«Match in Africa»

07. Februar 2020 17:47; Akt: 08.02.2020 00:10 Print

Federer siegt in Kapstadt gegen Nadal

von Nils Hänggi - Bill Gates, Trevor Noah, Rafael Nadal und Roger Federer: Erstmals fand ein «Match for Africa» in Afrika statt. Das Spiel gewann Federer.

Federer gewinnt das Benefizspiel in drei Sätzen. (Video: SRF)
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Roger Federer hat seinen ersten Auftritt in Südafrika, dem Heimatland seiner Mutter Lynette, positiv gestaltet. So gewann er in Kapstadt den von ihm initierten «Match in Africa» gegen Rafael Nadal in drei Sätzen (6:4, 2:6, 6:3).

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Natürlich war der sportliche Aspekt nur nebensächlich. Denn: Das «Match in Africa» war ein Benefizspiel, im Vordergrund stand die Stiftung des Schweizers und der Spass. Und den gab es bereits vor dem eigentlichen Start. So konnte Federer im Vorfeld der Partie zusammen mit Bill Gates das Exhibition-Doppel gegen Nadal und Comedian Trevor Noah mit 6:3 für sich entscheiden.

Bill Gates darf auch Tennis spielen. (Video: SRF)

Die Fans waren bereits zu diesem Zeitpunkt aus dem Häuschen. Schliesslich verehren die Südafrikaner den Schweizer wie einen Helden. Roger Federer in Kapstadt, das bedeutet Ausnahmezustand. 51'954 Fans machten daher das WM-Stadion von 2010 für die sechste Ausgabe des «Match for Africa» zugunsten von Federers Stiftung zum Tollhaus und sorgten zugleich für einen Weltrekord. Nie schauten mehr Menschen einem Tennismatch zu. Den alten Rekord von 42'500 hatte ebenfalls Federer bei seinem Exhibition-Spiel gegen Alexander Zverev im November aufgestellt.

Federer und Nadal hatten Spass am Spiel. (Video: SRF)

«Nie hätte ich gedacht, dass ich in einem solchen Stadion spielen würde»

Eingenommen wurden 3,5 Millionen Franken – wie die Zuschauerkulisse auch das ein Rekord. Die Einnahmen aus diesem Abend werden in die «Roger Federer Foundation» fliessen. Die Stiftung unterstützt Bildungsprojekte im südlichen Afrika mit dem Ziel, die Bildungsqualität zu steigern. Weiter setzt sie sich dafür ein, von Armut betroffene Kinder in der Schweiz ausserschulisch zu fördern.


Singen können der Schweizer und der Spanier auch. (Video: SRF)

Federer selbst kann es kaum glauben. «Ich habe klein angefangen vor 17 Jahren», sagt er. «Niemals hätte ich gedacht, dass ich in einem solchen Stadion Tennis spielen würde. Schon gar nicht mit meiner Stiftung.» Nadal ist gleicher Meinung. Er meint: «Das heute ist eine grossartige Erfahrung, eine fürs Leben.» Es sei toll, zusammen so einen Abend zu haben. «Dass es dazu noch Geld für Rogers Stiftung gibt, ist umso schöner.»

Federer kann auch Balljunge sein. (Video: SRF)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jürg Bertschinger am 07.02.2020 22:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
    einklappen einklappen
  • Streuner am 07.02.2020 19:49 Report Diesen Beitrag melden

    Grossartig

    In jeder Beziehung, die zwei Besten aller Zeiten.

  • Pragmatiker am 07.02.2020 19:17 Report Diesen Beitrag melden

    Wahnsin!!!

    Er spendet mal etwas. Soll sich lieber n Bill Gates ein Beispiel nehmen! So macht man das richtig.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Josef Schwab am 08.02.2020 15:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wär Spassdran hat, für den gut

    Ein a gemachter Bubenstreich vo n Beiden für Federer Heimatland 2!

  • (-´).* am 08.02.2020 15:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • Show Fan Chris am 08.02.2020 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Inszenierung!

    Wäre es um Rankings gegangen, wäre dies nicht zustande gekommen. Aber es war4 ja für einen guten Zweck und die Leute wollten ja ihren Mitbürger siegen sehen. Es war tatsächlich ein geniales Fest. Danke Rafaund Roger!

  • TennisSport am 08.02.2020 09:25 Report Diesen Beitrag melden

    Jeder Rappen zählt

    Hut ab was er immer wieder auf die Beine stellt. Letztes Jahr kamen alleine 7,5 Millionen Franken zusammen. Falls einige wieder über RF herziehen wollen. Im Vergleich ND Stiftung verteilte letztes Jahr 750'000 und RNs 670'000 Dollar. Auch lies RF aus eigenem Vermögen 23 Millionen Dollar hineinfliessen (gem. Bericht). Alle sind mehrfache Millionäre und tun was und das ist gut so (sie müssten ja nicht). Cool auch, dass RN sich für die RF-Foundation immer wieder zur Verfügung stellt. Denke, dass es umgekehrt auch wieder stattfinden wird.

  • Michi am 08.02.2020 09:00 Report Diesen Beitrag melden

    Mich würde auch interessieren....

    .... was der ganze Zirkus gekostet hat? Umrüsten des Fussballstadions in Tennisarena...Wenn alle Zuhause geblieben wären und das gesparte Geld gegeben hätten wären geschätzte 200 CHF x 50000 = 10 Mio zusammengekommen....Dazu die Ersparnisse der ganzen Organisation....