Abfahrtstraining

11. Februar 2011 13:55; Akt: 11.02.2011 14:27 Print

Cuche & Co. für die WM-Abfahrt bereit

Hinter dem Franzosen Adrien Théaux sorgte Didier Cuche im Abschlusstraining zur WM-Abfahrt in Garmisch (De) für die zweitbeste Zeit.

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Sinnbildlich für das schlechte Abschneiden des Schweizer Ski-Teams: Silvan Zurbriggen schied aus. Auch eine Variante: Über die Stange statt neben ihr vorbei - vorgeführt vom Franzosen Steve Missilier. Hoffentlich macht ders besser: Der deutsche Hoffnungsträger Felix Neureuther schaut Teamkollege Fritz Dopfer nach seinem Ausfall zu. Den Hang vor der Linse: Der britische Fotograf Mitch Gunn im Schottenrock am Gudiberg. Marlies Schild kann ihren Gold-Triumph im Slalom kaum fassen. Disziplinen-Dominatorin Schild fand den schnellsten Weg durch den Stangenwald. Auch Wildkatzen traten zum WM-Slalom am Gudiberg an: Die Rumänin Sandra-Elena Narea. Ted Ligety: Bei der Siegerehrung noch andächtig... ...um danach seinen Triumph mit der ganzen Welt zu teilen. Stehaufmännchen: Didier Cuche war nach der ersten Enttäuschung schon bald wieder nach Lachen zumute. Tina Mazes Welt steht Kopf: Die Freude über den Riesenslalom-Titel ist gross. Federica Brignone freut sich kurz nach ihrem Lauf über die Medaille. Tessa Worley (rechts) zeigte im zweiten Lauf eine unglaubliche Aufholjagd: Von Platz 19 zu Bronze. Strahlende Sieger auf dem Podest. Sechs glückliche Franzosen geben die Marseillaise zum Besten. Beim Team-Event musste sich niemand am Skilift hinten anstellen. Anja Pärson geniesst die Fahrt nach oben. Die Kroatin kommt gewaltig ins Straucheln. Das Schreien hat sich ausbezahlt: Schweden gewinnt Bronze. Küsschen für den Kombi-Sieger: Aksel Svindal mit Freundin Julia Mancuso. Grosser Ärger hingegen bei Beat Feuz. Der Berner fädelte im Slalom ein. Er lag knapp in Führung, eine Medaille war in Reichweite. Den Schweizer Fans blieb der Jubel auf den Lippen kleben. Dafür durfte sich Christof Innerhofer über seine dritte Medaille freuen. Zusammen jubelt es sich besser. Die Piste musste intensiv präpariert werden. Elisabeth Görgl gewinnt die Frauen-Abfahrt vor Lindsey Vonn (mit den schönen Schuhen) und Maria Riesch. Lindsey Vonn ist enttäuscht, dass es nicht für einen Sieg gereicht hat. Lara Gut schreit im Ziel ihre Freude heraus. Am Schluss reicht es doch nur für Platz 4. Innige Umarmung von Vonn und Görgl: Die Amerikanerin gratuliert ihrer Konkurrentin zum Sieg. Medaillenfeier von Didier Cuche im Swiss House. Die ist echt: Didier Cuche und seine silberne Medaille von der Abfahrt bei der offiziellen Siegerzeremonie. Didier Cuche (l.) mit seiner Silbermedaille neben Sieger Erik Guay und dem drittplatzierten Christof Innerhofer. Didier Cuche gewinnt in der Abfahrt die Silbermedaille. Nach seinem schnellen Lauf, kracht Didier Cuche mit voller Wucht in die Auffang-Kissen im Zielraum. Diese erste Schweizer Medaille sorgt wohl nicht nur bei Didier Cuche für Erleichterung. Erik Guay geniesst den Moment zuoberst auf dem Podest. Keine optimale Haltung bei Christof Innerhofer - trotzdem gabs Bronze. Viele Fahrer war im Ziel völlig ausgepumpt: So zum Beispiel Natko Zrncic-Dim, ... ... Andrej Sporn oder ... ... der Italiener Werner Heel. Schweizer Fans konnten erstmals jubeln. Bode Miller enttäuschte seinen Anhang dagegen leicht. Gespenstische Stimmung vor der Super-Kombination der Frauen. Aurelie Revillet im Schneegestöber. Laurenne Ross zeigt ihre Zunge. Diese Jacke gehört einem der Exoten, nämlich ... ... Jean-Pierre Roy, der als erster Haitianer an den Start einer Ski-WM gehen wird. Er wird sich im Riesenslalom versuchen. Didier Cuche einsam und allein auf dem Sessellift. Marion Rolland knallt im Ziel in die Absperrung und muss befreit werden. Lindsey Vonn hat's da schon besser. Sie will im Abfahrtstraining keine Risiken eingehen und ist deshalb dick eingepackt. Super-G-Weltmeister Christof Innerhofer macht im Abfahrtstraining keine gute Figur. Didier, was siehst du denn da? Bode Miller kommt mit nur einem Stock ins Ziel. Wieder einmal hat der Amerikaner Pech mit dem Material. Viele Fotografen warten auf das Siegerfoto. Der frischgebackene Weltmeister spielt aber nur mit der Fernsehkamera. Trotz Rang 4: Didier Cuche zeigt seinen Special. Julia Mancuso läuft über den Laufsteg, äähh zum Podest. Bronze-Küsschen für Maria Riesch. Ga und Pa sollen im Zielraum für den einen oder anderen Lacher sorgen. Mehr Aufsehen erregt allerdings dieser Ziegen-Fan. Mit Feuerwerk werden in Garmisch-Patenkirchen die Ski-Weltmeisterschaften begrüsst. Die Zeremonie findet beim Aufsprunghügel der Olympia-Schanze in Partenkirchen statt und dauerte rund 45 Minuten. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (links) posiert mit Maria Riesch (Mitte) und Felix Neureuther. Die Schweizer Fahrer zeigen sich zuvor bei der Pressekonferenz im Schweizer Haus. Von links: Sandro Viletta, Tobias Grünenfelder, Silvan Zurbriggen, Carlo Janka und Didier Cuche. Weitere Bilder der Eröffnungsfeier.

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Der Neuenburger Routinier verlor sieben Hundertstel auf Théaux, der bei Cuches Sieg in der Abfahrt von Kitzbühel als Dritter ebenfalls auf dem Podest gestanden war. Cuche hatte am Freitag einen heiklen Moment zu überstehen, als er bei einem Sprung weit flog und viel Mühe bei der Landung hatte. Doch der zweifache Abfahrtssieger dieses Winters bleibt aus Schweizer Sicht das heisseste Eisen für die WM-Abfahrt vom Samstag (Start 11.00 Uhr).

Cuche war im obersten Streckenteil gleich schnell wie Innerhofer, dem überlegenen Super-G-Sieger und Dominator des ersten Abfahrtstrainings auf der Kandahar. Der Südtiroler liess es in der Folge langsamer angehen und sparte zumindest im letzten Abschnitt Kräfte für die WM-Abfahrt.

Aufgrund der stark veränderten Streckenverhältnisse im Vergleich zu den Vortagen - in Garmisch stiegen die Temperaturen um einige Grad und die Piste wurde dadurch weniger eisig und viel griffiger - sah sich Innerhofer persönlich allerdings nicht mehr in der grossen Favoritenrolle. Neben Théaux und Cuche überzeugten am Freitag auch Aksel Lund Svindal (No), Erik Guay (Ka) und Michael Walchhofer (Ö), die alle weniger als eine halbe Sekunde auf die Bestzeit einbüssten.

Zweitbester Schweizer im Abschlusstraining war Beat Feuz, obwohl er gemäss eigener Aussage nicht voll und in einem vergleichsweise langsamen Anzug fuhr - wie allerdings die meisten Favoriten auch. Der Berner, in der ersten Trainingsfahrt mit grossem Abstand nur 16., reihte sich als Achter ein, mit weniger als einer Sekunde Rückstand auf die Spitze.

Auch Silvan Zurbriggen positionierte sich als Neunter deutlich weiter vorne (1,03 zurück). Der Walliser stufte danach seine Fahrt als "einiges besser" als diejenige vom Donnerstag ein. Ambrosi Hoffmann hingegen fiel gegenüber seinen drei Teamkollegen deutlich ab. Der Bündner verlor über 3,5 Sekunden auf Théaux.

(sda)