Martin Rufener

14. Februar 2011 15:54; Akt: 14.02.2011 18:43 Print

«Ich hoffe, wir machen noch eine Medaille»

von Herbie Egli, Garmisch - Den Schweizern läuft es an der Ski-WM nicht nach Wunsch. Erst eine Medaille ist im Trockenen. Im Herren-Riesenslalom soll noch eine dazu kommen.

Herren-Cheftrainer Martin Rufener will im Riesenslalom noch eine Medaille. (Video: 20 Minuten Online)
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Gleich zwei Schweizer liegen nach Halbzeit der Super-Kombination auf Medaillen-Kurs. Doch weder Silvan Zurbriggen als 6. der Abfahrt noch Beat Feuz auf dem 2. Rang kommen im Slalom ins Ziel. Beide fädeln ein und vergeben das zweite Schweizer Edelmetall. «Sie haben es probiert und das Möglichste gegeben. Einfädler können immer passieren», sagt Martin Rufener. Gemäss dem Schweizer Cheftrainer sind die Ausfälle nicht darauf zurückzuführen, dass die beiden Athleten zuviel gewollt haben. «Wenn man nicht Tausende von Toren in den Beinen hat, ist das Timing sehr schwer. Die Piste war gegen Schluss auch immer unruhiger.» Während Rufener den Humor noch nicht verloren hat, zogen Zurbriggen und Feuz enttäuscht aus dem Zielraum.

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Wird die Silbermedaille von Didier Cuche das einzige Schweizer Edelmetall bleiben?
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Die Schweizer Ausbeute in Garmisch-Partenkirchen ist nach gut einer Woche recht spärlich. Es gab in den bisherigen sechs Rennen erst eine Medaille. Didier Cuche gewann in der Abfahrt Silber. Natürlich können sich die vier 4. Plätze der Schweizer sehen lassen, aber an einer WM zählen nur die Medaillen. Geht es nach Rufener, bleibt die Schweiz aber nicht auf einmal Edelmetall sitzen. «Die Burschen haben das Zeug drauf, dass sie im Riesenslalom zuschlagen können. Ich hoffe, dass wir noch eine Medaille machen.»

Schweiz im Mittelmass

Mit der einen Silbermedaille belegt die Schweiz im Medaillenspiegel nur den 6. Rang. Angeführt wird die Liste von Österreich mit 4 Medaillen (3x Gold, 1x Silber). Italien liegt mit ebenfalls viermal Edelmetall auf dem 2. Rang (1x Gold, 1x Silber, 2x Bronze). Christof Innerhofer hat allein einen ganzen Medaillensatz gewonnen. An den letzten beiden Weltmeisterschaften in Val d'Isère 2009 und Are 2007 gewann die Schweiz jeweils sechs Medaillen. Dieses Mal fehlt einfach das nötige Wettkampfglück. Immerhin müssen die Schweizer am Dienstag nicht bangen, dass wieder die anderen die Medaillen abräumen. Es ist Ruhetag. Am Mittwoch geht es mit dem Team-Wettbewerb weiter.