Ski-WM

13. Februar 2011 20:21; Akt: 13.02.2011 21:12 Print

Positive Halbzeit-Bilanz des FIS-Präsidenten

von Herbie Egli, Garmisch - Bei der Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen ist Halbzeit. FIS-Präsident Gian-Franco Kasper ist mit der ersten Woche zufrieden und hofft auf mehr Schweizer Medaillen.

Der Schweizer FIS-Präsident Gian-Franco Kasper ist mit dem Verlauf der Ski-WM zufrieden. (Video: 20 Minuten Online)
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«Festspiele im Schnee» nennen die deutschen Organisatoren die Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen. Für den Schweizer Präsidenten des Internationalen Skiverbandes FIS, Gian-Franco Kasper, trifft dieser Slogan auf die erste WM-Woche auch zu. «Ich ziehe bis jetzt ein positives Fazit. Die Organisation ist typisch Deutsch und gründlich vorbereitet», sagt der 67-jährige Engadiner im Interview mit 20 Minuten Online. «Wir hatten einen guten Start mit der Eröffnungsfeier. Am ersten Renntag folgte die erste Deutsche Medaille und das heizt auf. Auch das Publikum.» Das stimmt, was die Medaillen-Zeremonien am Abend im Kurpark betreffen. Im Zielgelände der Kandahar-Piste, auf der die meisten Rennen stattfinden, könnte die Stimmung jedoch besser sein.

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Was Kasper gar nicht gelten lässt, ist die zum Teil heftige Kritik der Fahrer wegen den eisigen Pisten. «Es sind faire, gute und anspruchsvolle Strecken. Die Diskussion gehört dazu und jeder hat seine eigenen Präferenzen. Wären keine Kritiken gekommen, hätten wir uns schon gewundert, dass etwas nicht gut war.» Im Nachhinein ist der St. Moritzer sogar froh, dass die Strecken am Anfang so hart und holprig waren. «Die eisigen Pisten haben geholfen, dass sie wegen den warmen Temperaturen bis jetzt gehalten haben.» Da es auch in den nächsten Tagen nicht kalt wird, bleiben die Pisten weich. Für die weiteren Rennen ist das kein Problem. «Bei den technischen Wettbewerben wie Riesenslalom und Slalom können wir fast bei allen Bedingungen fahren.»

«Hoffentlich gibt es noch Schweizer Medaillen»

Als FIS-Präsident muss Kasper natürlich neutral sein. Doch was die Medaillen-Ausbeute der Eidgenossen betrifft, kommt der Schweizer Patriotismus doch ein bisschen zum Vorschein. «Ich bin froh, hat es mit Cuche hingehauen. Ich hatte schon langsam Bedenken.» Vor allem darum, weil die Schweiz im Medaillenspiegel gar nicht vertreten war und die Edelmetalle auf viele andere Nationen verteilt waren. Der Engadiner hofft sogar, dass die Schweiz bis zum Ende der Ski-WM am nächsten Sonntag nicht bei einer silbernen Auszeichnung stehen bleibt. «Hoffentlich kommen noch ein paar Schweizer Medaillen dazu.»