Verpasste Medaille

08. Februar 2011 15:47; Akt: 08.02.2011 15:47 Print

Das Hoffen auf die Abfahrt

von Herbie Egli, Garmisch - Die verpasste Medaille an der Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen tut der Stimmung im Schweizer Team keinen Abbruch. Gut und Co. setzen nun auf die nächsten Rennen.

Fabienne Suter und Nadja Kamer lassen den Kopf nicht hängen. (Video: 20 Minuten Online)
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Ein vierter Platz wäre bei einem Weltcup-Rennen ein gutes Resultat. An einer WM zählen aber nur die Podestplätze und die damit verbundenen Medaillen. Lara Gut ging mit dem 4. Rang leer aus und musste sich mit der sogenannt ledernen Medaille begnügen. 23 Hundertstelsekunden fehlten der 19-jährigen Tessinerin zu Bronze. «Ich bin einfach zu langsam gefahren. Ich muss schneller sein und das nehme ich mit für die Abfahrt», erklärte Gut etwas niedergeschlagen.

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Eine Medaille im ersten WM-Rennen hätte die Stimmung im Team der Schweizerinnen sicher ansteigen lassen und den Druck etwas weggenommen. Dass es knapp nicht gereicht hat, ist für die übrigen Athletinnen nicht so schlimm. «Es wäre schön gewesen, wenn jemand von uns auf das Podest gefahren wäre. Aber es sind noch Chancen da», sagte Nadja Kamer, die bei ihrer WM-Premiere 13. wurde. «Es war das erste Rennen und alle waren etwa dabei. Das schlägt nicht aufs Gemüt.»

«Wir sind dran»

Auch Fabienne Suter, die als zweitbeste Schweizerin auf Rang 8 fuhr, ist wegen der verpassten ersten Edelmetall-Chance nicht beunruhigt. «Wir sind ja nicht so weit abgeschlagen. Wir sind dran und in der Abfahrt waren wir in den letzten Rennen gut.» Die WM-Abfahrt der Damen geht am nächsten Sonntag über die Bühne. In diesem Rennen, glaubt die 26-jährige Schwyzerin, wird die Schweiz dann nicht mehr leer ausgehen. «Sie (Lara Gut, Anm. d. Red) ist noch jung und zählt auch bei den nächsten Rennen zu den Top-Favoritinnen.»