Noch ohne WM-Medaille

09. Februar 2011 15:25; Akt: 09.02.2011 17:57 Print

Cuche und Co. machen sich Mut

von Herbie Egli, Garmisch - Nach dem zweiten «Leder» sind die Schweizer Athleten immer noch zuversichtlich und glauben an baldige WM-Medaillen. Didier Cuche bittet die Medien um Geduld.

Didier Cuche, Carlo Janka und Tobias Grünenfelder zum Abschneiden im Herren-Super-G. (Video: 20 Minuten Online)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Sechs Medaillen sind das Ziel von Swiss-Ski an der WM in Garmisch-Partenkirchen. Die ersten zwei Edelmetalle hatte man in den Super-G-Rennen der Damen und Herren erwartet. Doch es wurde nichts daraus. Sowohl Lara Gut wie auch Didier Cuche mussten mit dem undankbaren 4. Platz vorliebnehmen. Dieser zählt an einer WM leider nichts. Dass es in den ersten beiden Rennen noch keine Schweizer Medaille gab, beunruhigt Didier Cuche jedoch nicht. Er appelliert dafür an die Vernunft der Medien. «Ich hoffe, dass ihr genug Geduld zeigt und uns nicht einen unnötigen Druck auferlegt. Wir fahren gut, aber ein dritter oder vierter Rang macht eben den Unterschied. Wir hoffen nun, dass es in der Abfahrt klappt», sagt der 36-jährige Neuenburger.

Umfrage
Wieviele Medaillen holt die Schweiz an der Ski-WM in Garmisch?
21 %
46 %
26 %
7 %
Insgesamt 4029 Teilnehmer

Auch Cuches Teamkollegen lassen sich durch den WM-Start ohne Medaillen nicht aus der Ruhe bringen. «Zwei vierte Plätze sind unglücklich. Es wäre sicher mehr drin gelegen. Andere waren schneller und denen muss man gratulieren. Wir müssen es besser machen», bilanziert Carlo Janka. Der Obersaxner überlegt sich sogar, ob er die Abfahrt und Super-Kombi auslassen und sich voll auf den Riesenslalom konzentrieren soll. Er kämpft nach wie vor mit seiner Virus-Erkrankung, die ihm schon beim Saisonstart zu schaffen machte.

Der Chef ist noch nicht beunruhigt

Trotz der Vorgabe von sechs Medaillen läuten in der Führungsetage von Swiss-Ski die Alarmglocken noch nicht. Man glaubt an die Athleten. «Natürlich sind wir enttäuscht, dass es keine Medaille gab. Aber es fanden erst zwei Rennen statt und die Athleten zeigen gute Leistungen», sagt Dierk Beisel, Chef Leistungssport, zu 20 Minuten Online. Die nächste Chance auf die erste Medaille bietet sich der Schweiz am Freitag. Dann findet die Super-Kombination der Frauen statt. Wo man sicher Edelmetall erwartet, ist am Samstag in der Herren-Abfahrt.