Leichtathletik

11. Juni 2011 23:20; Akt: 11.06.2011 23:20 Print

Wind als Spielverderber in New York

Tyson Gay vermochte sich am Diamond-League-Meeting in New York nicht wie gewünscht in Szene zu setzen. Der Amerikaner musste sich Steve Mullings und dem starken Gegenwind geschlagen geben.

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Sowohl Mullings als auch Gay wurden über 100 m in 10,26 Sekunden gestoppt, das Zielfoto entschied letztlich zugunsten des Jamaikaners. Ein Angriff auf die Jahresweltbestzeit von 9,79 Sekunden, die seit vergangener Woche Gay hält, war aufgrund eines Gegenwindes von 3,4 m/s im Icahn Stadium auf Randall's Island unmöglich. Wegen der misslichen Wetterverhältnisse bekamen die Zuschauer auch in den anderen Disziplinen keine Spitzenleistungen zu sehen.

Allyson Felix feierte über die halbe Bahnrunde ihren ersten Sieg in der diesjährigen Diamond-League-Saison. Die zweifache Weltmeisterin über 200 m setzte sich in 22,92 Sekunden (GW 2,8 m/s) vor Bianca Knight, der Siegerin von Rom, und zwei weiteren Amerikanerinnen durch.

Über 400 m Hürden musste L. J. van Zyl die erste Saisonniederlage im dritten Rennen der höchsten Meeting-Kategorie hinnehmen. Der Weltjahresbeste aus Südafrika klassierte sich lediglich im 4. Rang, derweil Javier Culson in 48,50 Sekunden triumphierte. Culson, vor zwei Jahren als Dritter erster WM-Medaillengewinner aus Puerto Rico, setzte sich um fünf Hundertstel gegenüber Bershawn Jackson (USA) durch.

Wie für Van Zyl setzte es auch für die Hochsprung-Dominatorin Blanka Vlasic im dritten Wettbewerb die erste Niederlage ab. Die zweifache Weltmeisterin aus Kroatien überquerte lediglich 1,90 m und musste sich der EM-Zweiten Emma Green (Sd) geschlagen geben, die vier Zentimeter mehr übersprang. Ihre «weisse Weste» weiter tragen darf derweil die Hindernisläuferin Milcah Chemos. Die Kenianerin feierte über 3000 m Steeple ihren dritten Sieg im Rahmen der «Diamanten-Liga», blieb in 9:27,29 Minuten jedoch rund 15 Sekunden über ihrem Saisonbestwert.

Im 400-m-Rennen der Männer behielt der Texaner Jeremy Wariner vor Jermaine Gonzales (Jam) die Oberhand, während die stark besetzte Stabhochsprung-Konkurrenz mit einer Überraschung endete. Der im Diamond Race führende Deutsche Malte Mohr und Europameister Renaud Lavillenie schrieben beide einen «Nuller». Der Sieg im Dauerregen und bei ständig drehenden Winden ging an Lavillenies französischen Landsmann Romain Mesnil. Dem WM-Zweiten von Berlin 2009 reichte bereits die bescheidene Höhe von 5,52 m zum Erfolg.

Im Weitsprung der Frauen baute die Amerikanerin Funmi Jimoh ihre Diamond-Race-Führung mit dem zweiten Sieg aus. Sie setzte sich mit 6,48 m vor ihren Landsfrauen Janay Deloach (6,41 m) und Weltmeisterin Brittney Reese (6,35 m) durch. Der britische Dreispringer Phillips Idowu siegte mit 16,67 m, während der Weltjahresbeste Teddy Tamgho nicht auf Touren kam und lediglich 15,55 m erreichte. Vor Jahresfrist hatte der Franzose an gleicher Stätte mit einem Meetingrekord von 17,98 m geglänzt.

(sda)

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