Roger Federer

10. Mai 2012 07:47; Akt: 10.05.2012 08:56 Print

«Es sah lange nicht gut aus»

Selbst die Traumbilanz von Milos Raonic im ersten Satz konnte Roger Federer nicht stoppen. Jetzt trifft der Schweizer auf Richard Gasquet, der in guter Form ist. Oder Roger? «Ich weiss es nicht.»

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Roger Federer: Er siegte auf dem blauen Sand von Madrid bei der Premiere 2012. Novak Djokovic wurde von Stanislas Wawrinka gefordert - und dann im Viertelfinal von Janko Tipsarevic gestoppt. Der Schweizer konnte aber in den entscheidenden Momenten nicht mithalten. Er scheitert im Achtelfinal. Rafael Nadal: Das Aus im Viertelfinal - nicht nur weil der Gegner gut war, wie er selbst zu gibt, sondern auch wegen dem bösen blauen Sand. Fernando Verdasco kann seinen Sieg gegen Nadal kaum fassen. Roger Federer zeigt seine Schuhe nach dem Sieg gegen Raonic auf seiner Facebook-Seite. Ein Linienrichter klappt beim Spiel Baghdatis gegen Garcia-Lopez zusammen. Böse Stimmen munkeln: Der Sand ist schuld. Als rutschig wird der Court oft beschrieben. Dies stellt auch Caroline Wozniacki fest. Schmerzen am Fussgelenk, ein roter Kopf und blaue Sohlen. Trotzdem siegt die Dänin gegen Mona Barthel mit 6:4, 7:6. Pflege für den blauen Sand. Wie jeder Sandplatz muss auch dieser gewässert werden. Novak Djokovic meint: «Das war kein Tennis. Entweder brauche ich Fussballschuhe oder einen Rat, wie man auf diesem Platz spielen soll.» Oder auch über Twitter: «Erstes Spiel auf blauem Sand? Ouch. Nächstes Mal bringe ich bessere meine Skates mit. Sehr rutschig.» Serena Williams nimmts lockerer: «Blaue Asche ist doch fein. Ich könnte auch auf Eis spielen, falls es nötig ist.» Gilles Simon: «Für mich sind das die schlechtesten Courts der Sandsaison.» Richard Gasquet: «Der Platz ist sehr bizarr. Das ist eine Eisbahn, kein Court.» Roger Federer vor seinem ersten Ernstkampf an der Pressekonferenz. Farblich hat er seine Mütze schon mal den Verhältnissen angepasst.

Der blaue Sand in Madrid erregt die Gemüter.

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«Ich wusste, es wird sehr schwierig», erklärt Roger Federer kurz nach dem 2:14-Stunden-Match gegen Milos Raonic gegenüber TennisTv. «Es sah lange nicht gut aus», weiss der Schweizer. Tatsächlich blieb ihm im ersten Satz nicht viel übrig als anzuerkennen: Raonic spielt stark. Der Kanadier brachte 74 Prozent seiner ersten Aufschläge ins Feld – und hatte bei jedem dieser Bälle das bessere Ende für sich. Eine unglaubliche Bilanz.

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«Ich konnte nicht viel gegen seinen Aufschlag machen», bilanziert Federer, «aber je länger das Spiel dauerte, desto mehr Bälle brachte ich zurück.» Hart sei das zweite Duell mit dem Aufschlagspezialisten gewesen: «Ich hab mich reingebissen, hatte einige Male Glück und servierte teilweise gut.» Nach dem abgewehrten Breakball zum 5:6 im zweiten Satz konnte Federer kurz darauf den Durchgang für sich gewinnen und war im entscheidenden Tiebreak des dritten Satzes der bessere Spieler: «Ich hatte ein sehr gutes Tiebreak. Ich bin sehr glücklich», so die Weltnummer 3. Hart war die Niederlage dagegen für Raonic: «Ich fühlte mich den ganzen Match über im Vorteil. Ich machte eigentlich alles richtig.» Federer hingegen weiss: «Solche Siege können grosse Dinge bewegen.»

«Ich hoffe, ich bin ready»

Erst um 23.30 Uhr beendete der Maestro die Partie und der Schweizer muss schon heute Abend (nicht vor 18.45 Uhr, im Liveticker) wieder ran. Dann wartet im Achtelfinal Richard Gasquet. Der Franzose erreichte am Wochenende das Endspiel in Estoril. Federer führt im Head-to-Head zwar mit 9:2, kassierte seine einzigen zwei Niederlagen jedoch auf Sand (ein Sieg). Zudem sei die Weltnummer 18 formstark, fragte der Reporter Federer: «Ich weiss es nicht, wir werden sehen. Ich hoffe, ich bin ready.»

(fox)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • bvcx am 09.05.2012 23:50 Report Diesen Beitrag melden

    Wawrinka

    Bin gespannt wie Stan gegen Nole spielt. In Monte Carlo hat er gegen Nadal sehr gut mitgehalten! Bonne Chance

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  • Hans Nötig am 09.05.2012 23:49 Report Diesen Beitrag melden

    Gottlieb

    Natürlich spielt es keine Rolle und die Bedingungen sind sowieso für alle gleich. Nur ist halt kaum ein Spieler glücklich mit diesem Sand, was nicht unbedingt an der Farbe liegen muss. Sand ist nun mal nicht gleich Sand.

  • Karem am 10.05.2012 12:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    King Roger

    Federer ist noch lsnge nicht am Ende. Es spricht nur für seine beispiellose Klasse, dass man ihn schon abschreibt, wenn er mal nicht in jedem Grad Slam-Endspiel steht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Karem am 10.05.2012 12:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    King Roger

    Federer ist noch lsnge nicht am Ende. Es spricht nur für seine beispiellose Klasse, dass man ihn schon abschreibt, wenn er mal nicht in jedem Grad Slam-Endspiel steht.

  • Philippe Aemisegger am 10.05.2012 08:57 Report Diesen Beitrag melden

    Ha ha ha.....

    Immer wieder interessant, traurig und lustig. Da kann man manchmal nur hoffen, das die Mayas recht gehabt haben.

  • Ricardo Granda am 10.05.2012 05:18 Report Diesen Beitrag melden

    Das Bünzlihafte wird gepflegt

    Ich finde es schon kindisch, wie Herr Perlinger Gottlieb hier runtergemacht wird, er sagt ja nur seine Meinung! Hatte denn Roger Federer nie eine Ausrede für einen verlorenen Match? Gibt es einen Spieler, der nie eine Ausrede brauchte? Also bitte, auch wenn die Wortwahl von Herrn P. G. nicht die beste war, nicht herummotzen! Gleiches zählt auch für T. Lüthi, als müsste man da irgendwelche Halbgötter beschützen!

    • daniel grunder am 10.05.2012 10:00 Report Diesen Beitrag melden

      @Ricardo

      Welche Aussreden ? Federer hat ja gesagt das er Glück gehabt hat! Er hat in diesem Bericht nicht einmal den Platz erwähnt! Und ein Match analysieren noch einer Niederlage hat doch nichts mit Ausreden zu tun!

    • Novak J. am 10.05.2012 10:45 Report Diesen Beitrag melden

      Bitte nicht herummotzen... Denk mal nach

      Federer hat ja gar keine Ausreden gebracht. Hoffe bei dir gibt es auch noch so viele Komentare wie bei deinem Kollegen Gottlieb Perlinger...

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  • Milos am 10.05.2012 01:02 Report Diesen Beitrag melden

    Federrer

    Mit aufdrehen würde ich etwas anderes behaupten und nicht so etwas: 4:6, 7:5 und 7:6. Der sogenannter «Maestro» sollte mal über sein rücktritt nachdenken, weils langsam peinlich wird...

    • andrea nestea am 10.05.2012 09:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      federer

      peinlich???? milos ist ein grossartiges jungtalent und wird eines tages sehr sehr gut sein. auch nadal hat seine stärken schon erwähnt! also bitte lass federer selbst entscheiden wann er zurücktritt. das ergebnis zeigt federer hat suler gekämpft und somit verdient gewonnen...

    • Roger am 10.05.2012 09:17 Report Diesen Beitrag melden

      Alles Roger

      Langsam wird's peinlich? Andere Spieler, u.a. auch dein Milos, wären froh, wenn sie an Turnieren soweit kommen würden wie Roger. Der sogennante "Maestro" hat sich diesen Titel, nach 16 GradSlam Siegen sicherlich verdient. Da hat Raonic noch viel Arbeit vor sich... ;-)

    • Milam Vukic am 10.05.2012 09:17 Report Diesen Beitrag melden

      Keine Ahnung

      Ein Sieg ist mittlerweile so peinlich, dass man zurücktreten muss? Zum Glück weiss das die Nr.1 noch nicht. Aber nein, gegen einen aufstrebenden Spieler mit einem fast perfekten Match doch noch zu gewinnen zeugt gerade davon, dass der Biss noch da ist. Und solange das stimmt ist bestimmt nichts "peinlich" daran.

    • Christian am 10.05.2012 09:37 Report Diesen Beitrag melden

      Peinlich?

      Was ist daran peinlich, wenn Federer gegen einen gutspielenden Gegner im Rückstand ist und trotzdem noch gewinnt? Wenn Federer geführt und am Schluss trotzdem verloren hätte, wäre es für dich auch peinlich. Oder nicht? Peinlich, Peinlich, Peinlich...

    • Spiderpig am 10.05.2012 11:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Hallo??

      Peinlich?? Ich würde natürlich auch zurücktreten wenn man die nr.3 der welt ist, 2012 eine bilanz von 24/3 hat und schon doha, rotterdam und indian wells gewinnen konnte. Ausserdem spiel er mit abstand das abwechslungsreichste und schönste tennis!

    • Regula am 10.05.2012 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Federer

      Was ist daran peinlich? Er spielt immer noch spitzen Tennis. Oder wie nennst du das dass er seit Jahren zu den besten Spielern gehôrt. Von den grossen Vier haben alle schon verloren oder nicht so gut gespielt. Nur bei Federer wird gelästert. Erkennt doch einfach seine Leistung an.

    • Seppli am 10.05.2012 15:25 Report Diesen Beitrag melden

      Leistungsdichte

      Milos hat von Tennis nicht wirklich eine Ahnung, wenn er von peinlich schreibt, wenn Federer gegen die Nummer 23 mit Mühe gewinnt. Auch die Nummer 23 ist halt Weltklasse!

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  • bvcx am 09.05.2012 23:50 Report Diesen Beitrag melden

    Wawrinka

    Bin gespannt wie Stan gegen Nole spielt. In Monte Carlo hat er gegen Nadal sehr gut mitgehalten! Bonne Chance

    • Hans Meier am 10.05.2012 15:45 Report Diesen Beitrag melden

      Für Federer

      Ich habe mein Geld auf Nole gesetzte. Der beklagt sich ständig über irgendwelche Bedingungen (Sand) und gewinnt dann doch.... Hoffe aber trotzdem, dass Wawi gewinnt und Federer dadurch ein paar Punkte gut machen kann....

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