Gerard Piqué

20. November 2019 20:39; Akt: 20.11.2019 20:51 Print

«Ich habe nichts gegen Federer, im Gegenteil»

von Simon Graf, Madrid - Weil der Schweizer beim neuen Davis-Cup fehlt, kann sich dessen Erfinder Gerard Piqué eine kleine Stichelei nicht verkneifen.

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Barça-Verteidiger Gerard Piqué ist mit seiner Kosmos-Gruppe der Chef des Davis-Cups und hat in diesem Jahr das Format reformiert. Statt in K.-o.-Runden auf einen Final zweier Teams hinzuspielen, wird neu ein Finalturnier ausgetragen. Ausgetragen wird das Finalturnier in diesem Jahr im Tennisstadion Caja Magica in Madrid. Gerard Piqué sagt aber, dass der Event nicht in Spanien bleiben soll. «Der Davis-Cup gehört den Landesverbänden, deshalb muss er reisen: nach Asien, Nordamerika, Südamerika.» Der Davis-Cup blickt auf eine 119-jährige Geschichte zurück – und genauso legendär wie das Format ist die Trophäe. Gemeinhin wird der Pokal «als hässlichste Salatschüssel der Welt» bezeichnet. Gerard Piqué ist Katalane durch und durch. 1987 in Barcelona geboren, spielte er schon als Jugendlicher für den FC Barcelona. Nach ein paar Jahren in der Nachwuchsabteilung von Manchester United spielt er seit 2008 wieder für seinen Club und hat in den elf Jahren seither über 300 Spiele für Barça bestritten. Er gewann achtmal die spanische Meisterschaft, dreimal die Champions League, wurde mit Spanien 2010 Welt- und 2012 Europameister. Während Gerard Piqué den Davis-Cup revolutioniert, haben Roger Federer und sein Manager Tony Godsick den Laver-Cup ins Leben gerufen. In diesem Jahr wurde er zum dritten Mal ausgetragen, nach Prag und Chicago erstmals in der Schweiz – in Genf. Eine Teilnahme am Davis-Cup hat Federer – nicht zuletzt aus Gründen der Rivalität zwischen den beiden Events – schon früh ausgeschlossen.

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Gerard Piqué pendelt in dieser Woche täglich zwischen Barcelona und Madrid. Vormittags trainiert er mit dem FC Barcelona, dann fliegt er im Privatjet in die Hauptstadt zum neu geschaffenen Davis-Cup-Finalturnier seiner Kosmos-Gruppe. Eine anstrengende Woche, doch im Interview mit dem «Tages-Anzeiger» sagt er: «Ich mag es, beschäftigt zu sein. In Projekte involviert zu sein, an die ich glaube. Aber natürlich ist mein Hauptjob immer noch Fussball zu spielen. Wir haben am Samstag ein Spiel, und das müssen wir gewinnen.»

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Gewinnen möchte der 32-Jährige auch die Sympathien für den von ihm revolutionierten Team-Wettbewerb. Die Stadien waren bisher meist halbleer, am Dienstag beim ersten Auftritt der Spanier kam erstmals richtig Stimmung auf. «Wir wussten, dass das erste Jahr schwierig sein würde», sagt Piqué. «Es braucht Zeit, den Leuten das neue Format zu vermitteln.» Seine Vision ist, mit dem Finalturnier immer wieder an unterschiedliche Orte zu gehen: «Der Davis-Cup gehört den Landesverbänden, deshalb muss er reisen: nach Asien, Nordamerika, Südamerika.»

Mehrfach mit dem Agenten gesprochen

Der grosse Abwesende in Madrid ist Roger Federer. Piqué hätte ihn gern dabeigehabt: «Ich traf mich ein paarmal mit seinem Agenten (Tony Godsick) und hatte das Gefühl, die Beziehung sei gut. Ich habe nichts gegen Federer, im Gegenteil. Er ist eines meiner Idole.» Eine kleine Stichelei kann er sich aber nicht verkneifen: «Vielleicht sehen Federer und Godsick den Davis-Cup als Konkurrenten zu ihrem Laver-Cup. Das sehe ich nicht so. Der Davis-Cup hat eine 119-jährige Geschichte, der Laver-Cup ist eine grossartige Exhibition, die es seit drei Jahren gibt.»

Das grosse Interview mit Gerard Piqué gibt es auf tagesanzeiger.ch (kostenpflichtig).

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Walter Borpa am 20.11.2019 21:24 Report Diesen Beitrag melden

    Talentfrei

    Der hat ein paar Kopfbälle zuviel gemacht. Im Vergleich zu Roger hat der 5. Liga Niveau.

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  • lubamba am 21.11.2019 06:27 Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Den Reichen das Geld aus der Tasche ziehen um es den Armen zu geben? Kann mich nicht erinnern das Robin Hood so verteufelt wurde...Und ein Tennismatch zu sehen ist kein Grundbedürfnis...da verhungert keiner...

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  • Roger Fan am 21.11.2019 07:08 Report Diesen Beitrag melden

    Shut up please!

    Dann sei einfach still, und schau wie deine Turniere attraktiver werden!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sebastian Heinze am 22.11.2019 06:54 Report Diesen Beitrag melden

    Aroganz total

    Ich frage mich sowieso, warum das ein Fussballer einfach, ein im Tennissport bewerte Regelung umstosen kann. Aroganz total

  • Danny am 21.11.2019 15:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Davis Cup Cakes

    Das kann er vielleicht besser verkaufen ;-)

  • Konrad am 21.11.2019 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    was wenn es umgekehrt wäre

    Schade kann sich Fedi nicht im Fussball einkaufen, Pique hätte sicherlich auch sehr viel Spass wenn Fedi ein zusätzliches Format (Cup) einführen würde, dass den Spielplan (der gemäss Klopp/Guardiola eh schon zu gross ist) nur weiter aufblähen würde!

  • Herrr Brügeli am 21.11.2019 10:56 Report Diesen Beitrag melden

    genau

    Ich habe doch auch noch nichts gegen Herr Federer, im Gegenteil

  • Chregu am 21.11.2019 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    Links liegen lassen!

    Ach, Pique ist einfach ein falscher Hund, hetzt indirekt immer gegen Spanien und jetzt ist er ein riesen Spanien Fan und will das Sie gewinnen.Dazu hat er Madrid als Austragungsort gewählt und nicht Barcelona, alles kalkuliert. Ich bin überzeugt, dass Federer genau weiss was er tut!

    • Martin am 21.11.2019 12:45 Report Diesen Beitrag melden

      Arrogant und unehrlich

      Absolut korrekt, Pique mag in Spanien (ausser Barca) eigentlich niemand, total arrogant.

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