Olympia

07. Dezember 2008 16:19; Akt: 07.12.2008 16:20 Print

Dopingtests in Peking «lückenhaft»

Die Dopingtests an den Olympischen Spielen in Peking sollen nach Recherchen der ARD-Sportschau «deutlich lückenhafter als bekannt» gewesen sein. Das IOC habe mehrere Testverfahren nicht durchführen lassen, hiess es in einer Medienmitteilung des WDR.

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Bestimmte, zum Teil schon lange zur Verfügung stehende Verfahren, seien in Peking nicht zur Anwendung gekommen. Dabei handelt es sich laut ARD-Recherchen um «Testverfahren für mögliche neue Varianten anaboler Designer-Steroide, für die hochwirksamen muskelaufbauenden SARMs (Selektive Androgen-Rezeptor-Modulatoren) sowie für die zur Verschleierung von Doping anwendbaren Proteasen».

Der Direktor der Medizinischen Kommission des IOC, Patrick Schamasch, rechtfertigte sich: «Es hat kein grünes Licht der Welt- Anti-Doping-Agentur WADA für den Einsatz der Nachweismethoden gegeben.» WADA-Vizepräsident Arne Ljungqvist sagte in einer Reaktion auf den ARD-Beitrag, das IOC beabsichtige, die bereits angekündigten Nachtests der Peking-Proben auszuweiten. «Sobald die Nachweisverfahren im Routinesystem sind, werden wir die Peking- Proben auch auf SARMs und bisher unbekannte Designer-Steroide untersuchen», so der Schwede.

(sda)

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