Beachvolleyball

10. Juni 2011 20:00; Akt: 10.06.2011 20:02 Print

Starke Schweizer in der WM-Hauptprobe

Gilt die Hauptprobe in Peking als Referenz, so treten die Schweizer Beachvolleyballer in der kommenden Woche mit gewissen Hoffnungen zur WM in Rom an.

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Drei Duos schafften es in die Top 10, wobei Patrick Heuscher/Jefferson Bellaguarda mit einem Podestplatz liebäugeln.

Bereits im dritten gemeinsamen Auftritt auf der World Tour nahm das routinierteste der neu formierten Schweizer Männerduos Fahrt auf. Es spielt am ersten Grand Slam des Jahres am frühen Samstagmorgen (Schweizer Zeit) um die zweite Top-3-Klassierung eines helvetischen Tandems nach jenem von Sascha Heyer/Sébastien Chevallier in Prag. Halbfinal-Gegner sind die Weltranglisten-Zweiten Alison/Emanuel aus Brasilien, die in den drei bisherigen Turnieren die Ränge 1, 2 und 9 belegten.

«Wir haben nichts mehr zu verlieren», sagte Heuscher. «Es ist toll, gegen so viele starke Teams antreten und vor allem mithalten zu können. Der Sprung aufs Podest wäre genial.» Der 34-jährige Thurgauer blickt auf eine lange Durststrecke zurück. Letztmals durfte Heuscher 2007 in Zagreb, noch an der Seite von Sascha Heyer, über eine Klassierung in den Top 3 jubeln.

Im Chaoyang Park, dem Schauplatz des Olympiaturniers von 2008, zeigten Heuscher/Bellaguarda Durchhaltewillen. Als Gruppensieger waren sie direkt für den Achtelfinal qualifiziert. In diesem mussten sie dann gegen ihre brasilianischen Trainingspartner Benjamin/Bruno ebenso über drei Sätze wie eine Runde später gegen die ebenfalls stärker eingestuften Spanier Pablo Herrera/Adrian Gavira.

Die zweite Top-10-Klassierung in Folge ist auch für Heyer/Chevallier eine gute Basis im Olympia-Ranking. Der Zürcher Routinier und sein junger Westschweizer Partner wurden nach überstandenem Sechzehntelfinal Neunte, sie brachten in der zweiten K.o.-Runde die klar besser klassierten Deutschen David Klemperer/Eric Koreng an den Rang einer Niederlage.

Kuhn/Zumkehr gute Fünfte

Auch für Simone Kuhn und Nadine Zumkehr lohnte sich in der Woche vor WM-Start die strapaziöse Reise nach China - trotz verlorenem Viertelfinal. Die besten Schweizerinnen forderten den dreifachen Weltmeisterinnen Kerri Walsh/Misty May-Treanor im ersten Satz (27:29) alles ab, der zweite Durchgang ging dann umso deutlicher an die amerikanischen Olympiasiegerinnen von 2008.

Die Formkurve von Kuhn/Zumkehr zeigt rechtzeitig vor Beginn der Titelkämpfe nach oben. Die ex-aequo beste Grand-Slam-Klassierung mit Stavanger im Juli des letzten Jahres (5. Rang) sorgt für Selbstvertrauen vor der WM und einen willkommenen Zustupf für das Punktekonto für London 2012. Dazu kommt das Wissen, seit dem Sieg gegen die langjährigen Dominatorinnen Larissa/Juliana im (allerdings unwichtig gewordenen) letzten Gruppenspiel bei optimalem Verlauf auch mit den Allerbesten der Welt mithalten zu können.

(sda)

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