Basketball

29. Juli 2014 08:04; Akt: 29.07.2014 08:06 Print

Sterling kann Clippers-Verkauf kaum verhindern

Donald Sterling, der abgesetzte Besitzer des NBA-Teams Los Angeles Clippers, erlitt vor dem kalifornischen Superior Court eine Niederlage.

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Das Gericht blockierte den Verkauf der Clippers für zwei Milliarden Dollar an den ehemaligen Microsoft CEO Steve Ballmer nicht.

Der steinreiche Donald Sterling (80) war vor drei Monaten von der National Basketball Association (NBA) lebenslänglich gesperrt worden, nachdem heimlich aufgenommene im privaten Kreis geäusserte rassistische Äusserungen in Medien aufgetaucht waren. Sterlings geschiedene Frau Shelly Sterling (58) veräusserte anschliessend im Sinn der NBA und mit einem von ihr in Auftrag gegebenen Gutachten, wonach Donald Sterling nicht mehr handlungsfähig sei, die Clippers für die Rekordsumme von zwei Milliarden Dollar an Steve Ballmer. Donald Sterling versuchte, den Verkauf zu verhindern. Er hatte die Clippers vor 33 Jahren für zwölf Millionen Dollar gekauft.

Bei Nicht-Verkauf wären Clippers am Ende

Bei der Urteilsverkündung zog der Einzelrichter auch in Betracht, was den Clippers bei einem Nichtverkauf drohte. Sponsoren, Spieler und Coach wären abgesprungen; den Clippers hätte das Ende gedroht; zumindest hätte die Franchise einen massiven Wertverlust erlitten. Das Verkaufsangebot von zwei Milliarden Dollar sei eigentlich vom Markt her gesehen viel zu gut und nicht nachvollziehbar, so Richter Levinas.

Sein Rechtsspruch vom Montag wird den «Fall Sterling» um die NBA kaum beenden. Diverse weitere Gerichtsverfahren laufen oder sind eingeleitet. Vor Gericht hatte Donald Sterling der NBA gedroht, er werde sie bis zu seinem Lebensende verklagen. Auch das Urteil vom Montag will er anfechten, wobei er aber den Verkauf seiner Clippers kaum mehr verhindern kann. Die Liga auf jeden Fall verkündete sofort nach dem Urteil, dass sie den Verkauf der Clippers so schnell wie möglich vollziehen will.

(sda)

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