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24. Juni 2011 17:37; Akt: 24.06.2011 17:39 Print

Dopingsperre von Heras soll ungültig sein

Ein spanisches Gericht in Valladolid erklärte die vor fünf Jahren ausgesprochene Dopingsperre gegen den früheren Radprofi Roberto Heras, den dreimaligen Gewinner der Spanien-Rundfahrt, für ungültig.

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Heras, ein langjährige Helfer von Lance Armstrong, war im September 2005 bei der Vuelta des Dopings mit EPO überführt worden. Der spanische Radsport-Verband (RFEC) verhängte 2006 eine Sperre von zwei Jahren und erkannte Heras den Vuelta-Sieg 2005 ab. Nachträglich war der Russe Denis Mentschow zum Sieger erklärt worden. Nach dem neuen Gerichts-Urteil sind diese Sanktionen nunmehr aber wieder ungültig.

Die Richter in der westspanischen Stadt Valladolid begründeten ihren Entscheid mit Unregelmässigkeiten im Dopingverfahren. Der RFEC habe Einsprüche des Radprofis nicht zugelassen, Heras habe sich nicht in ausreichender Weise gegen die Dopingvorwürfe verteidigen können. Ausserdem sei es beim Transport und bei der Aufbewahrung der Blutproben zu Unregelmässigkeiten gekommen. Es sei nicht völlig auszuschliessen gewesen, dass jemand die Ampullen manipuliert habe. Auch seien die Proben nicht rechtzeitig im zuständigen Labor angeliefert worden.

Gegen den Entscheid des Gerichts ist eine Berufung vor dem Obersten Gerichtshof in Madrid möglich. Der jetzt 37-jährige Heras hatte nach dem Ablauf der Dopingsperre seine Profi-Karriere für beendet erklärt.

(sda)

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