Abfahrt Garmisch

01. Februar 2020 10:58; Akt: 01.02.2020 13:28 Print

Feuz wird Sechster beim Heimsieg von Dressen

von Marcel Rohner - In Garmisch-Partenkirchen gewinnt zum ersten Mal seit 28 Jahren wieder ein Deutscher. Beat Feuz verpasst als Sechster das Podest.

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Der Erste wurde bejubelt wie ein Sieger. Obwohl da noch 54 oben standen. Aber Thomas Dressen hatte im Garmisch Heimrennen. Und das bedeutete in dieser Saison bei den europäischen Abfahrten immer: Sieg. Bei Dominik Paris in Bormio, bei Beat Feuz am Lauberhorn und bei Matthias Mayer in Kitzbühel. «Danke Fans. Mega», rief Dressen in die Kamera, ohne zu wissen, wie gut seine Fahrt wirklich war.

Der Deutsche hatte kurz darauf Gewissheit, schlecht war sie nicht. Feuz scheiterte, Vincent Kriechmayr und Aleksander Kilde ebenso und damit schon drei grosse Namen. Dressen jubelte. Und für Feuz endete bereits mit der Fahrt von Kilde eine beeindruckende Serie an Podestplätzen, sechs in Serie waren es in dieser Saison. Letztmals war er bei einer Abfahrt im Dezember 2017 schlechter klassiert. Da wurde er in Gröden Achter. «Die Fahrt war nicht gut genug für das Podest», sagte Feuz, er sei nicht zu 100 Prozent fit gewesen und habe zu viele kleine Fehler gemacht.

Fehler, die ihn nur 35 Hundertstel Rückstand kosteten, es war ein enges Rennen. Und so blieb Dressen vorne, war der Applaus für den Lokalmatador auch der für den Sieger. Der 26-Jährige ist nur wenige Kilometer von der Kandahar-Piste entfernt aufgewachsen, er sagte, er kenne hier jeden Zentimeter. Es zeigte sich im unteren Teil der Strecke, keiner war hier schneller. Hinter ihm klassierten sich Kilde und der Franzose Johan Clarey.

Feuz erstmals nicht auf dem Podest

Für Dressen ist der Sieg ein weiterer Schritt in einer erstaunlich starken Comeback-Saison. Zwischen November 2018 und 2019 bestritt er kein einziges Rennen, er musste zusehen. Weil er verletzt war, das ganze Knie war nach einem Sturz bei der Abfahrt von Beaver Creek kaputt. Bei seiner Rückkehr in den Weltcup holte er gleich den Sieg in Lake Louise, es war sein dritter überhaupt, mit dem vom Samstag steht er jetzt bei vier.

Sieben Abfahrten haben in diesem Winter nur vier verschiedene Sieger gefunden. Einer davon ist Feuz mit seinen Triumphen in Wengen und Beaver Creek. Nun ist er erstmals nicht auf dem Podest, diesmal kann er die Schweizer Bilanz nicht retten, neben ihm schaffte es nur Niels Hintermann in die Top 10. Er wurde Siebter, es ist seine zweitbeste Klassierung überhaupt in einer Abfahrt, Carlo Janka fuhr auf Rang 11. Obwohl auch er nur 55 Hundertstel verlor. Sieben Plätze hinter ihm landete Mauro Caviezel, auch er war keine Sekunde langsamer als Dressen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Vreneli am 01.02.2020 12:40 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo!

    Es gibt halt nicht nur den Feuz! Es ist den Deutschen zu gönnen! Dresden ist ein würdiger Gewinner!

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  • Herr Lehrer Bünli am 01.02.2020 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    genau

    Gespannt. Fill macht lustiges Rennen. Letztes.

  • Otto. E. am 01.02.2020 13:06 Report Diesen Beitrag melden

    No Problem!

    Und die Welt wird sich weiter drehen! ;-))

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Fan am 04.02.2020 07:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beat

    Feuz, wir sind immernoch stolz auf Deine Leistungen! Hopp Beat Feuz !

  • Marko am 03.02.2020 15:12 Report Diesen Beitrag melden

    Geniaaaaal!

    Gratulation an Thomas. Freuen uns sehr über seinen Sieg! Weiter so!

  • alpesepli am 02.02.2020 13:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    habe das Gefühl

    der Feuz hat einfach kein speuz

  • R. Ohr am 02.02.2020 07:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es stimmt nicht

    Es stimmt überhaupt nicht, dass on Kitzbühel als erster fuhr. Eine Zeit lang war Feuz erster, dann teilte er sich den ersten Platz mit Kriechmayer, dann kam Mayer.

  • Jens am 01.02.2020 19:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Heimsieg und sechster zugleich?

    Wieso heisst es im Titel Heimsieg??? Bitte schreibt präzise,!