Vierschanzentournee

06. Januar 2016 17:29; Akt: 06.01.2016 20:02 Print

Versöhnlicher Abschluss von Ammann

Simon Ammann springt in Bischofshofen auf den achten Rang. Damit beendet der Toggenburger die Vierschanzen-Tournee ermutigend.

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Simon Ammann kehrt an die Stätte seines bösen Sturzes zurück und überzeugt. Der Toggenburger zeigt zwei gute Sprünge und wird in Bischofshofen Achter. Die Vierschanzentournee beendet der vierfache Olympiasieger auf dem elften Rang, Der Slowene Peter Prevc fliegt auch in Bischofshofen am weitesten. Er gewinnt das Springen und die Tournee souverän. Kein Exploit sondern eine Enttäuschung für Simon Ammann: Beim dritten Springen der Vierschanzentournee in Innsbruck wird der Toggenburger nur 22. Der Slowene Peter Prevc gewinnt das Springen souverän. Zweiter wird der Deutsche Severin Freund. Simon Ammann (Bild) qualifiziert sich für das Springen in Innsbruck. Auch mit dabei sind Killian Peier und Luca Egloff. Die Quali gewonnen hat der Österreicher Michael Hayböck. Simon Ammann wird seiner Favoritenrolle gerecht. Er setzt sich im K.o.-Duell gegen Gregor Deschwanden durch und zieht beim Neujahrsspringen in den Final ein. Am Ende reicht es für Ammann aber wieder nicht für die Top 10, der Toggenburger wird 13. Den Sieg in Garmisch holt sich Peter Prevc. Der Slowene gewinnt mit Sprüngen auf 133,5 und 136 m überlegen und übernimmt zugleich die Führung im Gesamtklassement. Das ist bestimmt nicht nach dem Gusto Simon Ammanns: Der Ostschweizer muss im K.o.-Duell in Garmisch gegen seinen Teamkollegen antreten. Ammann kämpft gegen Gregor Deschwanden um den Finaleinzug beim Neujahrsspringen. Ammann steigt als klarer Favorit in den Zweikampf. Nutzte den Windvorteil: Severin Freund bejubelt seinen Triumph. Simon Ammann landete auf Platz 12. Gregor Deschwanden enttäuschte und klassierte sich auf Platz 37. Ein glücklicher Renndirektor Walter Hofer sieht anders aus. Wegen eines Stromausfalls, der weite Teile der Allgäuer Gemeinde lahmlegte, wurde der zweite Trainingsdurchgang am späten Montagnachmittag gestrichen, die Qualifikation für das erste Tournee-Springen auf der Schattenbergschanze begann mit leichter Verzögerung. So sah dann aber der Blick während der Quali von oben in die Erdinger Arena aus. Simon Ammann (Bild) belegte in dieser dann mit 130,5 m Rang 15. Gregor Deschwandens Leistung hingegen fiel mit Platz 34 (120 m) bescheiden aus. Der Schweizer sah mehr oder weniger zufrieden aus. Peter Prevc sicherte sich den Tagessieg.

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Peter Prevc gewinnt erstmals die Vierschanzentournee. Der 23-Jährige siegt auch beim vierten Springen in Bischofshofen und entscheidet so das erste Saisonhighlight auf überlegene Weise für sich. Prevc, der zweite slowenische Sieger nach Primoz Peterka (1997) bei der prestigeträchtigen deutsch-österreichische Tournee, stand nach allen vier Springen auf dem Podest – in Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck wie in Bischofshofen als Sieger. Zum Auftakt in Oberstdorf, als er Dritter geworden war, war er im Finaldurchgang durch die wechselnden Windverhältnisse benachteiligt worden.

Prevc ist der 15. Springer, der als Gesamtsieger mindestens auf drei der vier Schanzen gewinnen konnte. Zuletzt war dies dem Österreicher Wolfgang Loitzl vor sieben Jahren gelungen. Am Ende betrug sein Vorsprung in der Gesamtwertung auf den auch in Bischofshofen zweitplatzierten Deutschen Severin Freund 26,5 Punkte.

Ein verheissungsvoller Sprung

Für Simon Ammann endete die Vierschanzentournee mit dem besten Weltcup-Ergebnis in diesem Winter. Mit Weiten von 136 und 132 m klassierte sich der Toggenburger auf der Paul-Ausserleitner-Schanze im 8. Rang und stiess in der Gesamtwertung auf den elften Platz vor. Insbesondere im ersten Durchgang war Ammann ein starker Sprung gelungen, sodass er im Auslauf zurecht die Fäuste ballen konnte. Noch vor einem Jahr war der verfache Olympiasieger an gleicher Stelle schwer verunfallt. Gregor Deschwanden, der zweite Schweizer Starter, enttäuschte mit 108 m und schied nach dem ersten Durchgang als Vorletzter aus.

Mit seinem nunmehr sechsten Saisonsieg baute Prevc auch die Führung in der Weltcup-Wertung weiter aus. Sein Vorsprung auf den auch hier zweitplatzierten Freund beträgt mittlerweile 205 Zähler. Ammann ist als bester Schweizer im 15. Rang klassiert.

(fal/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bari am 06.01.2016 19:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratuliere

    Bravo! Du kannst es doch noch. Die Landung noch veebessern und schon machst Du wieder vorne mit! Kopf hoch.

  • Rapinsel am 06.01.2016 20:11 Report Diesen Beitrag melden

    Ich habs ja gesagt...

    Ammann ist in einer guten Form und auch der zweite Sprung wäre etwas weiter gegangen, wenn er und sein Trainer nicht entschieden hätten eine Lucke weiter unten zu springen. Vielleicht war das besser für die Landung, aber als Laie kann ich diesen Entscheid nicht ganz nachvollziehen.. Wie auch immer ich freu mich über diese gute Platzierung von Simi und bin gespannt auf die FlugWM.

  • Stan am 06.01.2016 21:04 Report Diesen Beitrag melden

    Mit dieser Landung gibts gar nichts

    Die Landung von Ammann enspricht etwa jener bei den Schülermeisterschaften. Sorry so wird das nichts mehr. Es fehlen in jedem Sprung 10 Punkte. Trotzdem soll er weiter springen solange er Spass hat.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jangdebang am 08.01.2016 08:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neue Punktewertung dringend nötig

    Die Telemarklandung und deren Wertung sind ein Witz und die Punktevergabe müsste um Fairness zu erreichen, etwa folgendes Aussehen haben: 60 Prozentpunkte für die Weite, 30 % für die Haltung bzw. Flugphase und nur noch 10% für die Landung. Nur so kann verhindert werden, dass Springer trotz Spitzenweiten nur im Mittelfeld landen.

  • Stan am 06.01.2016 21:04 Report Diesen Beitrag melden

    Mit dieser Landung gibts gar nichts

    Die Landung von Ammann enspricht etwa jener bei den Schülermeisterschaften. Sorry so wird das nichts mehr. Es fehlen in jedem Sprung 10 Punkte. Trotzdem soll er weiter springen solange er Spass hat.

  • Rapinsel am 06.01.2016 20:11 Report Diesen Beitrag melden

    Ich habs ja gesagt...

    Ammann ist in einer guten Form und auch der zweite Sprung wäre etwas weiter gegangen, wenn er und sein Trainer nicht entschieden hätten eine Lucke weiter unten zu springen. Vielleicht war das besser für die Landung, aber als Laie kann ich diesen Entscheid nicht ganz nachvollziehen.. Wie auch immer ich freu mich über diese gute Platzierung von Simi und bin gespannt auf die FlugWM.

  • Bari am 06.01.2016 19:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratuliere

    Bravo! Du kannst es doch noch. Die Landung noch veebessern und schon machst Du wieder vorne mit! Kopf hoch.