Stefan Edberg

30. Juli 2014 16:40; Akt: 30.07.2014 16:40 Print

«Ich hatte die bessere Rückhand als Federer»

Roger Federer gilt als der beste Tennisspieler aller Zeiten. Sein Trainer Stefan Edberg findet aber, dass seine eigene Rückhand zu aktiven Zeiten jene von Federer übertraf.

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Roger Federer wird nicht nur als der beste Spieler aller Zeiten gehandelt – mit aktuell 17 Grand-Slam-Turniersiegen. Vom Baselbieter wird auch behauptet, dass seine Schläge am elegantesten und perfekt ausgeführt sind. Sei es der Smash, die Vorhand oder die Rückhand. Die Backhand schlägt der 32-Jährige einhändig.

Doch Federer und auch Stan Wawrinka, dessen Paradeschlag die Rückhand ist, sind eine aussterbende Rasse im Tenniszirkus. Die meisten Spieler schlagen die Backhand heute beidhändig. Trotzdem kommt Federers wie auch Wawrinkas Ausführung der Perfektion nahe.

Nun liess aber Stefan Edberg, Federers aktueller Coach, verlauten, dass jemand eine noch bessere Backhand habe: er selber. Als Edberg in Toronto, wo Federer seine US-Tour auf Hartplätzen startet, gefragt wurde, ob die Rückhand seines Schützlings oder die eigene zu seiner aktiven Zeit besser sei, antwortete der Schwede: «Viele der anderen Schläge macht er viel besser, als ich es tat, aber ich sehe mich ganz wenig im Vorteil, was die Rückhand betrifft.»

Federer wieder auf Kurs gebracht

«Ich hatte eine der besseren Backhands auf der Tour, als ich aktiv war. Ich konnte sie offensiv und defensiv nutzen, konnte viel variieren. Es war ein Schlüsselschlag für mich», sagte Edberg der Nachrichtenagentur Reuters. Doch es wird wohl nicht die Aufgabe des 48-Jährigen sein, die Backhand Federers noch zu verbessern. Vielmehr konnte Edberg seinen Schützling seit letztem Dezember wieder auf die Erfolgsspur zurückführen.

Federer ist wieder fit, hat keine Probleme mit dem Rücken mehr und spielt gutes Tennis. Einen Teil davon hat er sicher auch dem sechsfachen Grand-Slam-Sieger zu verdanken. Der Maestro ist wieder die Weltnummer 3 und scheiterte im Wimbledon-Finale nur knapp an Novak Djokovic.

18. Major-Titel angepeilt

Nun versucht sich «Fedex» auf der US-Tour, die im US Open von Ende August bis Anfang September gipfelt. Der Baselbieter visiert seinen 18. Major-Titel an. Federer habe ein schwieriges letztes Jahr gehabt, aber er habe viel gearbeitet in den letzten neun Monaten, sagt Edberg. «Er ist nun fit und viel besser, als er noch in der Vergangenheit war. Er spielt derzeit so gut wie fast kein anderer auf der Tour.»

Das sind die verschiedenen Tennis-Beläge.

(hua)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Realist am 30.07.2014 17:33 Report Diesen Beitrag melden

    GOAT

    Es ist einfach unglaublich das Fedi mit 32 Jahren immernoch auf dem 3. Weltranglistenplatz ist und ganz vorne mitspielt nachdem er schon alles erreicht hat. Nur das sollte man sich mal auf der Zunge zergehen lassen...

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  • Susi Spakowski am 30.07.2014 17:39 Report Diesen Beitrag melden

    Backhänder

    Die Vorhand ist Federes Paradeschlag. Seine Vorhand wird als beste Vorhand in der Geschichte des Sportes bezeichnet. Die Rückhand hingegen gilt als schwächere Seite.

  • Chrissi am 30.07.2014 17:40 Report Diesen Beitrag melden

    Edberg hat noch was vergessen...

    ...er hatte auch noch grandiose Volleys! Sein Spiel war stark auf Serve-and-Volley ausgelegt, das konnte kaum jemand so wie er. Leider sieht man das heute kaum mehr so wie damals, die Angreifer-Verteidiger-Situation. Ich würde also mal sagen, die Backhand und der Volley von Edberg waren besser als bei Federer, aber bezüglich der restlichen Schläge und der Spielstärke hat Federer klar die Nase vorn!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • missyou am 30.07.2014 19:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    das waren noch

    schöne zeiten mit edberg!!!!!!!

  • Alles Roger am 30.07.2014 18:21 Report Diesen Beitrag melden

    Federers Rückhand der Perfektion nahe?

    Ich frage mich ob der Schreiberling schon mal einen Tennis-Match geschaut hat. Es ist bekannt, dass Federers schwachstelle die Rückhand ist. Auch wenn das Jammern auf hohem Niveau ist und Federer der wohl beste Spieler aller Zeiten ist, so ist es nun mal. Seine Vorhand ist absolute Weltklasse, seine Rückhand "nur" gut. Wawrinkas Rückhand ist zwischen sehr gut und Weltklasse.

  • Truthman am 30.07.2014 18:00 Report Diesen Beitrag melden

    Recht hat er ...

    Keine Frage, Federer wird eh massiv überbewertet. Also endlich einer, der kein Blatt von den Mund nimmt und Klartext spricht. Und so oder so: Nole, Rafa und auch Andy Murray, die sind alle dem Fedi um Welten überlegen ...

    • Wüethi am 30.07.2014 21:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Nicht mehr der jüngste

      Man muss einfach hier auch sagen, dass Federer nicht mehr der Jüngste ist. Er ist praktisch eine Tennisgeneration älter als diese drei Herren. Aber seine Erfolge sprechen für sich, dass er jetzt schon einer der besten aller Zeiten ist. Und ich meine nicht nur die Anzahl an GS Titeln...

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  • Chrissi am 30.07.2014 17:40 Report Diesen Beitrag melden

    Edberg hat noch was vergessen...

    ...er hatte auch noch grandiose Volleys! Sein Spiel war stark auf Serve-and-Volley ausgelegt, das konnte kaum jemand so wie er. Leider sieht man das heute kaum mehr so wie damals, die Angreifer-Verteidiger-Situation. Ich würde also mal sagen, die Backhand und der Volley von Edberg waren besser als bei Federer, aber bezüglich der restlichen Schläge und der Spielstärke hat Federer klar die Nase vorn!

    • Halef am 30.07.2014 18:34 Report Diesen Beitrag melden

      Andere Zeit - Anderes Spiel

      Edberg war vermutlich der beste Serve and Volley Spieler. Aber das Tennis hat sich gewandelt. Mit der heutigen Ausrüstung retournieren Spitzenspieler Aufschläge die nicht 1A plaziert sind problemlos zurück. Edberg, der meistens mit Kick aufschlug, würde heute ständig passiert.

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  • Susi Spakowski am 30.07.2014 17:39 Report Diesen Beitrag melden

    Backhänder

    Die Vorhand ist Federes Paradeschlag. Seine Vorhand wird als beste Vorhand in der Geschichte des Sportes bezeichnet. Die Rückhand hingegen gilt als schwächere Seite.