Roger Federer

30. März 2011 12:19; Akt: 30.03.2011 13:17 Print

«Schön, dass die Fans noch geblieben sind»

Erst um 0.30 Uhr betrat Roger Federer für sein Match gegen Olivier Rochus den Centre Court von Key Biscayne. Die Weltnummer 3 spielte zur Geisterstunde gross auf.

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«Das könnte das am spätesten angesetzte Spiel gewesen sein, dass ich je bestritten habe», sagte Roger Federer nach seinem Achtelfinal gegen den Belgier Olivier Rochus zu den Journalisten. «Ich bin mir aber nicht sicher. Es ist euer Job, das herauszufinden.» Erst um 0.37 Uhr konnte die Partie, die ursprünglich auf 21.30 Uhr angesetzt war, begonnen werden.

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Der Regen und ein Marathon-Match über dreieinhalb Stunden zwischen Maria Scharapowa und Alexandra Dulgheru (3:6, 7:6, 7:6) hatten den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung der Organisatoren gemacht. An Unterstützung fehlte es Federer aber auch zu später Stunde nicht, der Centre Court auf Key Biscayne, einer Halbinsel vor Miami, war auch zu später Stunde gut gefüllt. «Es war schön zu sehen, dass noch viele Fans dageblieben sind. Ein grosses Dankeschön an sie. Ich hätte erwartet, dass sie vielleicht nach dem ersten Satz gehen würden oder sogar noch bevor wir herauskamen», freute sich der Schweizer.

«Du hängst einfach herum»

Federer nahm die lange Wartezeit vor dem Spiel gelassen. «Du hängst dann einfach herum und denkst nicht einmal an sehr viel», erklärte der Baselbieter die Situation in der Kabine. «Aber ich war bis um 19 Uhr im Hotel. Ich hatte also den ganzen Tag, um etwas zu unternehmen.» Der 16-fache Grand-Slam-Sieger kam mit den nächtlichen Bedingungen dann einiges besser zurecht als sein Gegner. Federer machte kurzen Prozess mit Rochus: Nach 53 Minuten beendete der Schweizer die einseitige Partie mit seinem vierten Matchball zum 6:1 und 6:3-Erfolg.

«Alles funktionierte so, wie ich es mir vorstellte. Ich traf den Ball sehr gut und konnte variieren. Gegen Rochus habe ich schon ein paar enge Matches gespielt. Heute aber habe ich nicht zugelassen, dass er ins Spiel kommt. Ich spielte einfach zu offensiv», freute sich Federer über den Blitzsieg gegen Rochus, den er schon seit Juniorenzeiten kennt. Im Viertelfinal trifft Roger Federer nun auf Gilles Simon, gegen den er im Head-to-Head mit 1:2 zurückliegt. Die letzte Partie in der zweiten Runde des Australian Open entschied der Schweizer erst im fünften Satz für sich. Nach seinem Späteinsatz kriegt Federer nun immerhin einen Tag Pause. Das Spiel gegen Simon findet erst am Donnerstag statt.

(pre)