Roger Federer

16. September 2019 13:04; Akt: 16.09.2019 14:13 Print

«Das gibt eine Wahnsinns-Atmosphäre»

von René Stauffer, Genf - Für Roger Federer beginnt in Genf eine seiner wichtigsten Wochen mit dem Laver-Cup. Sein Rücken sollte mitspielen.

Tamedia-Sportredaktor René Stauffer (l.) im Interview mit Roger Federer. (Video: Bastien Gallay)
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In einem schicken kleinen Dachzimmer im Teamhotel der Europäer in Genf empfängt Roger Federer am Montagmorgen ein Quartett von Schweizer Medienvertretern, um über den bevorstehenden Grossanlass in der Palexpo-Halle zu sprechen. Der ganze Anlass und der Turnierschauplatz, der neben dem Genfer Flughafen entstanden ist, bringen ihn zum Schwärmen. «Ich freue mich riesig, in Genf zu sein. Das wird eine Wahnsinns-Atmosphäre geben», sagt er im Interview.

Seinem Einsatz stünde nichts im Weg, auch wenn ihn die in New York aufgetauchten Rückenprobleme länger beschäftigt hatten als erwartet, sagt der Weltranglistendritte. Er gibt zu: «Ich bin überrascht, wie lange ich es noch gespürt habe. Auch jetzt spüre ich den Rücken noch ganz wenig, aber ich mache mir keine Sorgen. Wenn nötig, kann ich diese Woche auch jede Partie spielen.» Das würde bedeuten, dass er neben drei Einzeln zwischen Freitag und Sonntag gegen das Team «Rest der Welt» auch noch im Doppel antreten müsste. «Im Training spüre ich den Rücken nicht mehr, nur noch im Alltag ein wenig», präzisiert Federer.

Federer erwartet Volksfest

Der 38-Jährige schwärmt auch von seiner Mannschaft, die die bisherigen zwei Austragungen gegen das Team von John McEnroe in Prag und Chicago gewonnen hat. «Wir haben wieder ein Superteam, mit Rafa, Thiem, Zverev, Fognini, Tsitispas, Bautista Agut und Borg als Captain. Es wird eine Wahnsinnswoche.» Die über 17 000 Plätze sind zwar längst bis auf ganz wenige Ausnahmen ausverkauft, doch Federer hofft, dass auch Leute ohne Tickets in die Halle kommen. «Man kann ja am Donnerstag schon das Training verfolgen und das Ganze am Freitag, Samstag und Sonntag in der Fanzone miterleben.»

Speziell ist, dass dieses Jahr die Rivalität mit Rafael Nadal neu aufgeflammt ist und der Spanier nach dem US Open nur noch einen Grand-Slam-Titel weniger hat als Federer (19:20). Diese Woche sind die beiden nun aber Teamkollegen. Bringt das gewisse Spannungen? Federer verneint: «Die Leute wissen inzwischen ja, dass wir gut auskommen und uns gegenseitig füreinander freuen. Natürlich würdest du deinen Rekord am liebsten für immer und ewig behalten. Aber das Ziel ist ja auch, Rekorde zu egalisieren und zu brechen, wir mir das gelungen ist, als ich Pete Sampras überholte.» Das könne ihm keiner mehr nehmen. «Das Ziel war nicht, allen anderen davonzurennen mit weiteren Titeln.»

Nadal und er seien in einer ähnlichen Lage ihrer Karriere. «Auch Rafa hatte ein paar harte Jahre hinter sich, wie ich und auch Djokovic. Dass wir drei jetzt alle wieder fit sind, ist schön für das Tennis. Die Jungen kommen stark auf, und deshalb muss man die Grand-Slam-Siege nehmen, solange man kann.» In Genf rücken die Einzelkarrieren für einmal aber nun ganz in den Hintergrund, wird Tennis zur Mannschaftssportart.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • @Raffa-Maestro-Nole am 16.09.2019 13:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    MEGA

    Das ist doch nun wieder mal eine Super Nachricht! Einfach Top-Besetzungen. Ich freue mich RIESIG!

  • @Raffa-Maestro-Nole am 16.09.2019 14:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Man versteht

    es einfach NICHT! Diese ewigen Nörgeler, Kritiker und NEIDER bis zum geht nicht mehr. Was müssen das nur für krankhafte, frustrierte und unzufriedene Menschen sein! Freut euch doch einfach am Erfolg anderer! So einfach ist das!

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  • Mary am 16.09.2019 14:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genial

    Ich finde dieses Turnier extrem super. Hoffe, dass es im SRF übertragen wird. Ist doch genial, die besten der Welt spielen zu sehen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hubert Kahl am 19.09.2019 05:15 Report Diesen Beitrag melden

    Best of Nole für Federer

    Was bekommt Federer zu Weihnachten von Familie Djokovic? Eine Blueray vom Wimbledon Final. The Best of Nole. Dabei ist dann die ganze Zeit ein schallendes Gelächter zu hören. Das wird ein Fest.

    • TennisSport am 19.09.2019 14:12 Report Diesen Beitrag melden

      Noch fragen?

      Ach jö, wie alt sind Sie? By the way, wäre vergebene Mühe von Familie Djokovic, Federer ist mit Nadal und auch mit Del Potro, Zverev unterwegs (viel zu organisieren für gute Zwecke).

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  • John McClane am 19.09.2019 04:13 Report Diesen Beitrag melden

    Roger Federer lässt sich nicht stressen

    Man muss die Leistungen des Roger Federer respektieren. Doch ich frage mich, ob seiner Entourage jeglicher Realitätssinn abhanden gekommen ist?! Wenn ich schon wieder eine Aussage von Severin Lüthi lese. Da wurde er gefragt, ob Roger besorgt sei, dass Nadal seinen GS Rekord brechen könnte. Die Antwort, ein Roger Federer lässt sich nicht stressen. Erstens, Roger gibt im Tennis nicht mehr den Ton an und zweitens, er hat das nicht mehr in der Hand. Er ist 38 Jahre alt und ist noch immer ein sehr guter Spieler aber über 12 Monate gesehen, wird sein Körper ihn ausbremsen, wie bereits geschehen!

    • TennisSport am 19.09.2019 14:20 Report Diesen Beitrag melden

      TennisSport

      @ John McClane Was deuten denn Sie schon wieder hinein? Roger lässt sich nicht stressen, ob er überholt wird oder nicht. Eigentlich wieder mal ganz einfach zu verstehen. Also, was ist jetzt falsch daran?

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  • Ohne Stan Wawrinka am 18.09.2019 23:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    am Laver Cup in Genf

    Wieso ist Stan Wawrinka nicht mit dabei? Ein Welschschweizer nahe bei Genf? Verstehe ich nicht! Würde ich gerne von ihm persönlich erfahren.

    • Stan am 19.09.2019 07:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ohne Stan Wawrinka

      Weil der Hoschi Cup eine Farce ist.

    • Noël Lehmann am 20.09.2019 08:55 Report Diesen Beitrag melden

      Laver Cup ohne Stan

      Björn Borg hat das Team zusammengestellt. Es geht darum, dass die besten und teilweise beliebtesten Spieler von Europa und der Rest der Welt gegeneinander spielen. Wawrinka ist zwar ein guter Spieler aber in der Rangliste nicht so weit vorne wie zum Beispiel ein Tsitsipas. Ich denke er sollte nicht spielen, obwohl er ein Welschschweizer ist.

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  • H.B. am 18.09.2019 17:43 Report Diesen Beitrag melden

    Abreisser - Cup, hopp dä Bäse

    Was man alles machen muss, um sich täglich daran erinnern zu lassen, dass es Leute gibt die noch Tennis spielen, oder einfach damit Geld verdienen.

  • Daheimgebliebener am 18.09.2019 17:37 Report Diesen Beitrag melden

    Wegen Nebel abgesagt

    Oh, was es doch alles gibt und wenn es das noch nicht gibt, muss man das erfinden. Arme, geistig schon etwas eingeschränkte rufen und die vielen anderen kommen und zahlen noch dafür.