Nach 21 Fahrern

17. Dezember 2011 15:34; Akt: 17.12.2011 15:47 Print

Wegen Windböen: Gröden-Abfahrt wird abgebrochen

Die Herren-Abfahrt von Gröden fällt starken Windböen zum Opfer. Pech für Patrick Küng: Bei Rennabbruch kurz nach den Top 20 liegt er auf Rang 3 im Zwischenklassement.

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Didier Cuche wurde vom böigen Wind völlig ausgebremst und landete nur auf Zwischenrang 18 - mit knapp 2,5 Sekunden Rückstand auf Clarey. (Bild: Keystone/AP/Alessandro Trovati)

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Ein erstes Mal war das Rennen nach der Fahrt von Didier Cuche, der mit der Nummer 18 gestartet war, unterbrochen worden. Der Neuenburger war bei den herrschenden Wetterverhältnissen völlig chancenlos geblieben. Über eine halbe Stunde später starteten noch Beat Feuz, der Norweger Aksel Lund Svindal und der Österreicher Klaus Kröll, bevor die Veranstaltung abgebrochen wurde.

Das Klassement führten beim Abbruch die Franzosen Johan Clarey und Adrien Théaux vor dem Glarner Patrick Küng an. Clarey hatte seinen ersten Weltcup-Sieg vor Augen, als auch ihm das Wetter einen Strich durch die Rechnung machte. Hätte die Rangliste an der Spitze bis zum Ende des Rennens Bestand gehabt, wäre dies der erste französische Doppelerfolg in einer Weltcup-Abfahrt seit 41 Jahren gewesen.

Doch daraus wurde nichts, sehr zum Ärger diverser Fahrer. Patrick Küng, der im bisherigen Saisonverlauf noch nicht auf Touren gekommen ist und mit einem 12. Platz als bestem Ergebnis zu Buche steht, hätte das Spitzenresultat besonders gut gebrauchen können. «Ich finde das nicht in Ordnung. In Lake Louise sind wir auch bei unfairen Verhältnissen gefahren. Dort aber wurde nicht abgebrochen», ärgerte sich der Glarner.

Cuches Ärger über den Abbruch

Kritik übte auch Didier Cuche, bei dem der Wind besonders stark gewütet hatte und der als 18. der 21 gestarteten Fahrer ins Ziel kam: «In unserem Sport gehören das Glück und das Pech mit den Verhältnissen dazu. Abbrechen sollte man aber nur dann, wenn es gefährlich wird. Das war es nicht. Entweder startet man gar nicht, oder dann zieht man es durch.»

Die Verhältnisse waren jedoch zu Beginn des Rennens noch deutlich besser gewesen. Knapp ein Dutzend Fahrer gingen bei durchaus passablen Bedingungen über die Strecke. Danach allerdings wurde die Situation immer prekärer, und letztlich fasste die Jury einen Absage-Entscheid, den man als neutraler Beobachter durchaus nachvollziehen konnte.

(sda)

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