Ski nordisch

08. Februar 2011 23:47; Akt: 08.02.2011 23:48 Print

Kompromiss bringt Kombinierer Hug an die WM

Bei den Selektionen für die nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Oslo (23. Februar bis 6. März) hat Swiss-Ski im Fall der Kombinierer Gnade vor Recht walten lassen.

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In der Nordischen Kombination erfüllten nur die beiden Routiniers Seppi Hurschler und Ronny Heer die Selektionskriterien. Tim Hug erreichte die Vorgaben zur Hälfte, Tommy Schmid gar nicht. Das Reglement enthält eine Klausel, wonach für die Teamwettkämpfe ein vierter Mann aufgeboten werden kann, wenn drei Athleten dieSelektionskriterien erfüllt haben. Um sich die Peinlichkeit eines Teamwettkampfs ohne Schweizer Beteiligung zu ersparen, haben nun statt drei auch zweieinhalb Athleten gereicht. Der Kompromiss: Swiss-Ski stellt erst im zweiten Teamwettkampf von der Grossschanze eine Mannschaft. Tim Hug darf zur Vorbereitung auch den zweiten Einzelwettkampf bestreiten.

Ansonsten haben alle aufgebotenen Athletinnen und Athleten die zum Teil sehr milden Selektionskriterien erfüllt (von Jonas Baumann, dem Ersatzläufer der Langlauf-Staffel, einmal abgesehen). Andreas Küttel, der Titelverteidiger von der Grossschanze, sein junger Teamkollege Marco Grigoli sowie Langläuferin Doris Trachselsicherten sich das (Zweitklass-)Ticket im Continental Cup. Die Skispringer sind nur im ersten Teamwettkampf von der Normalschanze dabei - ein weiterer Kompromiss. Ein vierter Athlet wird nach den beiden Alpencup-Springen am Wochenende in Kranj (Sln) bestimmt.

Im Skispringen der Frauen ist die Schweiz mit Sabrina Windmüller vertreten. Für die WM-Premiere vor zwei Jahren in Liberec hatte sich deren vier Jahre jüngere Schwester Bigna qualifiziert, die in diesem Winter auf höchster Stufe noch nie besser als 22. war.

(sda)

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