Wimbledon

04. Juli 2014 10:39; Akt: 04.07.2014 19:46 Print

Djokovic kämpft sich mit Mühe in den Final

Der Serbe Novak Djokovic schlägt den Bulgaren Grigor Dimitrov in vier Sätzen 6:4, 3:6, 7:6 und 7:6 und steht im Final von Wimbledon. Dort trifft er auf Roger Federer

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Novak Djokovic gewinnt in 5 Sätzen gegen Roger Federer. Es ist sein 2. Titel. Im 4. Satz scheint das Spiel entschieden. Federer muss einen Matchball abwehren. Doch der Maestro kommt zurück, gewinnt 4 Games in Folge und rettet sich in den 5. Satz. Djokovic kann es nicht fassen. Federer ist sehr nahe an der Sensation und dem 8. Titel, doch schlussendlich reicht es nicht ganz. Djokovic breakt den Schweizer und gewinnt das Turnier. Roger Federer kommt seinem Traum vom achten Wimbledon-Titel einen Schritt näher: Er schlägt im Halbfinal Milos Raonic souverän 6:4, 6:4, 6:4. Sie sehen ihn wieder - und zwar schon am Sonntag! Dann steht der Final gegen Novak Djokovic an. Holt Federer seinen achten Titel in London, krönt er sich zum alleinigen Rekordhalter. Raonic, der seinen ersten Grand-Slam-Halbfinal spielte, kann zwar was die Aufschläge und Vorhand angeht mithalten, spielerisch ist er dem Schweizer aber klar unterlegen. Die Faust von Roger Federer zeigt: Er ist der Sieger im Schweizer Viertelfinal in Wimbledon. Dabei erwischte Stan Wawrinka den besseren Start und holte sich den ersten Satz. Kein Wunder wirkt Wawrinka zum Schluss enttäuscht. Aber seine Fähigkeiten reichten heute nicht, Rasen-König Federer zu stoppen. Jaaaaaaa! Das Schweizer Duell im Viertelfinal ist perfekt: Wawrinka folgt Federer nach einem Dreisatz-Sieg gegen Feliciano Lopez. Der Spanier Feliciano Lopez war Wawrinka bis in den dritten Satz hinein ein absolut ebenbürtiger Gegner. Erst ganz zum Schluss bekundete er in seinen Aufschlagspielen Mühe und musst das einzige Break im ganzen Match zulassen. Federer hatte kurz zuvor Tommy Robredo 6:1, 6:4, 6:4 besiegt. Für Robredo hilft auch tiefes Durchatmen nicht: Der Spanier kommt nie richtig ins Spiel. Stan Wawrinka schlägt in der dritten Runde den Usbeken Denis Istomin und steht in den Achtelfinals von Wimbledon. Der Schweizer kommt gegen seinen Gegner nur am Anfang des ersten Satzes kurz unter Druck, als er drei Breakbälle abwehren muss. In den Achtelfinals wartet entweder Feliciano Lopez oder John Isner. Wie ein Eilzug: Federer lässt Santiago Giraldo keine Chance und steht im Achtelfinal. Am Ende gewinnt er gegen den Kolumbianer 6:3, 6:1, 6:3. Roger Federer hat auch in Runde 2 alles im Griff. Der Schweizer schlägt Gilles Muller aus Luxemburg 6:3, 7:5 und 6:3 und zieht in die nächste Runde ein. Dort trifft er entweder auf den Spanier Marcel Granollers oder den Kolumbianer Santiago Giraldo. Stan Wawrinka bleibt auch in der 2. Runde von Wimbledon siegreich. Der Schweizer schlägt den Taiwanesen Yen-Hsun Lu 7:6, 6:3, 3:6 und 7:5. In der nächsten Runde wartet Denis Istomin aus Usbekistan. Stanislas Wawrinka tritt in der 2. Runde gegen den Taiwanesen Lu Yen-Hsun an. Roger Federer gelingt der Auftakt in Wimbledon nach Mass. Er besiegt Paolo Lorenzi 6:1, 6:1, 6:3. Der Italiener hat einen schweren Stand. Stan Wawrinka startet mit einem 6:3, 6:4, 6:3-Sieg gegen Joao Sousa ins Turnier. Federer wirkt im Training in Wimbledon entspannt. Stan Wawrinka bekommt es in der ersten Runde von Wimbledon mit dem Portugiesen João Sousa (ATP 48) zu tun. Der siebenfache Champion Roger Federer trifft auf den Italiener Paolo Lorenzi (ATP 81). Im Viertelfinal könnten die beiden Schweizer aufeinandertreffen.

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Der erste Finalist in Wimbledon heisst Novak Djokovic: Der topgesetzte Serbe gewinnt im Halbfinal 6:4, 3:6, 7:6 (7:2), 7:6 (9:7) gegen Grigor Dimitrov (ATP 13).

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Bei äusserst schwierigen Bedingungen mit starkem, unregelmässigem Wind und einem in der Sonne und durch die Abnützung rutschig gewordenen Rasen startete Djokovic besser. Der erste Satz wurde ihm vom 23-jährigen Dimitrov, der als erster Bulgare einen Grand-Slam-Halbfinal erreicht hatte, praktisch auf dem Präsentierteller geschenkt. Im fünften Game beging er hintereinander einen Volley-, einen Doppel-, einen Rückhand- und einen Vorhand-Fehler und gab seinen Aufschlag zu null ab. Es blieb das einzige Break.

Djokovics Einbruch im zweiten Satz

Im zweiten Durchgang schien der Weltranglisten-Zweite alles im Griff zu haben. Bei einer 3:1-Führung hatte er sogar einen Ball zum Doppel-Break - doch Djokovic erlebte einen regelrechten Einbruch. Er gab die nächsten fünf Games - und damit den Satz - ab. Danach war auch Halbfinal-Debütant Dimitrov im Match angekommen.

Er steigerte sich zunehmend, Djokovic hielt dagegen - und das Niveau und die Intensität nahmen stetig zu. Unter den Augen seiner Freundin Maria Scharapowa stellte Dimitrov eindrücklich unter Beweis, warum er seit seiner Jugend und dem Gewinn des Juniorentitels 2008 in Wimbledon «Baby-Federer» genannt wird.

Dimitrov verschenkt Drei-Punkte-Führung im Tiebreak

Im dritten Satz konnte keiner der beiden Kontrahenten einen Breakball nützen, im Tiebreak behielt Djokovic mit 7:2 klar die Oberhand. Im vierten schenkte Dimitrov seinen Aufschlag mit drei Doppelfehlern zum 1:2 praktisch kampflos her, nur um dann sogleich mit dem 2:2 zu kontern. Bei 5:4 verschaffte sich der Bulgare einen Satzball, den Djokovic mit einem Aufschlagwinner abwehrte. Im folgenden Tiebreak ging Dimitrov 6:3 in Führung, konnte erneut keinen der Satzbälle nützen. Nach 3:02 Stunden verwertete Djokovic mit etwas Glück und einem Passierball via Netzkante seinerseits den zweiten Matchball.

In seinem dritten Wimbledonfinal in vier Jahren (Sieger 2011) trifft Djokovic auf den siebenfachen Champion Roger Federer (ATP 4).

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(sda)

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