Ski nordisch

05. Februar 2011 13:28; Akt: 05.02.2011 13:50 Print

Martin Jäger knapp neben dem Podest

Martin Jäger hat im Langlauf-Weltcup das beste Ergebnis seiner Karriere erzielt.

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Der Athlet aus Vättis stiess im Skating-Sprint in Rybinsk (Russ) in den Final vor und erreichte den 4. Platz. Die drei übrigen Schweizer schieden in den Viertelfinals aus.

Von der guten Verfassung Jägers kündete alleine schon die Qualifikation. Der Silbermedaillen-Gewinner der letztzjährigen U23-WM lief die drittbeste Zeit. Diese besass deshalb eine gewisse Aussagekraft, weil von den sieben schnellsten Sprintern der Ausscheidung nur Anti Saarepu (Est/5.) vorzeitig ausschied.

In seinem Viertelfinals kam Martin Jäger als Zweiter weiter. Im taktisch gelaufenen Halbfinal lag der Grenzwächter zwar nach der einzigen Steigung des 1,3 km messenden Strecke an dritter Stelle. Weil sich Jäger am Schluss noch von Josef Wenzl (De) überholen lassen musste, kam Zweifel auf, ob die erstmalige Finalteilnahme Jägers Tatsache würde. Dank der Laufzeit reichte es dem Sarganserländer zum Vorstoss unter das Sextett, das um den Sieg laufen konnte.

Im Final musste Martin Jäger dann die Überlegenheit der Gegner anerkennen. Stets in fünfter Positon laufend, gelang es dem Grenzwächter immerhin, in Richtung Ziel noch Nikolai Morilow (Russ) zu überholen und so den 4. Platz sicherzustellen. Die Strecke in Rybinsk scheint dem Grenzwächter zu liegen. Vor zwei Jahren war ihm dort als Neunter die zuvor einzige Top-Ten-Klassierung gelungen.

Nach dem 36. Rang in Düsseldorf und Platz 39 in Davos - Jäger hatte sich in diesen beiden Rennen jeweils eine Klassierung unter den besten 30 Athleten zum Ziel gesetzt - bedeutet diese Leistung auf russischem Boden die WM-Selektion. Ihr WM-Ticket in der Tasche haben auch Laurien Van der Graaff (21.), Christoph Eigenmann (22.) und Jöri Kindschi (24.).

Eine Klasse für sich war bei den Männern Alexej Petjuchow. Der Russe aus Murmansk griff im Final frühzeitig an und kam so zu einem überlegenen Sieg. Bei den Frauen gab es durch Vesna Fabjan und Katja Visnar einen slowenischen Doppelerfolg.

(sda)

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