Frauen-WM

21. Juni 2011 19:18; Akt: 21.06.2011 19:52 Print

Rätsel um «Schwestern»

Das Team von Äquatorial-Guinea hat sich erstmals für die Frauen-WM qualifiziert, die ab Sonntag in Deutschland über die Bühne geht.

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Doch ein Blick auf das Kader der Afrikanerinnen sorgt für Rätselraten. Denn Salimata und Biliguisa Simpore gehören zwar zu den besten Spielerinnen, müssen aber zuhause bleiben – sie stehen im Verdacht, Männer oder intersexuell zu sein. Nach dem Afrika-Cup im letzten November hatten die unterlegenen Verbände von Nigeria, Südafrika und Ghana deshalb eine Untersuchung verlangt.

Die Fifa, die auf die Vorwürfe zuerst nicht reagierte, hat nun offenbar doch gehandelt. In der «Bild» wird Äquatorial-Guineas Verbandsboss Bonificacio Manga Obiang so zitiert: «Die Schwestern können aus verschiedenen Gründen nicht teilnehmen. Der Hauptgrund ist der Geschlechtstest. Solange dieser nicht stattgefunden hat, dürfen sie nicht an die WM, lautet die Weisung der Fifa.»

Machen die beiden den Test nicht, dürfte ihnen das gleiche Schicksal wie der Leichtathletin Caster Semenya blühen, deren Weiblichkeit immer wieder angezweifelt wird.

(ahu /20 Minuten)

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