Nach 6 Wochen Pause

11. Mai 2012 08:07; Akt: 11.05.2012 09:31 Print

Federer erklärt sein Erfolgsrezept

Roger Federer fegt im Achtelfinal Richard Gasquet weg. Warum es plötzlich so einfach ging, liegt gemäss dem Schweizer auch an seiner Planung. Nun soll es noch viel besser werden.

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Roger Federer: Er siegte auf dem blauen Sand von Madrid bei der Premiere 2012. Novak Djokovic wurde von Stanislas Wawrinka gefordert - und dann im Viertelfinal von Janko Tipsarevic gestoppt. Der Schweizer konnte aber in den entscheidenden Momenten nicht mithalten. Er scheitert im Achtelfinal. Rafael Nadal: Das Aus im Viertelfinal - nicht nur weil der Gegner gut war, wie er selbst zu gibt, sondern auch wegen dem bösen blauen Sand. Fernando Verdasco kann seinen Sieg gegen Nadal kaum fassen. Roger Federer zeigt seine Schuhe nach dem Sieg gegen Raonic auf seiner Facebook-Seite. Ein Linienrichter klappt beim Spiel Baghdatis gegen Garcia-Lopez zusammen. Böse Stimmen munkeln: Der Sand ist schuld. Als rutschig wird der Court oft beschrieben. Dies stellt auch Caroline Wozniacki fest. Schmerzen am Fussgelenk, ein roter Kopf und blaue Sohlen. Trotzdem siegt die Dänin gegen Mona Barthel mit 6:4, 7:6. Pflege für den blauen Sand. Wie jeder Sandplatz muss auch dieser gewässert werden. Novak Djokovic meint: «Das war kein Tennis. Entweder brauche ich Fussballschuhe oder einen Rat, wie man auf diesem Platz spielen soll.» Oder auch über Twitter: «Erstes Spiel auf blauem Sand? Ouch. Nächstes Mal bringe ich bessere meine Skates mit. Sehr rutschig.» Serena Williams nimmts lockerer: «Blaue Asche ist doch fein. Ich könnte auch auf Eis spielen, falls es nötig ist.» Gilles Simon: «Für mich sind das die schlechtesten Courts der Sandsaison.» Richard Gasquet: «Der Platz ist sehr bizarr. Das ist eine Eisbahn, kein Court.» Roger Federer vor seinem ersten Ernstkampf an der Pressekonferenz. Farblich hat er seine Mütze schon mal den Verhältnissen angepasst.

Der blaue Sand in Madrid.

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In der zweiten Runde gegen Milos Raonic wäre Roger Federer um ein Haar ausgeschieden. Jetzt steht er nach einer Glanzleistung gegen Richard Gasquet im Viertelfinale. So schnell kann es gehen. «Es lief viel einfacher. Das war gut, um den Rhythmus zu finden. Ich glaube, ich spielte gut gegen einen, der mich zuvor auf Sand zweimal besiegte», bilanziert Roger Federer nach dem Sieg gegen den Franzosen gegenüber «tennistv.com».

Umfrage
Wie weit kommt Roger Federer in Madrid?
2 %
7 %
22 %
69 %
Insgesamt 873 Teilnehmer

Mit ein Grund für die famose Leistung sieht die Weltnummer 3 in seiner selbst auferlegten sechswöchigen Pause: «Madrid ist zwar ein schwieriges Turnier, um zurückzukommen. Das wusste ich. Natürlich spüre ich meine Muskeln und habe kleine Blessuren oder Wehwehchen – das ist völlig normal», so Federer auf die Frage, wie sich die Rückkehr nach der langen Pause anfühle. Er fügt jedoch gleich hinzu: «Mental bin ich frisch, glücklich zu spielen und motiviert. Das sind ebenfalls Schlüsselfaktoren.»

Der Blick aufs French Open

«Wenn du in den entscheidenden Momenten frisch bist, hilft das extrem. Ich glaube, das habe ich in den letzten Tagen gut gemeistert», sinniert der Baselbieter. Tatsächlich trifft dies vor allem auf den Auftaktmatch gegen Raonic zu, in welchem er unterlegen schien, aber die Big Points für sich entschied. «Vielleicht ist das wegen der Frische. Andere sind vielleicht müder. Gasquet spielte beispielsweise letzte Woche noch in Estoril.»

Obwohl Federer erstmal hofft, in der spanischen Hauptstadt weit zu kommen, blickt er bereits weiter voraus: «Ich hoffe, meine Planung zahlt sich in den nächsten Wochen noch mehr aus. Ich will bereit sein, vielleicht auch irgendwo tief in einem fünften Satz beim French Open.» Der Maestro verschweigt es einmal mehr nicht: Die grossen Ziele kommen erst im Sommer.

12:0-Bilanz gegen Ferrer

Vorerst geht’s jedoch heute (ca. 21 Uhr) gegen David Ferrer weiter. Im Direktduell führt der Schweizer gegen die Weltnummer 6 zwar 12:0, «aber auf Sand ist er immer stark». 2010 trafen die beiden beispielsweise im Halbfinal in Madrid aufeinander. Federer setzte sich knapp mit 7:5, 3:6, 6:3 durch.

(fox)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • meccano am 11.05.2012 09:27 Report Diesen Beitrag melden

    dürftige mentalität

    eine frage an alle, die roger federer's erfolge immer wieder schlecht zu reden versuchen und relativieren: wie viele spitzensportler haben sich derart lange an der absoluten weltspitze halten können? beginnt mal aufzuzählen und fragt euch dann, ob diese von ihren eigenen landsleuten auch z.t. derart schlecht gemacht wurden.

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  • Ueli Bucher am 11.05.2012 09:45 Report Diesen Beitrag melden

    Unsportlich????

    Roger Federer sei unsportlich, weil er ein blaues Shirt trug??? Zum Glück hatte Gasquet ein "rotes" Shirt an, sonst hätte ich die beiden nicht auseinander halten können!!! So ein riesen Quatsch..... Roger hat ganz einfach solides Tennis gespielt.... Punkt, Aus, Schluss!!!

  • Alles Roger am 11.05.2012 08:19 Report Diesen Beitrag melden

    Alles Roger

    hab beim drüberfliegen gelesen "Roger Federer erklärt seinen Rücktritt" booaah war eben der Schock meines Lebens.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Säimän am 11.05.2012 13:45 Report Diesen Beitrag melden

    Kritiker

    Immer wenn ich solche Kommentare lesen, muss ich lachen. Die meisten von denen die solche Kommentare schreiben, machen wahrscheinlich keinen Sport und von Tennis haben sie noch weniger Ahnung. Ich denke auch, dass Federer andere Probleme hat, als sein Shirt der Platzfarbe anzupassen. Zudem hat Federer in den letzten 8 Monaten von allen Spieler am meisten Punkte gesammelt, nicht mal Nadal und Djokovic haben mehr geholt. Auch dass Federers Zeit abgelaufen ist schwachsinn, er spielt moment Tennis auf sehr hohem Niveau.

  • Ueli Bucher am 11.05.2012 09:45 Report Diesen Beitrag melden

    Unsportlich????

    Roger Federer sei unsportlich, weil er ein blaues Shirt trug??? Zum Glück hatte Gasquet ein "rotes" Shirt an, sonst hätte ich die beiden nicht auseinander halten können!!! So ein riesen Quatsch..... Roger hat ganz einfach solides Tennis gespielt.... Punkt, Aus, Schluss!!!

  • Perlinger Gottlieb am 11.05.2012 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    Unsportlich

    Gasquet hat nach dem Spiel gesagt er konnte Federer fast nicht vom Sand unterscheiden. Kein Wunder mit diesem Shirt. Ich finde es grob unsportlich von Federer, weshalb er seine Shirtfarbe nicht wechseln kann. Das hat er doch eigendlich gar nicht nötig. Lässt darauf schliessen dass Federer selbst an seiner momentanen Form zweifelt.

    • Peschä am 11.05.2012 09:45 Report Diesen Beitrag melden

      Ball

      Man muss den Ball sehen, nicht den Gegner. Abgesehen davon werden doch blaue Shirts auch auf blauen Hartplätzen schon lange getragen.

    • dori am 11.05.2012 09:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      so ein seich

      haha was für ein schlechter Kommentar. Hast du wirklich gedacht er überlegt sich sowas und macht das extra so? und übrigens: Gasquet trug auch Blau und es macht gar nicht so viel aus, was der Gegner an hat.

    • kein Roger am 11.05.2012 09:54 Report Diesen Beitrag melden

      unfair wie IMMER

      richtig gesagt ! aber ist ja nichts neues von Federer...ein unfairer sportsmann !!

    • patrick am 11.05.2012 09:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      mode fan

      da hat einer wieder mal gar keine ahnung von sport.typisch mode-fan.lieber mal nichts sagrn als solches zeugs du "profi"

    • Dani, Zug am 11.05.2012 09:58 Report Diesen Beitrag melden

      Roger und unsportlich??

      Die Ausrüstung gibt NIKE vor und nicht der Spieler selbst. Wenn es nicht regel-konform wäre würde das Ausrüstungsset schon vor Turnierbeginn nicht vom Veranstalter bewilligt werden...also no worries. Freu dich doch das die Schweiz einen Ausnahmesportler hat an dem wir seit Jahren Freude haben!

    • Sperlinger Traugott am 11.05.2012 09:59 Report Diesen Beitrag melden

      mein Gott, Gottlieb!

      Schon sehr hochgegriffen ihr grob unsportlich, insbesonders der TV-Gasquet mit seinem Verwaschen-Blau-Leibchen noch mehr mit dem Untergrund verschmolzen ist als der kardinalblaue Roger; und da ist er ja netterweise auch bald gelandet. Abgesehen davon zeigt es wieder mal die höchst professionelle Einstellung von Roger, statt Energie mit Rumlamentieren zu vergeuden, nimmt er ironisch das ganze auf die Schippe: True Blue (Werbung für Sauber?)

    • AS am 11.05.2012 10:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Camoflage

      Ich glaube, dass man Federer auch in blauem Shirt nicht übersehen kann, dafür dürfte seine Grösse und der Rest des Outfits sorgen...

    • T4Ever am 11.05.2012 10:03 Report Diesen Beitrag melden

      Unsportlich? Eher gute Planung

      Es gibt viele unsportliche Handlungen, das hier hat eher was mit geschickter Planung zu tun. Im Spitzensport muss man alles optimieren. Darum geht das voll in Ordnung. Weiter so Federer.

    • Lukr am 11.05.2012 10:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Ausrede

      Warum sollte er wegen den Marotten des Madrider Turnierorganisatoren seine Shirtfarbe wechseln? Zudem gibt's auch Spieler die auf rotem Sand rote Shirts tragen, da reklamiert auch keiner. Das wäre eine ganz billige Ausrede von Gasquet; Raonic hatte solche Probleme gegen Federer such nicht.

    • lexy am 11.05.2012 10:08 Report Diesen Beitrag melden

      T-Shirt

      Die Wahl des T-Shirts wird vom Sponsor (Nike) vorgegeben. Ausserdem hat RF bestimmt andere Sorgen als seine Kleidung...

    • Philipp am 11.05.2012 10:58 Report Diesen Beitrag melden

      Blau vs Blau

      Ich hoffe schwer, das war ein schlechter Witz. Oder ist es Ihnen tatsächlich nicht aufgefallen, dass Gasquet auch ein blaues Shirt trug? Auf was das schliessen lässt, können Sie sich ja selber denken.

    • Paulo am 11.05.2012 11:38 Report Diesen Beitrag melden

      @Kein Roger

      "Kein Roger" kann dem Namen nach nur ein Neider sein, welcher jegliche Objektivität verloren hat. Die Sport-Welt sieht Roger als einen der grössten, fairsten und beliebtesten Sportler. Nur Neider können solchen Stuss von sich geben.

    • Philipp am 11.05.2012 13:44 Report Diesen Beitrag melden

      Schweinerei

      Del Potro trägt übrigens, neben Gasquet gestern, auch ein blaues Shirt.

    • go4it am 11.05.2012 19:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Der Beste

      Federer war dort wo der Ball herkommt.

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  • meccano am 11.05.2012 09:27 Report Diesen Beitrag melden

    dürftige mentalität

    eine frage an alle, die roger federer's erfolge immer wieder schlecht zu reden versuchen und relativieren: wie viele spitzensportler haben sich derart lange an der absoluten weltspitze halten können? beginnt mal aufzuzählen und fragt euch dann, ob diese von ihren eigenen landsleuten auch z.t. derart schlecht gemacht wurden.

    • Sascha Haupt am 11.05.2012 09:57 Report Diesen Beitrag melden

      freie Meinungsäusserung...

      Meccano MUSS man den Federer bewundern??? Jeder kann ja immernoch seine eigene Meinung bilden, wir leben in der Schweiz ! Und wenn man den Charakter von Federer nicht mag, dann mag man ihn nicht.... Gott sei dank haben wir eine frei Meinungsäusserung und nicht jeder in der Schweiz muss zwingend ein Fan Federers sein. In der Schweiz gibt es sowieso genug Leute schon die den Schirm vor den Augen haben und nicht einsehen wollen das seine Zeit vorbei ist....Nummer 3 nicht mehr, nicht weniger...

    • fran am 11.05.2012 11:27 Report Diesen Beitrag melden

      @Sascha

      Nein muss man nicht! Doch man darf den Schweizern auch die freude lassen an Roger oder!

    • Adrian am 11.05.2012 11:45 Report Diesen Beitrag melden

      @Sascha Haupt

      Ja Sascha, es sagt ja niemand, dass du deine Meinung nicht frei äussern darfst, brauchst dich aber überhaupt nicht zu beklagen, wenn auf solch neidische Kommentare, Reaktionen kommen. Man sieht ja an deiner Aussage "seine Zeit ist vorbei" schon sehr gut, dass du keine Ahnung von Tennis hast. Mit solchen Aussagen disqualifizierst du dich gleich selbst.

    • Jeffke am 11.05.2012 13:03 Report Diesen Beitrag melden

      Federer Zeit vobei ?

      Tja das kann nur noch von einem Doping Tennis anhänger kommen. Wenn man die Matches anschaut die Federer in grandslams gegen Djoko, Nadal genauer analysiert, erkennt man aber deutlich das von rein technischen Punkt, Federer noch alle Überragt, ausschlaggebend waren unnatürliche physiche kräfte des gegners, aber nicht das spielerische. Auch sehr gut erkennbar nach langen rally's zum teil Nadal von stärke, Adrenaline protzt obwohl er den Platz gerade hinten, vorne, links, rechts von federer zur besichtigung bekommen hatte. Es ist einfach ein Unding im Sport, das solche eine Legende ...

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  • Pele am 11.05.2012 08:37 Report Diesen Beitrag melden

    Tarnkappenbomber

    Kein Wunder läuft es gut. Mit dem blauen Shirt sehen ihn die Gegner ja nicht. :-) Aber bei guter Leistung seis ihm gegönnt. Im HF ist Schluss.

    • ein Grieche am 11.05.2012 09:28 Report Diesen Beitrag melden

      Roger nicht in die Wand rennen...

      Gegen NOLE ist schluss...RICHTIG hahahaha

    • Paulo am 11.05.2012 11:46 Report Diesen Beitrag melden

      @Grieche

      ja genau, die Griechen müssen's ja wissen. Spielen Griechen auch Tennis, oder werfen sie nur Diskus ? ;-)

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