjec (SLO) 2:27,90. 2. Filip Zubcic (CRO) 0,29 zurück. 3. Henrik Kristoffersen (NOR) und Victor Muffat-Jeandet (FRA) je 0,64. 5. Aleksander Kilde (NOR) 0,66. 6. Roland Leitinger (AUT) 0,91. 7. Ted Ligety (USA) 0,95. 8. Mathieu Faivre (FRA) 1,01. 9. Fabian Solheim (NOR) 1,19. 10. Alexis Pinturault (FRA) 1,21. – Ferner: 14. Giovanni Borsotti (ITA) 1,51. 17. Loïc Meillard (SUI) 1,97. 19. Daniele Sette (SUI) 2,34. 21. Cédric Noger (SUI) 2,61. 23. Justin Murisier (SUI) 3,21.

Stand im Riesenslalom-Weltcup (4/9): 1. Kranjec 270. 2. Kristoffersen 253. 3. Pinturault 172. 4. Tommy Ford (USA) und Mathieu Faivre (FRA) je 161. 6. Filip Zubcic (CRO) 138. – Ferner: 13. Gino Caviezel (SUI) 72. 16. Odermatt 65. 19. Murisier 58. 22. Meillard 51. 28. Noger 28.

Wintersport

(phr)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Maler49 am 11.01.2020 14:23 Report Diesen Beitrag melden

    Nix hopp, enttäuschend

    Das war gar nichts in Lauf 2, nada, enttäuschend

  • Daniel Ming am 11.01.2020 15:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kopf nicht hängen lassen

    Egal das Leben geht weiter

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  • Guguserli am 11.01.2020 14:50 Report Diesen Beitrag melden

    Genau so ist es

    Zuerst sollte man immer den 2. Lauf sehen und um zu sehen wer gewinnt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Adelboden am 12.01.2020 07:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hauptsache saufen

    Das interessiert die Zuschauen sowieso nicht ob ein Schweizer gewinnt. Hauptsache der Alkohol fliesst und da bleibt auch sehr oft der Anstand zu Hause, leider.

  • Ganjaflash am 11.01.2020 23:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • Dan am 11.01.2020 20:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie immer

    Ach Leute, habt ihr was anderes erwartet. Schleichen der Elite hinterher, können nicht mit Druck umgehen und sind genügsam (geworden). Unglaublich.

  • S.Epp am 11.01.2020 20:41 Report Diesen Beitrag melden

    RS ist langweilig

    Riesen ist langweilig zum zuschauen, alle anderen Disziplinen sind spannender. Ausserdem ist es doch egal wenn die Männer mal failen, die Frauen richten es schon.

    • Jürg am 11.01.2020 20:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @S.Epp

      Es ist nicht mehr die alte Zeit wo die Männer und die Frauen noch Podeste Fahrer Fahrerinnen hatten Tendenz abnehmend

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  • @Nörgler am 11.01.2020 20:27 Report Diesen Beitrag melden

    Auch die anderen sind Profis

    Machts doch besser!