Golf

16. August 2010 07:20; Akt: 16.08.2010 07:22 Print

Martin Kaymer gewinnt US PGA Championship

Deutschland hat einen neuen Golfstar: Der 25-jährige Martin Kaymer gewann in Kohler (Wisconsin) die 92. US PGA Championship und damit den ersten Majortitel seiner jungen Karriere.

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Kaymer hat mit seinem Triumph ein bedeutendes Kapitel der deutschen Sportgeschichte geschrieben. Er tritt die Nachfolge des mittlerweile 53-jährigen Schwaben Bernhard Langer an, der zuvor als einziger deutscher Golfer Majorturniere gewonnen hatte (US Masters 1985 und 1993).


Die Entscheidung im vierten und letzten grossen Einzelturnier des Jahres war dramatisch. Sechs, sieben Golfer kamen während der Schlussrunde in die Nähe des Sieges. Zuletzt lagen Kaymer und der 31-jährige amerikanische Longhitter Bubba Watson mit je 11 Schlägen unter Par an der Spitze. Nach dem Reglement der US PGA Championship musste ein Stechen über drei Löcher entscheiden. Nach den ersten beiden Löchern (10 und 17) lagen die beiden immer noch gleichauf. Am 18. Loch schliesslich schlug Watson den Ball mit dem zweiten Schlag in ein Wasserhindernis. Kaymer konnte dadurch auf ein defensives Spiel umstellen und sicherte sich mit einem Bogey den Sieg. Der Amerikaner Nick Watney, der das Feld nach drei Runden mit drei Schlägen Vorsprung angeführt hatte, erlebte am letzten Tag ein Desaster und wurde nach einer 81er-Runde nur 18.


Die noch tragischere Figur der Schlussrunde auf dem "Whistling-Straits"-Kurs war jedoch der Amerikaner Dustin Johnson, auch er wie Watson ein Longitter. Vor zwei Monaten war Johnson am US Open als Führender am Schlusstag weit zurückgefallen. Diesmal war er trotz eines Bogeys am 18. Loch schlaggleich mit Kaymer und Watson und wäre eigentlich der dritte Mann im Stechen gewesen. Wegen einer Unachtsamkeit - er hatte mit dem Schlägerkopf den Sand in einem zertretenen Sandhindernis berührt - bekam er aber nachträglich zwei Strafschläge aufgebrummt. Dadurch fiel er auf den 5. Platz zurück.


Von den beiden Superstars trumpfte Phil Mickelson mit der besten Schlussrunde der Konkurrenz (67 Schläge) auf, es reichte ihm aber nur zu einer Verbesserung auf Platz 12. Tiger Woods beendete das Turnier vier Schläge hinter Mickelson im 28. Rang. In der Weltrangliste bleibt Woods vor Mickelson in Führung.

(sda)

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