Nach dem French Open

06. Juni 2011 10:34; Akt: 06.06.2011 11:23 Print

«Ich bin ein bisschen traurig»

Roger Federer ist nach der Niederlage in Paris enttäuscht – selbstverständlich. Er zieht aber ein positives Resümee über das gesamte Turnier und blickt bereits wieder in die Zukunft.

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Pressestimmen zum French-Open-Triumph von Rafael Nadal am 5. Juni 2011.

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«Ein Grand-Slam-Final zu verlieren ist immer schwierig. Ich bin ein bisschen traurig, aber es ist ok», sagte der Unterlegene gegenüber der «L’Equipe». Es wäre ja auch seltsam, wenn Roger Federer nach einer solchen Niederlage nicht enttäuscht wäre. Schliesslich hat er es verpasst einen weiteren Grand-Slam-Titel zu gewinnen.

Der Schweizer scheint aber zufrieden zu sein mit dem Turnier und auch dem Final, den er gespielt hat. «Ich denke, dass ich die ganze Zeit fantastisch gespielt habe. Es ist schade, dass ich die Trophäe nicht geholt habe, aber ich denke trotzdem, dass es ein sehr guter Final war.» Das Problem war nur, dass eben nicht nur er gut gespielt hat. Das sieht auch die Weltnummer 3 so: «Rafa hat gut gespielt und hat verdient gewonnen. Er ist ein grosser Champion – insbesondere auf Sand.»

«Besser als die Besseren»

Spätestens nach dem sechsten Titel in Roland Garros würde das auch niemand mehr anzweifeln. Obwohl die Stimmen der Experten und Medien beim harzigen Start des Spaniers nicht immer so überzeugt waren. Federer kann sich darüber nur wundern: «Viele verstehen nicht, wie er hier gewinnen konnte, nachdem der Start ins Turnier für ihn so schlecht gelaufen war – ich kann es. Er spielt besser als die Besseren und das hat er heute gezeigt.»

Roland Garros ist und bleibt also das Wohnzimmer für die Weltnummer 1 aus Spanien. Kein Wunder wird er nicht müde zu betonen, dass es das wichtigste Turnier des Jahres für ihn sei. Mit dem gestrigen sechsten Titel zieht «Rafa» mit Björn Borg gleich, für den Spanier etwas Besonderes: «Es ist wirklich eine Ehre diesen Rekord mit ihm zu teilen und ich werde weiter hart daran arbeiten, im nächsten Jahr wieder hier zu sein und ein weiteres Mal gut zu spielen.»

Nicht nur der Spanier demonstriert einen Blick in die Ferne. Auch für Federer ist es bereits Zeit in die unmittelbare Zukunft zu blicken: «Mein Ziel ist es in ein paar Wochen Wimbledon zu gewinnen. Das ist das Ziel Nummer 1 in dieser Saison.» Nach seinem Auftritt an den French Open wird ihm dies auch wieder zugetraut.

(fbu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Modo am 06.06.2011 11:56 Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Mit soviel Geld auf dem Konto wäre ich nicht mehr traurig, auch wenn ich mal verliere...

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  • Erwin Giger am 07.06.2011 00:17 Report Diesen Beitrag melden

    Top Leistung!

    Federer hat gezeigt, dass er wieder zurück ist, leider hat es nicht ganz gereicht. Den ersten Satz hätte er gewinnen müssen. Wäre ihm das gelungen hätte er womöglich gewonnen. Diese Aufholjagt von Nadal vom 2:5 zum 5:5 hat Nadal beflügelt. Im 3ten Satz hatte ich das Gefühl, jetzt dreht Federer den Match, doch dann kam bald das Break von Nadal im 4ten Satz, was dann des guten zu viel war für Roger Federer. Nadal war wohl einfach der Bessere. Er machte die Punkte in den entscheidenden Momenten.

  • Ladina am 06.06.2011 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    Weiter so!

    Ich glaube immer noch an Roger. Gar keine Frage. So ein Spieler wird es nicht wieder geben.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • T. Niss am 07.06.2011 03:46 Report Diesen Beitrag melden

    Das Vorbild

    Die Lichtgestalt. Freundlich und sportlich in Sieg und "Niederlage". Er hat seinen Sport und die ihn betreiben nach vorne gebracht. Auf so hohem Leistungsniveau so viel menschliches Niveau zeigen, das ist einsame Spitze. Roger, alles roger.

  • Erwin Giger am 07.06.2011 00:17 Report Diesen Beitrag melden

    Top Leistung!

    Federer hat gezeigt, dass er wieder zurück ist, leider hat es nicht ganz gereicht. Den ersten Satz hätte er gewinnen müssen. Wäre ihm das gelungen hätte er womöglich gewonnen. Diese Aufholjagt von Nadal vom 2:5 zum 5:5 hat Nadal beflügelt. Im 3ten Satz hatte ich das Gefühl, jetzt dreht Federer den Match, doch dann kam bald das Break von Nadal im 4ten Satz, was dann des guten zu viel war für Roger Federer. Nadal war wohl einfach der Bessere. Er machte die Punkte in den entscheidenden Momenten.

  • Bruno Hochuli am 06.06.2011 16:12 Report Diesen Beitrag melden

    Das quentchen Glück hat gefehlt.

    Der Match gegen Djokovic war zu anstrengend für Roger Federer und hat ihn zuviel Kraft gekostet. Zwei solch harte Matches zu gewinnen ist sehr schwer. Ich gratuliere ihm von Herzen. Wimbleton wird sicher nicht weniger anstrengend. Also gute Erholung.

  • pierre am 06.06.2011 13:40 Report Diesen Beitrag melden

    grosser Respekt

    Ich habe riesengrossen Respekt für Roger Federer. Herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg. Mancher Fussballer könnte sich ein Beispiel nehmen wie jemand auch mit fürstlichem Einkommen noch die Motivation für Topleistungen erbringt.

  • Peschä am 06.06.2011 13:27 Report Diesen Beitrag melden

    Super in Form

    Federer ist super in Form, das Spiel gestern war über weite Strecken sehr eng und ausgeglichen. Wenn er weiter auf diesem Niveau spielt, kann er noch viele Turniere gewinnen.