Kämpfernatur

17. Februar 2011 17:26; Akt: 17.02.2011 17:29 Print

Benjamin Raich denkt schon an Sölden

Benjamin Raich lässt sich von der ersten schweren Verletzung seiner Laufbahn nicht aus der Bahn werfen.

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«Als ich aufgewacht war, spürte ich wieder Mut», sagte der in zehn Tagen 33-jährige Österreicher an einer Medienkonferenz am Tag nach seiner Kreuzband-Operation.

«Ich habe keine Sekunde ans Karriereende gedacht», sagte Raich weiter. Der Optimist macht sich Hoffnungen, schon Ende Oktober beim Weltcup-Prolog in Sölden wieder starten zu können. Es wird allerdings nur schon sechs Monate dauern, bis Raich sein Knie wieder voll belasten kann. Vorerst muss er sich an eine neue Art der Fortbewegung gewöhnen. «Ich bin im Krückengehen zum Glück ziemlich ungeübt, aber das werde ich schon lernen», sagte Raich.

Kraft schöpft Raich auch aus der Geschichte seiner Lebensgefährtin Marlies Schild. Die Topfavoritin des WM-Slaloms am Samstag verpasste nach einem Trümmerbruch im Schien- und Wadenbein im Oktober 2008 eine ganze Saison. Schild war im gleichen Innsbrucker Spital und von den gleichen Ärzten operiert worden. «Ihr Comeback gibt mir Zuversicht. Jetzt ist für Marlies wichtig, dass der Druck durch meine Verletzung weg ist. Sie wird im Slalom richtig Gas geben.»

Raich wusste sein Pech auch zu relativieren. «Im Vergleich zu den Verletzungen, die Hans Grugger bei seinem Sturz in Kitzbühel erlitten hat, sind meine Peanuts.»

(sda)