Nationen-Wettkampf

15. Februar 2011 14:29; Akt: 16.02.2011 15:56 Print

Frankreich holt Gold - Schweiz blamabel

Und wieder ist an der Ski-WM eine Schweizer Medaillenhoffnung geplatzt: 0:4 im Viertelfinal des Team-Wettkampfs gegen Schweden. Frankreich ist neuer Weltmeister.

Bildstrecke im Grossformat »
Sinnbildlich für das schlechte Abschneiden des Schweizer Ski-Teams: Silvan Zurbriggen schied aus. Auch eine Variante: Über die Stange statt neben ihr vorbei - vorgeführt vom Franzosen Steve Missilier. Hoffentlich macht ders besser: Der deutsche Hoffnungsträger Felix Neureuther schaut Teamkollege Fritz Dopfer nach seinem Ausfall zu. Den Hang vor der Linse: Der britische Fotograf Mitch Gunn im Schottenrock am Gudiberg. Marlies Schild kann ihren Gold-Triumph im Slalom kaum fassen. Disziplinen-Dominatorin Schild fand den schnellsten Weg durch den Stangenwald. Auch Wildkatzen traten zum WM-Slalom am Gudiberg an: Die Rumänin Sandra-Elena Narea. Ted Ligety: Bei der Siegerehrung noch andächtig... ...um danach seinen Triumph mit der ganzen Welt zu teilen. Stehaufmännchen: Didier Cuche war nach der ersten Enttäuschung schon bald wieder nach Lachen zumute. Tina Mazes Welt steht Kopf: Die Freude über den Riesenslalom-Titel ist gross. Federica Brignone freut sich kurz nach ihrem Lauf über die Medaille. Tessa Worley (rechts) zeigte im zweiten Lauf eine unglaubliche Aufholjagd: Von Platz 19 zu Bronze. Strahlende Sieger auf dem Podest. Sechs glückliche Franzosen geben die Marseillaise zum Besten. Beim Team-Event musste sich niemand am Skilift hinten anstellen. Anja Pärson geniesst die Fahrt nach oben. Die Kroatin kommt gewaltig ins Straucheln. Das Schreien hat sich ausbezahlt: Schweden gewinnt Bronze. Küsschen für den Kombi-Sieger: Aksel Svindal mit Freundin Julia Mancuso. Grosser Ärger hingegen bei Beat Feuz. Der Berner fädelte im Slalom ein. Er lag knapp in Führung, eine Medaille war in Reichweite. Den Schweizer Fans blieb der Jubel auf den Lippen kleben. Dafür durfte sich Christof Innerhofer über seine dritte Medaille freuen. Zusammen jubelt es sich besser. Die Piste musste intensiv präpariert werden. Elisabeth Görgl gewinnt die Frauen-Abfahrt vor Lindsey Vonn (mit den schönen Schuhen) und Maria Riesch. Lindsey Vonn ist enttäuscht, dass es nicht für einen Sieg gereicht hat. Lara Gut schreit im Ziel ihre Freude heraus. Am Schluss reicht es doch nur für Platz 4. Innige Umarmung von Vonn und Görgl: Die Amerikanerin gratuliert ihrer Konkurrentin zum Sieg. Medaillenfeier von Didier Cuche im Swiss House. Die ist echt: Didier Cuche und seine silberne Medaille von der Abfahrt bei der offiziellen Siegerzeremonie. Didier Cuche (l.) mit seiner Silbermedaille neben Sieger Erik Guay und dem drittplatzierten Christof Innerhofer. Didier Cuche gewinnt in der Abfahrt die Silbermedaille. Nach seinem schnellen Lauf, kracht Didier Cuche mit voller Wucht in die Auffang-Kissen im Zielraum. Diese erste Schweizer Medaille sorgt wohl nicht nur bei Didier Cuche für Erleichterung. Erik Guay geniesst den Moment zuoberst auf dem Podest. Keine optimale Haltung bei Christof Innerhofer - trotzdem gabs Bronze. Viele Fahrer war im Ziel völlig ausgepumpt: So zum Beispiel Natko Zrncic-Dim, ... ... Andrej Sporn oder ... ... der Italiener Werner Heel. Schweizer Fans konnten erstmals jubeln. Bode Miller enttäuschte seinen Anhang dagegen leicht. Gespenstische Stimmung vor der Super-Kombination der Frauen. Aurelie Revillet im Schneegestöber. Laurenne Ross zeigt ihre Zunge. Diese Jacke gehört einem der Exoten, nämlich ... ... Jean-Pierre Roy, der als erster Haitianer an den Start einer Ski-WM gehen wird. Er wird sich im Riesenslalom versuchen. Didier Cuche einsam und allein auf dem Sessellift. Marion Rolland knallt im Ziel in die Absperrung und muss befreit werden. Lindsey Vonn hat's da schon besser. Sie will im Abfahrtstraining keine Risiken eingehen und ist deshalb dick eingepackt. Super-G-Weltmeister Christof Innerhofer macht im Abfahrtstraining keine gute Figur. Didier, was siehst du denn da? Bode Miller kommt mit nur einem Stock ins Ziel. Wieder einmal hat der Amerikaner Pech mit dem Material. Viele Fotografen warten auf das Siegerfoto. Der frischgebackene Weltmeister spielt aber nur mit der Fernsehkamera. Trotz Rang 4: Didier Cuche zeigt seinen Special. Julia Mancuso läuft über den Laufsteg, äähh zum Podest. Bronze-Küsschen für Maria Riesch. Ga und Pa sollen im Zielraum für den einen oder anderen Lacher sorgen. Mehr Aufsehen erregt allerdings dieser Ziegen-Fan. Mit Feuerwerk werden in Garmisch-Patenkirchen die Ski-Weltmeisterschaften begrüsst. Die Zeremonie findet beim Aufsprunghügel der Olympia-Schanze in Partenkirchen statt und dauerte rund 45 Minuten. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (links) posiert mit Maria Riesch (Mitte) und Felix Neureuther. Die Schweizer Fahrer zeigen sich zuvor bei der Pressekonferenz im Schweizer Haus. Von links: Sandro Viletta, Tobias Grünenfelder, Silvan Zurbriggen, Carlo Janka und Didier Cuche. Weitere Bilder der Eröffnungsfeier.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Gold sicherte sich überraschend Frankreich in der Besetzung Tessa Worley, Anemone Marmottan, Taina Barioz, Cyprien Richard und Thomas Fanara. Die «Grande Nation» setzte sich im Final gegen Titelverteidiger Österreich durch. Nach Siegen lautete das Resultat 2:2, über Gold und Silber musste die Addition der besten Männer- und der besten Frauen-Zeiten entscheiden. Frankreich hatte die Nase knapp vorn. Die Österreicher waren in Bestbesetzung angetreten. Benjamin Raich zog sich allerdings eine Verletzung im linken Knie zu und musste zu Abklärungen nach Innsbruck ins Spital.

Bronze ging an Schweden, das sich im Duell um Platz 3 mit 4:0 gegen Italien durchsetzte. Mit dem gleichen Verdikt war schon die Schweiz an den Skandinaviern gescheitert. Für das Swiss-Ski-Team war nach einem Freilos in den Achtelfinals schon bei erster Gelegenheit Endstation. Wendy Holdener unterlag Anja Pärson, Marc Berthod Matts Olsson, Denise Feierabend Maria Pietilä-Holmner und Beat Feuz Hans Olsson. Feierabend war als Ersatz für die kranke Fabienne Suter eingesprungen.

Kanterniederlage gegen Schweden

Für das Swiss-Ski-Team war nach einem Freilos in den Achtelfinals schon bei erster Gelegenheit Endstation. Wendy Holdener unterlag Anja Pärson, Marc Berthod Matts Olsson, Denise Feierabend Maria Pietilä-Holmner und Beat Feuz Hans Olsson. Feierabend war als Ersatz für die kranke Fabienne Suter eingesprungen. Das Schweizer Team blieb ohne den Hauch einer Chance.

Im dritten WM-Team-Wettkampf nach 2005 und 2007 ging die Schweiz zum zweiten Mal leer aus. Die einzige Medaille holte Swiss-Ski 2007 in Are (Bronze).

Garmisch-Partenkirchen (De). WM-Team-Wettkampf (Parallel-Riesenslalom):
1. Frankreich.
2. Österreich.
3. Schweden.
4. Italien.
Final: Frankreich - Österreich 2:2. - Frankreich über die Zeit Weltmeister. - Tessa Worley u. Anna Fenninger. Cyprien Richard s. Philipp Schörghofer. Anemone Marmottan s. Michaela Kirchgasser. Thomas Fanara u. Romed Baumann.
3./4. Platz: Schweden s. Italien 4:0. - Anja Pärson s. Federica Brignone. Matts Olsson s. Giovanni Borsotti. Maria Pietilä-Holmner s. Johanna Schnarf. Hans Olsson s. Massimiliano Blardone.
Halbfinals: Österreich s. Italien 4:0. Fenninger s. Daniela Merighetti. Schörghofer s. Blardone. Kirchgasser s. Schnarf. Baumann s. Cristian Deville. - Frankreich - Schweden 2:2. - Frankreich über die Zeit weiter. - Taina Barioz u. Pärson. Fanara s. Matts Olsson. Worley u. Pietilä-Holmner. Richard s. Hans Olsson.
Viertelfinals: Österreich - Kroatien 2:2. - Österreich über die Zeit weiter. - Marlies Schild u. Sofija Novoselic. Benjamin Raich u. Natko Zrncic-Dim. Kirchgasser s. Tea Palic. Baumann s. Tin Siroki. - Italien - USA 3:1. - Merighetti s. Sarah Schleper. Deville u. Bode Miller. Schnarf s. Julia Mancuso. Blardone s. Ted Ligety. - Frankreich - Deutschland 2:2. - Frankreich über die Zeit weiter. - Barioz u. Lena Dürr. Fanara s. Fritz Dopfer. Worley s. Veronique Hronek. Richard u. Felix Neureuther. - Schweden s. Schweiz 4:0. - Pärson s. Wendy Holdener. Matts Olsson s. Marc Berthod. Pietilä-Holmner s. Denise Feierabend. Hans Olsson s. Beat Feuz.
Achtelfinals: Kroatien s. Kanada 3:2. Deutschland s. Slowakei 4:0. Schweden - Tschechien 3:1.

(si)