ATP-1000-Turnier in Shanghai

10. Oktober 2019 12:13; Akt: 10.10.2019 17:27 Print

Federer bleibt für David Goffin ein Goliath

Der Weltranglistendritte gewinnt in Shanghai einen hochklassigen Achtelfinal trotz arger Bedrängnis im Startsatz.

Mit einem Ass löst Federer gegen Goffin in Shanghai das Viertelfinal-Ticket. (Quelle: SRF)
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Wer einen einseitigen Match erwartet hatte, wurde von David Goffin an diesem Abend im Qi-Zhong-Stadion von Shanghai angenehm überrascht – oder beunruhigt, was die Anhänger von Roger Federer betrifft. Der 28-jährige Belgier, der gegen ihn zuvor nur eine von zehn Begegnungen gewonnen hatte (am ATP-Finale 2017) und zuletzt beim US Open 2:6, 2:6, 0:6 untergegangen war, spielte von Anfang an Vollgas-Tennis. Er zeigte eine brillante Leistung und hätte den ersten Satz gewinnen müssen.

Weil die belgische Weltnummer 14 in den entscheidenden Momenten aber wieder einmal Nerven zeigte und Federer da auch gar nichts verschenkte, entwickelte sich die Partie zu einem hochklassigen und spannenden Spektakel, das der Favorit 7:6 (9:7), 6:4 gewann. Eifrig unterstützt von einer riesigen roten Gruppe chinesischer Fans mit RF-Spruchbändern, musste der 20-fache Grand-Slam-Sieger im Startsatz gleich fünf Satzbälle abwehren. Vier davon als Rückschläger, allein drei im zwölften Game, in dem er sich mit seinem ersten Break in die Kurzentscheidung retten konnte. In dieser fiel er 2:5 zurück und musste zwei weitere Satzbälle annullieren. Dann nützte er bezeichnenderweise gleich seine erste Chance bei eigenem Aufschlag, um den Satz zu beenden.

Nimmt Federer Revanche?

Der enorm risikofreudig spielende Federer schaffte im zweiten Durchgang – auch mit etwas Hilfe der Netzkante, die ihm schon im Tiebreak freundlich gesinnt war – sein zweites Break zum 4:3. Damit hatte er Goffin, der als Zehnter der Jahreswertung noch um einen Platz am ATP-Finale kämpft, in den Seilen. In seinen letzten beiden Aufschlaggames verlor er nur noch einen Punkt und beendete die Partie nach 115 Minuten mit seinem 8. Ass.

Der zweifache Shanghai-Sieger dürfte nach diesem bestandenen Test bereit sein für die Endphase des Turniers. Im Viertelfinal trifft Federer am Freitag (12.30 Uhr MEZ) auf Alexander Zverev (ATP 6). Gegen den Deutschen hat er die letzte Partie am ATP-Finale im vergangenen November in London verloren. Klar ist, dass ihn auch in dieser Partie wieder sein asiatischer Fan-Chor unterstützen wird mit einem kreischenden «Roger, Roger, go, go go».

Tennis

(rst)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ulrich am 10.10.2019 14:08 Report Diesen Beitrag melden

    GOAT

    Federer ist einfach immer noch der Beste!

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  • Mona am 10.10.2019 14:18 Report Diesen Beitrag melden

    Für mich bist du der beste Tennisspieler

    Roger wünsche die Glück und hoffe du kommst weiter. Aber ich weiss du wirst es schaffen. Und bleibe uns noch lange treu und spiele noch lange Tennis.

  • k.kinski. am 10.10.2019 13:58 Report Diesen Beitrag melden

    Spannung total.

    Tolles Match, von beiden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Boris am 12.10.2019 22:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Goliath ist etwas zu hoch gegriffen. Ich schlage vor: Donald Duck.

  • Ivan Pendel am 10.10.2019 21:15 Report Diesen Beitrag melden

    Goffin und die lieben Nerven

    Wie frustrierend muss das bitte sein?! Wieder einmal Satzbälle gehabt und am Ende wieder an den eigenen Nerven gescheitert zu sein. Tennis kann grausam sein.

  • David am 10.10.2019 18:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ähm

    Titel macht keinen Sinn, denn David gewann gegen Goliath.

  • David Davidson am 10.10.2019 17:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    David gegen Goliath

    Wie war das noch gleich mit der Geschichte David gegen Goliath? Ich habe immer gedacht, dass David Goliath besiegt hatte. Da Federer aber gewonnen hat, trifft dieser Vergleich iwie nicht ganz zu...

  • Bomas Therdych am 10.10.2019 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    Schade Goffin...

    Goffin fehlt der Killerinstinkt. Gegen Nadal, Djolovic und Federer ist der Druck stets so groß, dass er am Ende beinahe immer den Kürzeren zieht. Er wird niemals ein GS Turnier gewinnen. Ein guter Spieler wie D. Ferrer aber zur Weltklasse fehlen ihm die Nerven.

    • roman am 10.10.2019 18:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bomas Therdych

      Ferrer war auch zu klein. Wie Davydenko.

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