Vor Wimbledon

14. Juni 2019 21:00; Akt: 14.06.2019 21:36 Print

Diese Zahlen machen allen Nadal-Gegnern Mut

von Marco Keller - Der Spanier will nach seinem Paris-Titel auch in Wimbledon angreifen. Seit acht Jahren erlebte er aber im Tennis-Mekka nur Enttäuschungen.

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Die meisten Spieler haben bereits die Vorbereitung auf die All England Championships in Wimbledon aufgenommen. Nicht aber Rafael Nadal: Der Sandplatzkönig gönnt sich nach seinem 12. Titel in Roland Garros einige spielfreie Tage, und wird auch in der nächsten Woche nicht wie Roger Federer in Halle oder Stan Wawrinka im Londoner Queens Club aufschlagen. Die Zeiten, wo er schon am Tag nach dem Paris-Final bei strömendem Regen in Englands Hauptstadt trainierte, die sind auch beim so trainingsaffinen Spanier vorbei.

Wenn sich die Weltelite zum bedeutendsten Turnier des Jahres im Londoner Südwesten versammelt, wird Nadal also ohne Matchpraxis auf der so unberechenbaren Unterlage antreten. dafür mit durchwachsenen Erinnerungen: Im Vorjahr rang er zuerst im Viertelfinal Juan Martin del Potro nieder, anschliessend unterlag er dem späteren Novak Djokovic in einer grossartigen Partie mit 8:10 im Entscheidungssatz. Für viele Experten war es die beste Partie des Tennisjahres überhaupt. Djokovic war damals nur die Nummer 21 der Welt, er startete in Wimbledon erst seine Rückkehr, die ihn schon bald wieder auf den Weltranglisten-Thron führen sollte.

Toni Nadal, der Onkel und langjährige Trainer von Rafael, sagte am Sonntag gegenüber 20 Minuten, sein Neffe könne auch Wimbledon gewinnen. Zumindest, wenn man die Zahlen des letzten Jahrzehnts anschaut, beruht diese Aussage vor allem auf Zweckoptimismus.


Enttäuschungen à discrétion
Nadals zwei Titel in Wimbledon 2008 und 2010 liegen schon sehr weit zurück, zuletzt folgte eine für einen Spieler seiner Klasse erstaunliche Misserfolgsserie: Bei den letzten 6 Starts scheiterte er immer an einem Spieler ausserhalb der Top 20.

Zieht man den mittlerweile zurückgetretenen luxemburgischen Linkshänder Gilles Muller ab, da die Nummer 26, dem Nadal 2017 mit 13:15 im fünften Satz unterlag, liest sich die Bilanz noch schlimmer: Seine vier vorherigen Bezwinger hatten allesamt ein dreistelliges Ranking - sie belegten die Plätze 100, 135, 144 und 102.

Neben ihrer Klassierung hatten die Herren Lukas Rosol, Steve Darcis, Nick Kyrgios und Dustin Brown noch etwas gemeinsam: Sie beendeten die Partie allesamt mit einem Ass. Es ist der beste Weg, um den Meister der langen Ballwechsel nicht zurückkommen zu lassen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ganjaflash am 15.06.2019 01:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traumfinale

    Würde es toll finden wen es einen Final Nadal gegen Federer geben würde. Der bessere soll gewinnen auch wenn ich natürlich hoffe das Roger es macht.

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  • Si vis pacem para bellum am 15.06.2019 12:00 Report Diesen Beitrag melden

    Auslosung und Form entscheiden

    Man kann im Vorfeld nicht sagen, ob Novak, Rafael oder Roger in Wimbledon siegen werden. Die Auslosung ist wichtig und die derzeitige Form. Vielleicht siegt ja mal wieder ein Underdog. Unwahrscheinlich aber schön oder nicht?!

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  • Paul Atreides am 15.06.2019 17:40 Report Diesen Beitrag melden

    Federer holt weitere GS Titel, wenn...

    Fakt ist und das Belegen die Resultate der letzten 7 Jahre, kommt es bei den großen Turnieren auf Djokovic an. 2017 als Federer sein Comeback gab, war der Serbe in einem Leistungsloch, bis Wimbledon 2018 hielt das. Seitdem holte er 3 GS Turniere nacheinander. Federer besiegte Nole zuletzt 2012. Sollte Nole wieder anfangen zu schwächeln, wären auch objektiv wieder GS Titel für Roger machbar. Wie stark ein Nadal auf schnellen Belägen nach seiner Spielumstellung ist, muss man dann bewerten. Die großen 3 sind ohne Frage immer Titelaspiranten.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ruedi am 16.06.2019 12:53 Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Liebe Federer- Fans und Hater. In diesem Artikel geht es um Nadal. Kann man den Federer für Einmal ruhen lassen?

    • Lor K. am 16.06.2019 13:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ruedi GR Pesto

      Fedi lässt uns auch nie in Ruhe. Seine Werbung ist peinlich und aufdringlich.

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  • Alfred Ziehli am 16.06.2019 12:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schwieriger Stand

    Ich war mal sehr gerne RF Fan. Mittlerweile ist es mir peinlich. Er macht nur Werbung und gewinnt nur noch Einladungsturniere wie Basel.

  • Alex am 16.06.2019 09:27 Report Diesen Beitrag melden

    Fedifans im Traumland

    Nehmen Federer Fans eigentlich nur die GS her um in als besten aller Zeiten zu bezeichnen???Falls ja.......dann genießt noch 1 Jahr. Denn Rafa wird ihn nicht nur einholen sondern auch überholen!! .....und den Joker sollten fedifans auch nicht vergessen......

  • VAMOS am 15.06.2019 21:56 Report Diesen Beitrag melden

    RAFA

    Federer wird völlig überschätzt. Vom GOAT ist er weit entfernt.dafür ist er auf Sand weit hinter Rafa.Bei den 1000 Turnieren ist er " nur" an dritter Stelle und eine Einzel Goldmedaille bei Olympia fehlt auch noch um nur mal kurz 3 Punkte zu nennen. Seine meisten GS holte er vor der Ära Nadal Djokovic. Djokovic, Nadal und Federer sind wohl die 3 besten Spieler der Open Ära und jeder Fan muss dankbar sein das zu erleben. Allerdings einen davon als GOAT zu bezeichnen ist den anderen beiden äusserst unfair und von geistiger Inkompetenz.

    • Tennishead am 15.06.2019 22:07 Report Diesen Beitrag melden

      @Vamos

      Bravo! Endlich mal einer, der es kapiert hat.

    • Genau Betrachtet am 16.06.2019 06:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @VAMOS

      na ja - G.O.A.T. heisst ja auch "greatest of all times". nicht G.O.T.A.N.A.D. - "greatest of the aerea Nadal and Djokovic". von dem her ists nicht unfair diesen beiden gegenüber und könnte halt schon noch stimmen. (was nicht heisst, dass es noch ändern könnte)

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  • Mone Justforme am 15.06.2019 20:56 Report Diesen Beitrag melden

    Federer liefert kontinuierlich

    Federer ist der einzige Spieler auf der Tour, der bis auf wenige Ausnahmen, kontinuierlich abliefert. Ganz wenige Auftaktniederlagen sind zu verzeichnen, darin sind selbst Nadal und Djokovic unterlegen. Die schon öfter nach der ersten Runde, die Segel streichen mussten.

    • D. Certainly am 15.06.2019 21:29 Report Diesen Beitrag melden

      @Mone Justforme

      Da bin ich ganz bei Ihnen. Er kommt meistens immer weit. Deshalb ist er auch noch unter den 3 Besten gelistet. Gute Sache.

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