Social-Media-Reaktionen

14. Juli 2019 21:38; Akt: 14.07.2019 23:03 Print

«Kriegen wir einen zweiten Pokal?»

Die Prominenz überschlug sich nach dem Final der Superlative. Hier die besten Tweets.

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Der Blick auf den Centre Court von Wimbledon. Nach dem obligaten Foto vor dem Spiel geht es los. Schon der erste Satz ist äusserst hart erkämpft. Novak Djokovic zeigt seine herausragenden defensiven Qualitäten und wehrt einen Breakball von Federer ab. Der Satz geht ins Tiebreak. In diesem verliert Federer bei eigenem Aufschlag drei Punkte – und das Tiebreak mit 5:7. Der zweite Satz verläuft überraschend klar – Federer ist immer einen Schritt schneller und behält die Überhand. Er kann Djokovic zwei Mal breaken und gewinnt locker 6:1. Der dritte Satz ist beinahe eine Kopie des ersten. Keinem der Finalisten gelingt ein Break, das Tiebreak muss entscheiden. Federer beginnt als Aufschläger und verzieht eine Rückhand. Auch der zweite und dritte Punkt enden in unerzwungenen Fehlern des Schweizers. Am Ende kann Djokovic jubeln, er gewinnt das Tiebreak 7:4 und geht mit 2:1-Sätzen in Führung. Im vierten Satz kann Federer den Match wieder ausgleichen. Er breakt Djokovic erneut doppelt, dem Serben gelingt aber ein Rebreak. Federer gewinnt den Satz 6:4. Die Entscheidung muss im fünften Satz fallen. Dieser ist an Dramatik schlicht nicht zu überbieten. Breaks, Rebreaks, Matchbälle, umstrittene Schiedsrichterentscheidungen – die Zuschauer bekommen alles zu sehen. Ein Tiebreak gibt es im fünften Satz erst beim Stand von 12:12. Dort behält der Serbe kühlen Kopf und entscheidet den Final für sich. Der strahlende Sieger: Djokovic mit seiner fünften Wimbledon-Trophäe. Nun hat er 16 Grand-Slam-Titel gewonnen. Verlierer Federer bleibt nur der silberne Teller.

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Was für ein Drama, was für ein Spektakel! Der Wimbledon-Final zwischen Roger Federer und Novak Djokovic ist Geschichte – und war ein Endspiel für die Ewigkeit. 5 Sätze und 2 abgekämpfte Helden, ein 13:12 im letzten Umgang zugunsten des Serben – dieser Match in London SW19 liess niemanden kalt.

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Gerade auch die sportinteressierte Prominenz nicht. Und besonders all jene nicht, die entweder dem Schweizer oder dem Serben emotional zugewandt sind. In diese Kategorie fällt Lindsey Vonn. Der US-Skistar ist seit Jahren Federer-Fan, die beiden haben sich mehrmals getroffen und auf dem Jungfraujoch auch schon zusammen Tennis gespielt.

Nach der Niederlage des Baselbieters twitterte Vonn entsprechend: «Gratulation an Nole Djokovic für diesen fantastischen Final. Aber Roger bleibt der Grösste aller Zeiten.» Als Emoji setzt sie eine Ziege – im englischen Sprachgebrauch eben dies: das Zeichen für den «greatest of all times» (GOAT).

Auch Real-Madrid-Star Toni Kroos äusserte sich auf Twitter begeistert vom Endspiel. Und für ihn ist der Silberteller nicht genug Belohnung für Federers fast fünfständigen Kampf gegen Djokovic. Er fragt: «Könnte man nicht zwei Pokale verteilen?»

Eine «Standing Ovation für beide Spieler» gab es von Martina Hingis.

Eine andere Schweizer Sportlerin, Skifahrerin Michelle Gisin, machte ihren Seelenschmerz öffentlich – aber auch den Stolz für ihren Lieblings-Tennisspieler: «Das schmerzt. Unglaublicher Match. Fantastisches Turnier.»

Ehrfürchtig der frühere australische Spitzenspieler Pat Cash: «Ich weiss, dass Roger Federer enttäuscht sein wird. Aber er spielt das aggressivste Tennis, das ich je gesehen habe. Keine Ahnung, wie er das macht.»

Neutral äusserte sich Sportministerin Viola Amherd und gratulierte beiden «Champions» zum Spiel, mit dem sie Tennisgeschichte schrieben. Die CVP-Bundesrätin hatte den epischen Final in Wimbledon auf der Tribüne mitverfolgt.

SP-Nationalrat Cédric Wermuth wusste offenbar nicht, wohin mit seinem Emotionen.


Von seiner humorvollen Seite zeigte sich derweil der ehemalige US-Topspieler Andy Roddick. Während des ewig langen und spannenden fünften Satzes fragte er auf Twitter kühn: «Läuft irgendetwas Gutes im Fernsehen?»

Auch der Kensington Palast lässt es sich nicht nehmen, dem Gewinner zu gratulieren.


Der Satiriker Renato Kaiser hat offenbar einen ausgeprägten Sinn für Ironie: «Immer wenn‘s drauf ankommt, versagt Federer. Ausser 20mal», schreibt er.


Joseph Blatter weint eine Träne für Roger:


SP-Politiker Manuel Weingartner über die Länge des Spiels:


Tennis

(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • TennisSport am 14.07.2019 22:12 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist noch vieles möglich ....

    Wenn man mit 37/38 so knapp gg ND am Sieg vorbei schrammt, kann man nur den Hut ziehen. Er ist und bleibt der Grösste.

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  • Immer Ewig am 14.07.2019 22:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Roger ist der Grösste

    und bleibt der Grösste!

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  • Urs Wolperth am 14.07.2019 22:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Noch einmal

    Sind wir heute nicht alle Federer? Das war Hammer - das war Spitzenklasse - und so nah dran. Grosses Pech doch das nächste Mal klappts - jetzt musst Du noch ein Jahr dranhängen Roger - bitte!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Kevin Korani am 20.07.2019 16:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlechter Verlierer

    Federer soll aufhören rum zu heulen,der hat oft genug gewonnen. Etwas Demut um zu begreifen das andere auch gewinnen können und besser sind als er täten ihm sicher gut.Der Gang zum Psychiater wäre angebracht.Mäh deinen Rasen und spiel mit deinen Kindern.Geniesse dein Leben.

  • Toni macaroni am 15.07.2019 21:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Serben bringen Glück

    Zum Glück wird es ab morgen wärmer und man kann wieder Berichte über die Klimaerwärmung schreiben. Genug Rosche und seine mimimi Fans für diese Woche

  • Neumann am 15.07.2019 15:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jünger

    Wenn dieser Federer gewinnt ist er für seine Fans der Grösste und gottähnlich. Wenn er verliert aber ebenfalls. Seine Jünger sind wohl nicht mehr ganz so objektiv.

    • Altmann am 16.07.2019 11:30 Report Diesen Beitrag melden

      @neu mann

      Das ist ganz einfach: Federer Fans bleiben ihrem Idol treu und sind keine Modefans!!!! Schau dir doch einfach all seine Rekorde an, es gibt keinen Besseren!! Das ist Objektiv!

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  • diiavolo am 15.07.2019 12:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Papierli Schwizer

    Schweiz vs Serbien. Wenn die schweizer gegen Serbien gewinnen wollen, müssen sie einen Albaner als Tennis sportler finden. Wie an der WM 2018. Wo uns schweizer repräsentiert, wie z.b xhaka & shaqiri. Dann würde es vlt klappen, das sie gegen Nole gewinnen.

  • B. Tristik am 15.07.2019 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    Mentalmonster at work.

    Zwei Grossmeister am Werk. Ein Tenniskrimi vom feinsten. Die Täter: zwei Mentalmonster RF & ND. Chappeau!!!