Leichtathletik

27. März 2011 16:57; Akt: 27.03.2011 17:00 Print

Viktor Röthlin im Fahrplan

Viktor Röthlin befindet sich im Hinblick auf den Marathon in London am 17. April in guter Verfassung. Der Europameister realisierte in Mailand seine zweitbeste Zeit im Halbmarathon.

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Röthlin beendete den Stramilano-Halbmarathon in 62:45 Minuten als drittbester Europäer im 11. Rang. Schneller war der 36-jährige Obwaldner über diese Distanz nur 2006 an gleicher Stätte gewesen, als er 62:16 lief. Damals absolvierte er im Frühling jedoch keinen Marathon und arbeitete deshalb zuvor im Schnelligkeitsbereich. Diesmal absolvierte er sechs Tage vor dem Rennen noch einen zügigen 30-km-Lauf und bestritt vier Tage vor dem Rennen ein Intervalltraining. «Ich befinde mich immer noch im Training», sagte Röthlin, der Olympiasechste im Marathon.

Dementsprechend positiv fiel sein Fazit aus: «Das (Ergebnis) macht Freude und gibt Zuversicht», erklärte der Läufer des STV Alpnach. Er wäre schon mit einer tiefen 63er-Zeit sehr zufrieden gewesen. Es sei aber alles wirklich gut gegangen. Röthlin: «Im Gegensatz zum Kerzerslauf war das Laufgefühl da, konnte ich in den sechsten Gang schalten. Es kommt langsam, ich bin auf dem richtigen Weg. In drei Wochen wird es nochmals besser sein.»

Beim Kerzerslauf am vorletzten Samstag war es Röthlin nicht nach Wunsch gelaufen. Er liess sich davon allerdings nicht aus dem Konzept bringen, da er erst am Mittwoch zuvor aus der Höhe von Kenia zurückgekehrt war und deshalb mit Problemen hatte rechnen müssen. Er habe diese Leistung aufgrund seiner grossen Erfahrung richtig einzuschätzen gewusst, so Röthlin.

In dieser Woche steht am Mittwoch oder Donnerstag - je nachdem, wie er sich von Mailand erholt - noch ein Lauf über 38 km auf dem Trainingsprogramm. Am Samstag nimmt er eventuell an den Schweizer Meisterschaften über 10 km teil. Grundsätzlich geht es für ihn nun darum, sich für London zu erholen - im Fachjargon redet man von Tapering. Deshalb wird Röthlin die Umfänge von Woche zu Woche reduzieren.

Den Sieg in Mailand machten wie erwartet die Afrikaner unter sich aus; diese belegten angeführt vom Kenianer Mathew Kipkoech Kisorio die ersten sechs Ränge. Bei den Frauen klassierten sich mit Christina Caruzzo (7.) und Magali Di Marco (8.) zwei Schweizerinnen unter den Top-8. Das oberste Podest bestieg die Äthiopierin Ababel Eyeshaneh Brihane.

(sda)

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