Fussball

15. Dezember 2008 15:50; Akt: 15.12.2008 15:54 Print

Zuschauerrückgang in der Super League

Die Hinrunde der Axpo Super League (ASL) hat einen markanten Rückgang der Zuschauerzahlen gebracht. Statt einer knappen Million strömten lediglich 788 842 Fans in die Stadien. Dafür gibt es jedoch wichtige Gründe.

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Die Gesamt-Zuschauerzahl für die 87 Spiele ist heuer so tief, weil zum einen drei Partien wegen dem frühen Wintereinbruch in das nächste Frühjahr verschoben werden mussten und zum anderen der FC Zürich zwei Spiele (gegen Luzern und YB) ohne Zuschauer austragen musste.

Daher ist ein Blick auf die durchschnittliche Besucherzahl aussagekräftiger. Wurden vor einem Jahr, als die Millionen-Grenze mit 995 745 Fans (90 Spiele) nur ganz knapp verfehlt worden war, durchschnittlich 11 064 Besucher gezählt, resultierte diesen Herbst ein Schnitt von 9280 Fans (85 Spiele). Das ist aber noch immer der drittbeste Schnitt seit 1987. Nur die letzte Herbstsaison und die Qualifikation der Saison 2003/04 (9446) erlebten eine bessere durchschnittliche Besucherzahl.

Der diesjährige Durchschnitt ist deshalb deutlich tiefer als vor Jahresfrist, weil die Neulinge Bellinzona (3924 Fans im Schnitt) und Vaduz (2494) die Abgänge von St. Gallen (durchschnittlich 9122 Fans im Vorjahr) und Thun (4928) bei weitem nicht ausgleichen konnten. Würde man beim Total von 788 842 Besuchern die Differenz zwischen St. Gallen/Thun und Bellinzona/Vaduz hinzu addieren und für die drei fehlenden Partien die Zuschauerzahlen des Vorjahres berücksichtigen sowie für die beiden FCZ-Geisterspiele zumindest den Schnitt der übrigen FCZ-Heimspiele (10 286) hinzuzählen, dann käme man auf eine ungefähre Gesamt-Besucherzahl von 910 000. Dies ergäbe einen Schnitt von gut 10 000 Fans pro Spiel und damit ein Minus von knapp 1000 Zuschauern pro Partie in diesem Jahr.

Auch dieser Rückgang wäre jedoch ausweisbar. Ausser den zweitplatzierten Young Boys (& 1995 pro Spiel) konnten alle Klubs weniger Zuschauer begrüssen als im Vorjahr. Am meisten Fans fehlen ausgerechnet Leader Zürich (- 4308 pro Spiel). Andere Vereine, die im Normalfall über treue Kundschaft verfügen, mussten für ihre Formschwäche oder interne Probleme büssen. Der FC Basel verlor durchschnittlich 2207, Schlusslicht Luzern 1826, Neuchâtel Xamax 2447, GC 1059 und Sion 874 Fans.

Erschwerend für einen korrekten Vergleich kommt hinzu, dass offenbar nicht jeder Klub den gleichen Zählmodus anwendet. Basel rechnet nur die tatsächlich im Stadion anwesenden Zuschauer, YB scheinbar die bezahlten Tickets - also auch jene Dauerkarten- Inhaber, die gar nicht beim Spiel zugegen sind.

(sda)

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