Zwei Freundinnen

04. Februar 2011 13:19; Akt: 04.02.2011 13:24 Print

Im Bann des Duells Vonn - Riesch

Die WM-Wettkämpfe der Frauen stehen nicht nur aus deutscher Optik im Bann des Duells zwischen Lindsey Vonn und Maria Riesch.

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Maria Riesch (l.) und Lindsey Vonn: Beste Freundinnen und grösste Konkurrentinnen.

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Zwei Freundinnen buhlen um die Vorherrschaft im Alpin-Zirkus. Dass sich das Ganze in der Heimat von Maria Riesch abspielen wird, verleiht dem Zweikampf der Dominatorinnen des Winters zusätzlich eine spezielle Note. Im saisonalen «Head to Head» der beiden Markenkolleginnen steht es nach Siegen 6:4 für die Amerikanerin. Die Deutsche hat dagegen nach Punkten und (überraschend) nach ersten Plätzen in der Abfahrt (3:2) die Nase vorn. Die Affiche mit Blick auf Abfahrt, Super-G und Super-Kombination könnte nicht attraktiver sein.

Derweil sich Maria Riesch auch im Slalom, in dem sie als Titelverteidigerin antritt, und selbst im Riesenslalom Chancen auf eine Medaille ausrechnen kann, hat Lindsey Vonn in den technischen Disziplinen den Weg in die Erfolgsspur noch nicht (wieder-)gefunden. Mit der Baisse in Slalom und Riesenslalom lässt sich auch der Rückstand im Weltcup-Gesamtklassement erklären. Noch mehr zu denken gibt der Amerikanerin, dass sie ihre uneingeschränkte Vorherrschaft in der Abfahrt eingebüsst hat. Die drei «Niederlagen» gegen Maria Riesch haben ihre Spuren hinterlassen. Lindsey Vonn wird mehr als früher ans Limit gehen müssen, will sie die Partenkirchnerin in Schach halten und ihre Siege von 2009 in beiden Speed-Disziplinen wiederholen. Zudem wird sich weisen, ob die dreifache Gewinnerin des Gesamt-Weltcups ihren schweren Sturz im Training Mitte der Woche wie gemeldet schadlos überstanden hat.

Deutschland mit vielen starken Fahrerinnen

Deutschland hat bei der Heim-WM aber weit mehr zu bieten als Maria Riesch. Im Riesenslalom hat die Equipe des neuen Schweizer Cheftrainers Thomas Stauffer mit Kathrin Hölzl die Titelverteidigerin und mit Viktoria Rebensburg die Olympiasiegerin in ihren Reihen. Noch etwas höher eingestuft als die DSV-Athletinnen wird indessen Tessa Worley. Die kleingewachsene Französin entschied die letzten drei Weltcup-Riesenslaloms allesamt für sich.

Poutiainen hofft auf zwei Medaillen

Gleich zweimal als Medaillenkandidatin wird Tanja Poutiainen genannt. Die Finnin, vor zwei Jahren jeweils WM-Dritte, gehört in Slalom und Riesenslalom nicht nur zu den besten, sondern auch zu den konstantesten Athletinnen. Im Slalom nimmt Marlies Schild einen weiteren Anlauf, um endlich ihren ersten grossen Titel einzufahren. Die derzeit beste Fahrerin im Stangenwald gewann an Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften in ihrer Paradedisziplin schon vier Medaillen. Zu Gold hat es der Lebenspartnerin von Benjamin Raich aber noch nie gereicht.

(sda)