Curling-WM

21. März 2011 23:16; Akt: 21.03.2011 23:16 Print

Drei Siege und zwei Niederlagen für Ott & Co.

Mit nunmehr drei Siegen und zwei Niederlagen weisen die Schweizer Curlerinnen um Skip Mirjam Ott auch nach dem vierten Wettkampftag der Curling-WM in Esbjerg (Dä) eine positive Bilanz vor.

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Janine Greiner, Carmen Küng, Carmen Schäfer und Mirjam Ott haben jedoch den Tritt und vor allem die Konstanz noch nicht gefunden. Auf und Ab wechselten am Montag abermals in rascher Folge, auch innerhalb der einzelnen Partien. Am Vormittag siegten die Davoserinnen gegen die noch punktelosen Südkoreanerinnen 8:6, im Abendspiel unterlagen sie den Däninnen 3:6.

Im Match gegen die von Lene Nielsen angeführten Däninnen, gegen die sie an zwei Europameisterschaften jeweils gewonnen hatten, offenbarten die Schweizerinnen eine Schwäche, die sie für den Rest des WM-Turniers unbedingt ausmerzen müssen: Sie dominierten bis zur Spielhälfte, liessen dann aber in ungewohnter Art nach und gaben die Partie wegen zahlreicher Fehler - es betraf alle Spielerinnen - noch aus der Hand. Dies obwohl die Gegnerinnen ihrerseits keineswegs überzeugend aufspielten. Bezeichnend war das 10. End, als die Davoserinnen gleich mehrere Chancen auf ein siegbringendes Zweierhaus oder zumindest auf ein Zusatz-End vergaben.

Ähnliche Leistungsschwankungen hatten die Schweizerinnen schon im Spiel gegen Südkorea verraten. Sie gingen mit einem Viererhaus im 1. End sowie einem gestohlenen Punkt im 2. End sehr früh 5:0 in Führung. Was anfänglich nach einem Spaziergang aussah, wurde aber noch zu einer langwierigen Angelegenheit. Otts Team liess einige Chancen für einen Kantersieg ungenutzt, während die jungen Asiatinnen nicht aufgaben und nach dem 9. noch auf 6:8 herankamen. Erst im Lauf des 10. Ends mussten sie aufgeben.

Die Schweizerinnen konnten immerhin ein wenig mentale Energie sparen, die sie für die verbleibenden sechs Round-Robin-Spiele gut gebrauchen können. Das Pensum ist streng. Bis und mit Donnerstag werden sie zweimal täglich während bis zu drei Stunden im Einsatz stehen. Sie treffen unter anderen noch auf die Titelanwärter Kanada und Schweden.

Die jungen Südkoreanerinnen haben an ihrer ersten WM bei den «Grossen» noch nicht Fuss fassen können. Sie sind jedoch stark genug, um allen Gegnerinnen das Leben schwer machen. Im November gewannen sie die Asienmeisterschaft mit einem viel beachteten Finalsieg gegen die Chinesinnen um Skip Wang Bingyu, die Weltmeisterinnen von 2009 und aktuellen Olympia-Dritten.

(sda)

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