Die Presse zu Federer

28. November 2011 09:20; Akt: 28.11.2011 09:29 Print

«Phänomenal, einzigartig und legendär»

Nach seinem sechsten Masters-Triumph ist aus Roger Federer wieder «King Roger» geworden. Die Presse spart nach dem grandiosen Saison-Schlussspurt nicht mit Superlativen für den «Professor».

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Kein gutes Haar wurde nach den US Open an Roger Federer gelassen. Damals hatte die frühere Weltnummer 1 im Tennisjahr 2011 erst einen Titel in der Tasche und es war klar, dass er in dieser Saison keinen Grand-Slam-Titel gewinnen wird – erstmals seit 2002. Als der 30-Jährige auch noch auf Rang 4 der Weltrangliste zurückfiel, wurden die kritischen Stimmen noch lauter.

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Mit einem «goldenen November» hat Federer sie aber alle verstummen lassen. «King Roger» gewann dank 17 Siegen in Serie in unnachahmlicher Manier sein Heimturnier in Basel, erstmals Paris-Bercy und schliesslich zum sechsten Mal die World Tour Finals. Die Presse ist nach seinem 70. Turniersieg im 100. Final so enthusiastisch wie lange nicht mehr.

Nummer 1 wieder möglich

Der «Blick» freut sich über Federers «Feuerwerk zum Schluss» und glaubt, dass der Schweizer eine «fantastische Basis fürs nächste Jahr» gelegt hat. «Spielt er an den Grand-Slams und an den Masters-1000 im Frühling um den Titel mit, könnte er im Sommer sogar wieder ein Wort um die Nummer 1 mitreden», so die Boulevard-Zeitung.

Ähnlich analysiert auch der «Tages-Anzeiger» Federers Saison-Schlussspurt. «Einmal mehr hat Federer alle Kritiker verstummen lassen», heisst es. Der Masters-Champion habe eindrücklich demonstriert, «welch aussergewöhnlicher Sportler und Champion er ist» und «untermauert, dass er keine Luftschlösser baut, wenn er grosse Triumphe und die Rückkehr auf Rang 1 für möglich hält».

«Professor Federer»

Weniger analytisch, dafür umso euphorischer kommentiert die ausländische Presse Federers Triumph in London. «Phänomenal, einzigartig und legendär», beschreibt die «Gazzetta dello Sport» den Auftritt von «King Roger». In Deutschland widmet man sich den nackten Zahlen. «Federer schreibt Geschichte», titelt n-tv und führt aus, dass der Schweizer mit seinem sechsten Titel nun alleiniger Rekordhalter ist – vor Pete Sampras und Ivan Lendl.

Doch nicht überall wird Federers Erfolg mit grossen Schlagzeilen gewürdigt. Mit «Professor Federer» betitelt die spanische «Marca» Rafael Nadals Erzrivalen. Die Sportzeitung weist nicht gerade schmeichelhaft darauf hin, dass Federer als erster Spieler über 30 beim Saisonfinale gewonnen hat. Noch minimalistischer zeigt sich das österreichische Online-Portal News.at. Dort heisst es kurz und bündig «Federer siegt».

(pre)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Silvana Plüss am 28.11.2011 11:40 Report Diesen Beitrag melden

    Herzergreifend

    Federer spielt halt mit Herz und für alle Zuschauer sind seine Spiele immer wieder aufs neue spannend. Das er auch mit 30 dies noch kann... Chapeau

  • Trixi am 28.11.2011 15:20 Report Diesen Beitrag melden

    Schon gut, aber

    wenn Federer nur noch gewinnen kann wenn alle anderen verletzt sind oder psychische Probleme haben dann ist das Ganze ja nichts wert.

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  • Markus Hübscher am 28.11.2011 17:28 Report Diesen Beitrag melden

    Willhelm Tell

    Willhelm Tell hat ein Denkmal. Den gabs gar nie. Roger schon! Baut ihm eins. Aber ein gewaltiges. Jetzt!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Markus Hübscher am 28.11.2011 17:28 Report Diesen Beitrag melden

    Willhelm Tell

    Willhelm Tell hat ein Denkmal. Den gabs gar nie. Roger schon! Baut ihm eins. Aber ein gewaltiges. Jetzt!

  • Carrera am 28.11.2011 17:18 Report Diesen Beitrag melden

    Medien

    Man denke mal kurz an die Medienberichte vom Sommer/Anfang Jahr: "Federer sei zu alt.. solle zurücktreten" Wo sind diese Stimmen nun? Roger ist und bleibt der Grösste!

  • Rolf Müller am 28.11.2011 16:51 Report Diesen Beitrag melden

    Neider

    war denn Tsonga verletzt??

  • Trixi am 28.11.2011 15:20 Report Diesen Beitrag melden

    Schon gut, aber

    wenn Federer nur noch gewinnen kann wenn alle anderen verletzt sind oder psychische Probleme haben dann ist das Ganze ja nichts wert.

    • Vorhandschläger am 28.11.2011 16:40 Report Diesen Beitrag melden

      Aha, Siege nichts Wert

      Aha, wenn Federer gewinnt, haben die anderen Probleme. Wenn er verliert, ist er schlecht. Vielleicht haben ja Nadal und Djokovich auch nur gewonnen, weil Federer Probleme hatte. Dann sind deren Siege auch nichts Wert.

    • Hall OTrixi am 28.11.2011 16:44 Report Diesen Beitrag melden

      Unsinn

      du musst dich mal mit Tennis auseinander setzten, gut sein ist schön... aber lange gut sein ist schwierig! Und die wenigen Verletzungen Federers zeugen von einem sehr guten Training

    • tobias kuster am 28.11.2011 16:47 Report Diesen Beitrag melden

      Federers Schuld?

      Feder kann ja auch nichts dafür, dass die Anderen verletzt sind oder psychische Probleme haben. Es ist Federes Art zu tranieren, sein Ausgleich und nicht immer nur Tennis im Kopf zu haben, sowie seine Spielart, die es ihm ermöglicht am Ende vom Jahr immer noch topfit zu sein. Ein Nadal zum Beispiel spielt mit viel mehr Verschleiss als Federer. Logische Konsequenz: Nadal kann am Ende des Jahres nicht mehr. Doch dadurch die Leistung von Roger zu schmälern find ich respektlos, vielmehr sollte man ihm dies hoch anrechnen....

    • Daniela am 28.11.2011 18:06 Report Diesen Beitrag melden

      gewonnen

      gewonnen ist gewonnen, da gibts nichts zu diskutieren ;-) wer nicht fit ist hat pech gehabt.

    • king Roger am 28.11.2011 18:50 Report Diesen Beitrag melden

      trixi

      Nadel und Djokovic haben in den letztden Jahren nur Titel geholt weil federer psychisch nicht auf der höhe war!

    einklappen einklappen
  • godi am 28.11.2011 15:09 Report Diesen Beitrag melden

    Federer forever

    Auch wenn Roger Federer kein Grand Slam Titel mehr gelingen sollte und er den Nummer Eins Status nicht mehr erreichen sollte, ist und bleibt er einer der besten Sportler den die Welt je gesehen hat