Doping

15. Juni 2011 14:45; Akt: 15.06.2011 15:04 Print

WADA will Grenzwerte für Clenbuterol einführen

Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA will Grenzwerte bei Clenbuterol-Befunden einführen.

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Bislang geht die oberste Instanz im Kampf gegen den Einsatz verbotener Mittel bei jeder positiven Clenbuterol-Probe von Doping aus.

Forschungsdirektor Olivier Rabin kündigte bei einem Kongress in Rom eine Abkehr von der Null-Toleranz-Politik an. «Es könnte sein, dass beim Auftauchen geringster Mengen vorgeschlagen wird, den genauen Kontext zu untersuchen, frühere Proben zu analysieren und neue Proben zu nehmen», sagte Rabin. Details des Plans sollen nächste Woche besprochen werden. Zudem wurde verkündet, dass die WADA beim Nachweis des Wachstumshormons vor einem Durchbruch stehe und Tests spätestens bei Olympia 2012 anwenden will.

Der derzeit prominenteste Fall von Doping mit dem Anabolikum Clenbuterol betrifft den dreifachen Tour-de-France-Sieger Alberto Contador. Der Spanier war 2010 positiv darauf getestet worden. Weil der spanische Radsport-Verband Contador aber von jeglichem Fehlverhalten freigesprochen hatte, gingen die WADA und der Radsport-Weltverband UCI in Berufung und brachten den Fall vor das CAS. Anfang August soll beim Sportgerichtshof in Lausanne eine Anhörung stattfinden.

Contador, der im Mai den Giro d'Italia gewonnen hat, begründete damals den positiven Befund mit dem Verzehr von kontaminiertem Fleisch. Bei einem Schuldspruch würde der 28-Jährige nicht nur für zwei Jahre gesperrt, sondern bekäme auch seinen Tour-Sieg von 2010 aberkannt.

(sda)

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