Wimbledon

06. Juli 2014 13:50; Akt: 06.07.2014 21:34 Print

Djokovic ringt Federer in 5 Sätzen nieder

Roger Federer verpasst in Wimbledon seinen 18. Grand-Slam-Titel. Der Schweizer unterliegt Novak Djokovic 7:6 (9:7), 4:6, 6:7 (4:7), 7:5, 4:6. Der Serbe ist wieder die Nummer 1 der Weltrangliste.

Bildstrecke im Grossformat »
Novak Djokovic gewinnt in 5 Sätzen gegen Roger Federer. Es ist sein 2. Titel. Im 4. Satz scheint das Spiel entschieden. Federer muss einen Matchball abwehren. Doch der Maestro kommt zurück, gewinnt 4 Games in Folge und rettet sich in den 5. Satz. Djokovic kann es nicht fassen. Federer ist sehr nahe an der Sensation und dem 8. Titel, doch schlussendlich reicht es nicht ganz. Djokovic breakt den Schweizer und gewinnt das Turnier. Roger Federer kommt seinem Traum vom achten Wimbledon-Titel einen Schritt näher: Er schlägt im Halbfinal Milos Raonic souverän 6:4, 6:4, 6:4. Sie sehen ihn wieder - und zwar schon am Sonntag! Dann steht der Final gegen Novak Djokovic an. Holt Federer seinen achten Titel in London, krönt er sich zum alleinigen Rekordhalter. Raonic, der seinen ersten Grand-Slam-Halbfinal spielte, kann zwar was die Aufschläge und Vorhand angeht mithalten, spielerisch ist er dem Schweizer aber klar unterlegen. Die Faust von Roger Federer zeigt: Er ist der Sieger im Schweizer Viertelfinal in Wimbledon. Dabei erwischte Stan Wawrinka den besseren Start und holte sich den ersten Satz. Kein Wunder wirkt Wawrinka zum Schluss enttäuscht. Aber seine Fähigkeiten reichten heute nicht, Rasen-König Federer zu stoppen. Jaaaaaaa! Das Schweizer Duell im Viertelfinal ist perfekt: Wawrinka folgt Federer nach einem Dreisatz-Sieg gegen Feliciano Lopez. Der Spanier Feliciano Lopez war Wawrinka bis in den dritten Satz hinein ein absolut ebenbürtiger Gegner. Erst ganz zum Schluss bekundete er in seinen Aufschlagspielen Mühe und musst das einzige Break im ganzen Match zulassen. Federer hatte kurz zuvor Tommy Robredo 6:1, 6:4, 6:4 besiegt. Für Robredo hilft auch tiefes Durchatmen nicht: Der Spanier kommt nie richtig ins Spiel. Stan Wawrinka schlägt in der dritten Runde den Usbeken Denis Istomin und steht in den Achtelfinals von Wimbledon. Der Schweizer kommt gegen seinen Gegner nur am Anfang des ersten Satzes kurz unter Druck, als er drei Breakbälle abwehren muss. In den Achtelfinals wartet entweder Feliciano Lopez oder John Isner. Wie ein Eilzug: Federer lässt Santiago Giraldo keine Chance und steht im Achtelfinal. Am Ende gewinnt er gegen den Kolumbianer 6:3, 6:1, 6:3. Roger Federer hat auch in Runde 2 alles im Griff. Der Schweizer schlägt Gilles Muller aus Luxemburg 6:3, 7:5 und 6:3 und zieht in die nächste Runde ein. Dort trifft er entweder auf den Spanier Marcel Granollers oder den Kolumbianer Santiago Giraldo. Stan Wawrinka bleibt auch in der 2. Runde von Wimbledon siegreich. Der Schweizer schlägt den Taiwanesen Yen-Hsun Lu 7:6, 6:3, 3:6 und 7:5. In der nächsten Runde wartet Denis Istomin aus Usbekistan. Stanislas Wawrinka tritt in der 2. Runde gegen den Taiwanesen Lu Yen-Hsun an. Roger Federer gelingt der Auftakt in Wimbledon nach Mass. Er besiegt Paolo Lorenzi 6:1, 6:1, 6:3. Der Italiener hat einen schweren Stand. Stan Wawrinka startet mit einem 6:3, 6:4, 6:3-Sieg gegen Joao Sousa ins Turnier. Federer wirkt im Training in Wimbledon entspannt. Stan Wawrinka bekommt es in der ersten Runde von Wimbledon mit dem Portugiesen João Sousa (ATP 48) zu tun. Der siebenfache Champion Roger Federer trifft auf den Italiener Paolo Lorenzi (ATP 81). Im Viertelfinal könnten die beiden Schweizer aufeinandertreffen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Federer schnupperte im fünften Satz zwar als erster Spieler am Break. Danach kippte die Partie aber zu Gunsten des Serben, der mit dem Service-Durchbruch zum 6:4 ein hochklassiges und dramatisches Spiel gewann. Federer blieb letztlich gegen das spielerische Übergewicht des Serben chancenlos. Der Baselbieter hatte sich mirakulös in den fünften Satz gerettet.

Umfrage
Wer triumphiert 2014 in Wimbledon?
81 %
19 %
Insgesamt 20689 Teilnehmer

Der Schweizer war zu stark von seinem Aufschlag abhängig, der allerdings gut funktionierte. Im vierten Satz, beim Stand von 1:2 und 0:40, vermochte ihn dieser allerdings nicht zu retten. Dem Serben gelang das scheinbar vorentscheidende Break. Doch Federer meldete sich sogleich zurück und verkürzte mit seinem ersten Service-Durchbruch auf 2:3. Die Freude war von kurzer Dauer. Federers Asse und Aufschlagwinner wurden seltener, Djokovic nutzte dies erneut zum Break.

Dem Serben blieb das Zittern gleichwohl nicht erspart. Als er zum Matchgewinn aufschlug, kassierte er prompt das Break zum 4:5. Federer wiederum nahm die Einladung nur zögernd an. Er wehrte, um auf 5:5 auszugleichen, einen Matchball mit einem Ass ab. Und der Schweizer setzte mit dem Break zum 6:5 gleich noch einen drauf! Nun konnte der Schweizer nach dem vierten Game in Folge zum Satzausgleich servieren.

Federer hatte bereits im Startsatz das Glück auf seiner Seite gehabt. Er wehrte im Tiebreak bei Aufschlag Djokovic einen Satzball ab, einen weiteren mit eigenen Service. Zu Beginn des zweiten Satzes vermochte der Serbe den Druck zu erhöhen und schaffte als erster Spieler ein Break. Einzig beim Stand von 5:4 wurde er vom Schweizer noch ernsthaft getestet. Ein Highlight bot Federer im dritten Satz, als er mit 4 Assen in Serie auf 5:4 stellte. Doch der Serbe liess sich von dieser Vorstellung nicht beeindrucken.

Djokovic feierte nach 2011 seinen zweiten Titel im Wimbledon, Federer bleibt auf deren sieben sitzen. Er bleibt somit auf gleicher Stufe wie Pete Sampras und William Renshaw, die ebenfalls siebenmal gewonnen haben. Djokovic zieht nach seinem 7. Sieg in einem Grand-Slam-Final (4-mal Australian Open, 2-mal Wimbledon, 1-mal US Open) und dem ersten seit dem Australian Open 2013 in der Weltrangliste an Rafael Nadal (Sp) vorbei, Federer überholt Landsmann Stan Wawrinka und wird neu als Nummer 3 geführt werden. Der Baselbieter hat 17 Titel der höchsten Stufe in seinem Palmarès. Letztmals setzte er sich 2012 in Wimbledon durch. Sein erster Verfolger ist Nadal mit 14 Titeln.

Zum Liveticker im Popup

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • the kid am 06.07.2014 19:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bravo beide

    niederringen ist wohl das falsche wort! federer hat klasse gespielt. grossen respekt an ihn! es hätte auch anders kommen können. djokovic ist ein sehr fairer gewinner! ich hoffe dass sehen die federer-fanatiker nach dieser siegerehrung auch ein!

    einklappen einklappen
  • Federer Fan am 06.07.2014 19:30 Report Diesen Beitrag melden

    Was für ein Finale!

    Ein überaus spannendes und phantastisches Spiel mit 2 Topspielern auf Augenhöhe. Schade hat es für Roger nicht geklappt, es hat nur sehr wenig gefehlt. Wer jetzt noch einen dummen Spruch in Richtung Federer bringt, hat definitiv keine Ahnung. Ich gratuliere Roger für diese enorme Leistung! GO ON!!

  • Raphi am 06.07.2014 19:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hut ab!

    Auch wenn er nicht gewonnen hat, im 4. Satz nochmals so zurück zu kommen zeugt von extremer mentaler Stärke! Mit einer solchen Turnierleistung hat er allen Kritikern den Meister gezeigt und muss sich sicher vor niemandem verstecken!

Die neusten Leser-Kommentare

  • TennisSport am 06.07.2014 21:29 Report Diesen Beitrag melden

    Roger kommt an sein Bestes heran ......

    Was für ein Match, einfach absolutes Spitzentennis. Schon unglaublich was uns Roger Federer mit fast 33, gegen einen Spieler wie Djokovic in seinen besten Tennisjahren noch zeigt, Klasse pur, leider hat es knapp nicht gereicht, hätte auch auf die andere Seite kippen können. Gerade deshalb glaube ich, Roger wird noch mindestens einen GS gewinnen. Möchte auf diesem Weg auch Djokovic zu seinem Sieg gratulieren.

  • Sam am 06.07.2014 20:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fedi go...

    Fedi go, go home...

  • Rolli S. am 06.07.2014 20:27 Report Diesen Beitrag melden

    Nachwuchs aufbauen

    Time to go ! Ab jetzt kann Federer nur verlieren, hoffentlich findet er den richtigen Abgang. Er ist ja ein recht sympathischer Sportsmann im Gegensatz zu seinen kommentierenden Landsleuten. Hoffentlich hat man nicht im Glanze der Siege von RF vergessen, den Nachwuchs entsprechend aufzubauen.

  • Sam am 06.07.2014 20:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nie wieder...

    Welches GS will Feddo noch gewinnen?

  • The Observer am 06.07.2014 20:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was nun RF 

    Schon wieder Federn verloren. Was bleibt noch? Einsicht für Rücktritt offensichtlich nicht.