Rad

19. Juni 2011 11:38; Akt: 19.06.2011 11:40 Print

UCI wartet im «Fall Ullrich» auf Reaktion des CAS

Auch fünf Jahre nach seinem letzten Rennen ist der «Fall Jan Ullrich» noch nicht zu den Akten gelegt. «Wir warten weiter auf eine Reaktion des CAS», sagte Enrico Carpani, der Sprecher des Weltverbandes UCI, zum immer noch schwebenden Verfahren gegen Ullrich.

Fehler gesehen?

Die UCI hatte beim Internationalen Sportgerichtshof CAS Rekurs eingelegt gegen die Einstellung der Untersuchungen gegen Ullrich durch Antidoping Schweiz beziehungsweise Disziplinarkammer für Dopinfälle von Swiss Olympic im Februar 2010. Mit Verweis auf die Lizenzrückgabe durch Ullrich an den Schweizer Verband 2006 hatte die Organisation die Zuständigkeit für den Fall nach jahrelangem Hin und Her zurückgewiesen.

Da das Doping-Statut von Swiss Olympic eine fortdauernde Geltung für Athleten auch nach deren Rücktritt erst seit dem 1. Januar 2009 vorsieht, diese Möglichkeit jedoch nicht rückwirkend anwendbar ist, haben Swiss Olympic und seine Organe keine Disziplinargewalt mehr über den vor dem 1. Januar 2009 und vor Eröffnung eines Antidoping-Verfahrens zurückgetretenen Jan Ullrich.

Der Tour-de-France-Sieger von 1997 mit Wohnsitz in der Schweiz war von seinem damaligen Team T-Mobile entlassen worden, nachdem seine Verbindungen zu dem vermeintlichen Dopingarzt Eufemiano Fuentes bekanntgeworden waren. Ullrich trat im Februar 2007 zurück und einigte sich später mit der Staatsanwaltschaft Bonn gegen Zahlung einer sechsstelligen Summe auf Einstellung der Ermittlungen in Zusammenhang mit Doping-Vorwürfen.

(sda)

ZSC-Lions-TV
Der TV-Player benötigt einen aktuellen Adobe Flash Player: Flash herunterladen